| Um aktuelle
Geschehnisse rund um Vierkirchen auch über die Grenzen hinweg zu
publizieren, werde ich künftig "wichtige" Artikel aus der
Lokalpresse entnehmen.
Sven
Koch |
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+++ Sächsische
Zeitung, Mittwoch, 25. Januar 2012 +++
Literarisches Café lässt die Flügel zittern
Von Steffen Gerhardt
Die heute in Doberschau bei Bautzen
lebende Autorin Christiane Schlenzig ist zu Gast im Literarischen Café am
Sonnabendnachmittag. Eingeladen hat sie der Tenne-Verein, um aus ihrem
neuen Roman „Flügel zittern im Wind“ zu lesen. Das sind die romanartig
verknüpften Geschichten von Mutter, Sohn und Enkelin – drei Leben im
geteilten und dann wiedervereinten Deutschland, bis hin in das
21.Jahrhundert.
Zuvor stellt Volker Richter aus Kunnerwitz Geschichten vor: „In den
Schuhen des Clowns“ ist eine davon. Das alles ist in der Alten Schule in
Buchholz am Sonnabend, ab 15.30Uhr, zu erleben. Dazwischen gibt es Kaffee,
Tee und Kuchen vom Verein. (SZ/sg. |
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Tobias Walzok ist stolz auf den neuen Kleinbus, der ihn
seit Jahresbeginn bei der Jugendarbeit im Kirchenkreis und
in der Jugendscheune Melaune zur Verfügung steht. Foto:
Bernhard Donke |
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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 24. Januar
2012 +++
Ein neuer Bus für junge Christen
Von Bernhard Donke und Steffen Gerhardt
Einen neuen Kleinbus für die kirchliche
Jugendarbeit erhielt die Jugendscheune. Damit ist der Verein dieses Jahr
vielerorts unterwegs.
Er hat sehr lange gehalten und seinen
Nutzern viel Freude gemacht, doch nun, nach 333800 Kilometern und 13
Jahren auf dem Buckel, gab er doch seinen Dienst auf. Gemeint ist der
Kleinbus der Evangelischen Jugendarbeit im Kirchenkreis Niesky und der
Evangelischen Jugendscheune Melaune.
Stolz zeigt Tobias Walzok, Jugendwart der Evangelischen Jugendarbeit in
der Region, den neuen, blau lackierten Transporter der Marke Opel. .„Die
jährlich anfallenden sehr hohen Reparaturkosten haben uns verlasst, seinen
Vorgänger bereits im November des vergangenen Jahres außer Dienst
zustellen. Gleichzeitig bemühten wir uns um ein Ersatzfahrzeug“, sagt
Tobias Walzok.
Inzwischen ist der neue Bus Dank vieler Sponsoren gekauft. Denn immerhin
müssen 25000 Euro für den Kleinbus zusammenkommen, die der Verein
Evangelischen Jugendscheune Melaune nicht allein stemmen kann. Ihm halfen
neben dem Kirchenkreis Oberlausitz-Niederschlesien und der Kirchgemeinden
auch gewerbliche Sponsoren. „Für diese Hilfe möchte ich mich und der
Verein nochmals aufs herzlichste bedanken. Wir wollen den Kleinbus auch
anderen Vereinen, Kirchgemeinden und Privatpersonen leihweise zur
Verfügung stellen“, sagt Tobias Walzok.
Aber hauptsächlich ist das Fahrzeug für die Jugendarbeit in der Region
gedacht, um Jugendliche und Kinder sowie Materialien zu transportieren.
Denn in diesem Jahr steht wieder einiges auf dem Programm. So wie die
monatliche „Brotzeit“, die am 10.Februar in der Kirche in See (bei Niesky)
stattfindet. „Wir freuen uns über den Zuspruch. Angefangen mit 25
Teilnehmern, zählten wir zur letzten Brotzeit rund 60 junge Leute“,
berichtet der Jugendwart. Dabei wechselt auch der Veranstaltungsort dieses
Jugendgottesdienstes halbjährlich. Nach See wird Buchholz folgen, um die
Jugendlichen auch vor Ort zu diesen Begegnungen mitzunehmen.
Fest etabliert haben sich in der kirchlichen Jugendarbeit die
Gebetswochen für Menschen aller Generationen, die dieses Jahr in der
vorletzten März- und in der letzten Novemberwoche stattfinden. Aber auch
die Forstrüstzeit Mitte April ist zu einer beliebten Freizeit geworden.
„Hierbei engagiert sich unser Vereinsvorsitzender Johannes Hamann mächtig,
und das seit 22 Jahren. Schließlich stecken da auch einige Abenteuer drin,
wie das Zelten im Wald, die Forstarbeit und das Erleben des
Gemeinschaftssinns“, hebt Tobias Walzok hervor.
Als Höhepunkt des Jahres bezeichnet der Jugendwart die regionalen Kinder-
und Jugendschartage, die in Niesky, Nochten und Görlitz zeitversetzt und
mit einem eigenen Profil stattfinden werden. „Wir kommen also vor Ort, um
die jungen Leute zu erreichen. Dabei wird uns der neue Bus eine große
Hilfe sein“, ist sich Tobias Wolzok sicher. |
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Foto:
Bernhard Donke |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 19. Januar 2012 +++
Hochwasser im Dorfbach
Von Steffen Gerhardt
Das Arnsdorfer Wasser schlängelt sich
durch Arnsdorf und mündet in den Schwarzen Schöps. Tritt dieser bei
Hochwasser über die Ufer, dann hat auch das Arnsdorfer Wasser einen Anteil
daran. Der Gemeinderat beauftragte die Planungsgesellschaft Scholz und
Lewis in Dresden mit der Untersuchung des Baches. Sie nimmt auch die
Gewässeruntersuchung in Reichenbach und Sohland vor. Da diese zu 90
Prozent gefördert wird, muss Vierkirchen nur 1650 Euro bezahlen.
Beim Buchholzer Wasser dagegen wird mit keinem Hochwasserrisiko
gerechnet, heißt es von der Unteren Wasserbehörde. Bürgermeister Horst
Brückner sieht die Untersuchung als notwendig an, um mit ihr nicht nur
Fördermittel zu bekommen. „Wir haben damit einen Plan, der uns die
Hochwassergefahren dokumentiert.“ Dieses Vorhaben findet aber nicht die
Zustimmung von zwei Arnsdorfer Gemeinderäten. Peter Gloger befürchtet,
dass nach der Untersuchung Veränderungen erfolgen. „Die Menschen leben
seit Jahrhunderten an dem Bach, sie kennen ihn und haben sich mit ihm
arrangiert. Wir greifen in eine gewachsene Struktur ein und verschlimmern
die Situation an diesem Gewässer“, argumentierte Peter Gloger.
Zudem habe er nach den Hochwassern 2010 festgestellt, dass das Arnsdorfer
Wasser nur kleine Schäden wie Ausspülungen verursachte. Christine Nicht
will auch den Bach vor weiteren Veränderungen schützen. „Die vielen
Eingriffe in den letzten Jahrzehnten haben dem Bach nicht gut getan“, so
die Arnsdorferin. Dem konnte die Untere Wasserbehörde nicht folgen. Die
Prüfung sei zumindest nötig. (SZ/sg).
Dreifacher Chorgesang in Tetta
Von Bernhard Donke
Wenn die drei Kirchenchöre aus Buchholz,
Melaune und Nieder Seifersdorf gemeinsam musizieren, wie jetzt in der
Tettaer Kirche, dann ist das schon ein gewaltiger Klang. Die Sänger
folgten der gemeinsamen Dirigentin, Kantorin Hannelore Schulz. Gesungen
wurden Lieder aus dem Weihnachtskreis bekannter und weniger bekannter
Komponisten. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 13. Januar 2012 +++
Komunen bauen Straßen und sanieren Kitas
Von Steffen Gerhardt
In den Gemeinden wird 2012 unterschiedlich
stark investiert. Die Wunschlisten sind lang, was davon umgesetzt wird,
hängt von den Fördermitteln ab.
...In Vierkirchen wird der Straßenbau
vorangetrieben
„Auch dieses Jahr werden wir in
den Straßenbau investieren“, sagt Bürgermeister Horst Brückner und nennt
den zweiten Bauabschnitt in Döbschütz, Richtung Krobnitz. Aber auch vier
Straßen in Arnsdorf kommen dran. Die Fördermittel sind dafür bereits
bewilligt. Rund 277000 Euro werden verbaut. (SZ). |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 4. Januar 2012 +++
Krippenspiel am Epiphaniastag
Zum Tag des orthodxen Weihnachtsfestes
am 6. Januar laden Kinder und Eltern der Evangelischen Kirchengemeinde
Arnsdorf zur Wiederholung des Krippenspieles in die verwandelte Arnsdorfer
Dorfkirche ein. „Wer Kirchenbänke, einen Altar und eine beeindruckende
Orgelmusik erwartet, der wird enttäuscht sein. Wer Strohgeruch, ein
Fernsehstudio, Scheinwerfer abwechselnd mit Kerzen, Decken, Liedblättern,
Tieren und Krippen erwartet, der wird höchst zufrieden sein“, macht
Pfarrer Andreas Fünfstück auf die Aufführung neugierig. Sie ist die
Wiederholung des Krippenspieles vom Heiligabend, das der „Spierellie-TV“
eingeübt hat. „Spierellie“ (Spiele-Religion-Lieder) ist eine Gruppe aus
der gemeindlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. (SZ/sg). |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 3. Januar 2012 +++
Nicht alles für den Straßenbau ausgegeben
Von Steffen Gerhardt
In der Gemeinde wurde weniger
investiert. Das belastet den Haushalt nicht so stark, heißt es in der
Jahresrechnung für 2010.
Nicht alle Fördermittel für
Investitionen konnten von der Gemeinde Vierkirchen in Anspruch genommen
werden, heißt es in der Jahresrechnung für 2010, die dem Gemeinderat
jüngst von Kämmerin Monika Krause vorgestellt wurde.
Für bauliche Investitionen im Jahr 2010 hatte Vierkirchen 922.000 Euro an
Fördermitteln eingeplant, aber nur 680000 Euro in Anspruch nehmen können.
Die Ursache war, dass im Straßenbau einiges ins Jahr 2011 verschoben
wurde, zum Beispiel die Kirchstraße in Arnsdorf. Das habe den Haushalt
entlastet, ebenso die Rücklage, aus der die Gemeinde nur 272.000 Euro statt
301.000 Euro in den Straßenbau steckte.
Insgesamt hatte Vierkirchen 1233000 Euro für bauliche Vorhaben
(einschließlich Fördergelder) vorgesehen, 896.000 Euro wurden bis
Jahresende dafür ausgegeben. Die größte kommunale Investition war der
Umbau des Feuerwehrhauses in Tetta. Rund 188.600 Euro waren geplant und
wurden auch ausgegeben. Die Gemeinde selbst musste aber tiefer in die
eigene Kasse greifen, da noch einige zusätzliche Arbeiten und
Anschaffungen für das Feuerwehrhaus gemacht wurden. So stieg der
Eigenanteil um 5.262 Euro auf fast 53.400 Euro.
Kostengünstiger ging die energetische Sanierung des Kindergartens in
Melaune einher. Rund 37.000 Euro sollte diese kosten. Durch den Wegfall der
geplanten Solartherme, blieben noch 8000 Euro übrig, mit denen unter
anderem der Turnraum neu vorgerichtet wurde.
Wie die Kämmerin weiter berichtete, erfüllten die Steuereinnahmen die
Erwartungen. Nur die Gewerbesteuer brachte nicht die geplanten Einnahmen,
dafür erhielt Vierkirchen 45.000 Euro mehr an Einkommenssteuer. Die
Gemeindeverschuldung liegt Ende 2010 pro Einwohner bei 573 Euro. Dazu
kommen die Schulden aus den Trinkwasser- und Abwasserverbänden mit 289 Euro
pro Einwohner..
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Sächsische Zeitung, Freitag, 30. Dezember 2011 +++
„Spirelli“ steht für kirchliche Freizeit
Gut angenommen wird das Freizeitangebot „Spirelli“
der Kirchgemeinde Arnsdorf. Wie Thomas Scholz als stellvertretender
Gemeindekirchenrat verrät, verbergen sich dahinter Spiele, Religion und
Lieder. „Nachdem die Schule nach Nieder Seifersdorf wechselte, bieten wir
statt der Christenlehre diese Form den Kindern und Jugendlichen an“, so
Thomas Scholz.
Montags ist Treff im Pfarrhaus – und was da so gemacht wird, bestimmen
sieben Eltern, die sich abwechselnd „Spirelli“ widmen. So bereitete die
Gruppe das Krippenspiel nicht nur vor, sondern führte es Heiligabend auch
auf. Auch die Osterfeiertage und der Gottesdienst dazu liegen in den
Händen der „Spirellis“. Sie wollen zu diesen kirchlichen Feiertagen mit
eigenem Programm aufwarten. (SZ/sg).
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Auch die Kinder vom Krippenspiel finden es toll, dass in
der Arnsdorfer Kirche alles voller Stroh liegt. Wer es
aber doch etwas bequemer mag, kann sich zum Gottesdienst
an diesem Sonnabend einen Stuhl mitbringen. Foto: Nikolai
Schmidt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 24. Dezember 2011 +++
Arnsdorfer feiern Weihnachten im Stall
von Steffen Gerhardt
Einen Gottesdienst auf Stroh, das hat es hier noch nicht gegeben. Aber die
Kirche ist fast leer. Denn es wird gebaut. Wer will, bringt Stühle mit.
Die Kirchgemeinde Arnsdorf-Hilbersdorf ist immer für eine überraschende
Idee gut. In diesem Jahr sind die Bauarbeiten an der Arnsdorfer Kirche das
Ausschlaggebende dafür gewesen. „Wir haben bald kein Gestühl mehr in der
Kirche, aber auf den Gottesdienst zu Heiligabend in der Kirche verzichten
wir nicht“, sagte Pfarrer Andreas Fünfstück bereits im Oktober, als die
Sanierungsarbeiten erst begonnen hatten.
Daran hielt der Gemeindekirchenrat Arnsdorf-Hilbersdorf/Nieder Seifersdorf
fest und ließ die Idee weiter reifen. An diesem Sonnabend findet der
Gottesdienst im Stall von Bethlehem statt. Thomas Scholz als
stellvertretender Vorsitzender des Gemeindekirchenrates erklärt das:
„Dort, wo bisher das Gestühl stand, ist alles mit Stroh ausgelegt. Hier
steht die Krippe und findet das Krippenspiel statt.“
Dabei ist es den Besuchern freigestellt, ob sie im Stroh oder auf den
Bänken im Stroh Platz nehmen. „Jeder hat aber auch die Möglichkeit, seinen
Stuhl in die Kirche zu bringen und mit seinem Namen zu reservieren“,
ergänzt Thomas Scholz. Dazu hatten die Bürger bis Freitagnachmittag
Gelegenheit und stellten ihre Stühle schon mal sitzbereit hin.
Wie die neue Sitzordnung ankommt, werden Pfarrer Andreas Fünfstück und der
Gemeindekirchenrat Sonnabendnachmittag erleben, denn 17.30Uhr beginnen
Gottesdienst und Krippenspiel. Auch die Kinder und Jugendlichen sind schon
aufgeregt, wie ihre Geschichte in der zum Stall umfunktionierten Kirche
ankommt. Denn in diesem Jahr sind auch die Besucher mit einbezogen, sitzen
sie doch mit im Stall von Bethlehem.
Thomas Scholz will vorab vom Krippenspiel noch nicht viel verraten. Aber
den Zuschauer erwartet die klassische Variante mit Anleihen aus der
heutigen Medienwelt. „Im vergangenen Jahr spielte die Krippenaufführung
auf Omas Dachboden, wo zwei Mäuse die Akteure waren, dieses Jahr haben wir
uns etwas anderes einfallen lassen“, sagt der Mitorganisator. Dabei weiß
Thomas Scholz, dass das Krippenspiel immer für Diskussionen unter den
Gästen sorgt: Die einen finden es prima, andere nicht so toll. Aber im
Mittelpunkt steht die Spielfreude der Kinder, auch dieses Jahr werden es
wieder um die zwei Dutzend sein, die sich freiwillig für einen Auftritt in
der Krippe gemeldet haben.
„Wir schicken keinen weg, jeder wird mit einbezogen. In diesem Jahr sogar
der Pfarrer“. Und dieser ist, so Thomas Scholz, der ehemalige
Regionalbischof Hans-Wilhelm Pietz. Er wird auch die Andacht zu
Heiligabend halten.
Damit alles reibungslos im Stall funktioniert, waren die Handwerker noch
bis zuletzt straff im Einsatz. Die Treppe zur Empore musste wieder
eingesetzt, die Kanzel stabilisiert und Stolperstellen im Fußboden
beseitigt werden. Denn über den Jahreswechsel ruhen die Bauarbeiten an und
in der Kirche.
Danach geht das Baugeschehen aber weiter. Schwerpunkt ist zunächst der
Fußboden, wobei Granitplatten und Ziegelsteine weiter Bestand haben
sollen, aber neu angeordnet werden. Das gegenwärtige Gefälle des Fußbodens
wird mit einer Stufe zwischen Kirchenschiff und Altarraum ausgeglichen und
die Elektrik wird aus den Wänden in den Fußboden gelegt.
Pfarrer Andreas Fünfstück plädiert für eine variable Bestuhlung, die der
Kirchgemeinde genügend Freiraum im Gestalten von Gottesdiensten lässt.
Aber dass Leute ihre Stühle mitbringen, das wird einmalig für dieses Jahr
bleiben. |
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Blick vom Altar in den
Kirchenraum. Ein Teil des Gestühls ist schon entfernt, um
Gerüste zu stellen und den Fußboden aufzunehmen. Foto:
Steffen Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 27. Oktober 2011 +++
Die Arnsdorfer Kirche ist wieder eine
Baustelle
Von Steffen Gerhardt
Die Sanierung der Kirche geht nach
Jahren des Wartens weiter. Nun sind Fußboden und Sockel dran.
Statt dem hölzernen Gestühl dominieren
Metallgerüste den Innenraum der Arnsdorfer Kirche. Und wo bisher das Wort
Gottes gesprochen wurde, bestimmen bauliche Fachbegriffe die Gespräche.
Für Pfarrer Andreas Fünfstück bedeutet das aber nicht, dass nun keine
Gottesdienste mehr in Arnsdorf stattfinden. „Wir sind umgezogen in die
Scheune und haben dort schon den Erntedankgottesdienst gefeiert“, sagt er.
Dort, wo bisher Kinofilme über die Leinwand flimmerten, steht nun ein
Altar, und die Scheune ist mit Erntegaben ausgestattet.
Kirche in der Scheune also, damit die Sanierung des Gotteshauses möglich
ist. Der Pfarrer und die Kirchgemeinde sind froh, dass es nach acht Jahren
des Wartens weitergeht. Nun wird alles baulich in Ordnung gebracht, was
vom Fundament bis in zwei Meter Höhe reicht, der Kirchensockel sozusagen.
„Begonnen hat die Sanierung unserer Kirche im Jahr 2000, als mit dem Dach
angefangen wurde. Drei Jahre später folgte der zweite Teil der
Dachsanierung. Damit war die Kirche von oben dicht“, erklärt der Pfarrer.
Danach sollte es an das Mauerwerk gehen, das gleichfalls sehr
sanierungsbedürftig ist.
Schließlich wurde die Dorfkirche vor rund 750 Jahren gebaut, und da wurde
vermauert, was an Steinen greifbar war. Das sehen jetzt Udo Schreiter und
Dierk Hering von der Putz und Stuck GmbH aus Annaberg-Buchholz. Sie legen
mit weiteren Kollegen den Sockel vom alten Putz frei und entdecken dabei
ein Sammelsurium von Gesteinsarten. Auch Pfarrer Andreas Fünfstück ist
angetan von der Gesteinsammlung, aus der seine Kirche besteht. „Das Alter
hält sie zusammen“, meint er schmunzelnd.
Dass nun wieder baulich an dem Gotteshaus etwas passiert, verdanken die
Arnsdorfer der Förderung durch den Freistaat, zwei kirchliche Stiftungen
und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie dem Evangelischen
Kirchenkreis Niederschlesische Oberlausitz. Sie tragen anteilig die
Baukosten von rund 120000 Euro, wobei die Arnsdorfer Kirchgemeinde
finanziell mit gefordert ist. „Unsere bisherigen Spenden haben wir schon
für die Sanierung der Kirche gesammelt“, sagt Pfarrer Fünfstück.
Denn der nächste Bauabschnitt musste irgendwann kommen. Seit Anfang
September wird an ihm gearbeitet. Denn neben dem Mauerwerk im unteren
Bereich soll auch der Fußboden saniert werden. Die Görlitzer Architektin
Doris Kohla hat die Bauleitung auch bei diesem dritten Abschnitt inne. Für
sie ist es wichtig, dass der Fußboden wieder atmen kann und vor allem auf
ein gleiches Niveau gebracht wird. Statt der Granitplatten sollen mehr
Ziegelsteine eingesetzt werden. In Vorbereitung der Arbeiten wurde es
notwendig, dass das gesamte Gestühl entfernt wird.
Für Pfarrer Andreas Fünfstück bedeutet das ein völlig neues Raumgefühl zu
bekommen. „Da sieht man mal, wie groß unsere Dorfkirche ist, und welche
Möglichkeiten sie uns bietet.“ Ideen hat der Pfarrer schon, wie er die
Kirche wieder einräumt, aber das wird noch einige Monate dauern. Fest
steht für ihn aber schon: „Heiligabend feiern wir in unserer Kirche! Egal
wie es in ihr aussieht, und wenn die Leute sich die Stühle mitbringen
müssen.“ |
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Nicht nur Zuschauen, sondern
Mitmachen ist hier gefragt. Foto: Cornelia Schreiber |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 26. Oktober 2011 +++
Schuhe herstellen und Gefäße töpfern
Von Cornelia Schreiber
Die Milzener zeigen an diesem
Wochenende alte Handwerkstechniken. Wer will, kann das lernen.
Die „Alte Wassermühle“ verwandelt sich
am Wochenende in eine mittelalterliche Handwerkerschule. Wer möchte, kann
hier alte Fertigkeiten erlernen. Der Milzener-Verein bietet das als
Wochenendkurs an. Einige Angebote sind kostenpflichtig, die
Abendveranstaltungen sind frei.
Interessenten erleben dabei unter anderem, wie man Schuhe herstellt oder
slawische Gefäße töpfert, wie Weidenkörbe geflochten oder mittelalterliche
Schilde gebaut werden. Am Sonnabend gibt es außerdem Vorträge und ein
Mittelalterkonzert. Dabei dreht sich ab 18 Uhr alles um den Burgwall in
Kittlitz, ein vergessenes Bodendenkmal, zu dem es neue Erkenntnisse gibt.
Um 19 Uhr geht es um die legendäre „Königshainer Öllampe“, versalzene
Keramik und andere vorgeschichtliche Versuche. Im Vordergrund stehen zehn
Jahre experimentelle Archäologie mit den Milzenern. Wissenswertes aus der
Vereinsgeschichte und Impressionen aus dem „Ukranenland“ in Torgelow
folgen. Zu später Stunde können Interessenten eine Expedition nach
Westgrönland nacherleben – die bisher nördlichste Veranstaltung der
Milzener. Ab 21 Uhr er-klingt ein Konzert auf Harfe, Doppelflöte und
Schalmei mit den Spielleuten von Fidelius. Übernachtungen vor Ort können
noch auf Nachfrage organisiert werden. Einzige Bedingung für die Teilnahme
an den Kursen ist eine verbindliche Anmeldung per Telefon. Da ein Teil der
Veranstaltungen kostenfrei ist, bittet der Verein um Spenden.
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 25. Oktober 2011 +++
Selbsternte wird auch 2012 angeboten
ARNSDORF-HILBERSDORF. Die Resonanz auf das Angebot der Selbsternte bei
der Gärtnerei Jung war auch an diesem Wochenende sehr groß. „Wir hatten an
den insgesamt drei angebotenen Ernte-Tagen mehrere hundert Selbsternter
aus dem gesamten Landkreis auf den Feldern zu Gast“, freut sich Stefan
Jung. Vor allem Familien mit Kindern nutzten die drei Termine, um Möhren,
Rote Beete und Co. aus dem Boden zu holen. Als Ernte-Renner entpuppten
sich Porree und Sellerie. Der Wunsch der Teilnehmer, dieses Angebot
weiterhin durchzuführen, wird erfüllt. Auch im nächsten Herbst wird es
wieder die Möglichkeit geben, auf den rund 2,5 Hektar Fläche Gemüse für
den Eigenbedarf zu ernten. (cs) |
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Herbert Riedel, Monika
Kretschmer, Peter Irrgang und Andrea Weise vom
Heimatverein gehören mit zu den Organisatoren des
Marktes.Foto: B. Donke |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 20. Oktober 2011 +++
Heimatverein lädt zum Herbstmarkt ein
Von B. Donke
Am Sonntag gibt es an der Wassermühle
nicht nur selbst gemachtes Sauerkraut, sondern auch Kürbissuppe.
Der Melauner Herbstmarkt an diesem Sonntag
ruft bei den Mitgliedern des Heimatvereins Melaune/Döbschütz rege
Aktivitäten hervor. So beginnen schon Wochen vor dem eigentlichen
Markttermin die Vorbereitungen, sagt Andrea Weise als Vereinsvorsitzende.
„Schwerpunkt sind die Händler aus der Region. Dabei versuchen wir immer
wieder, weitere Händler zu motivieren, damit sie mit ihren Angeboten
unseren Markt bereichern.“
Doch vom Handel allein lebt der Markt nicht. Die Frauen des Vereins, und
das hat schon eine feste Tradition, haben vor Wochen Weißkohl zu dem
bekannten Melauner Sauerkraut aufgearbeitet. Das wird zum Kauf angeboten.
Eine weitere feste Größe an diesem Markt ist die Heimatstube, die zu einem
Rundgang durch die Melauner Geschichte einlädt. Zum Fest hat der Verein
eine Bastelstraße für die Kinder organisiert, und die Feuerwehrblaskapelle
Melaune sorgt für musikalische Stimmung. Für das leibliche Wohl gibt es
Deftiges aus der Schlachtschüssel, hausbackenen Kuchen, Kaffee und
verschiedene Kürbissuppen. (bd)
Der Markt öffnet an der „Alten Wassermühle“ 11Uhr. Von 12 bis 14Uhr
spielt die Feuerwehrblaskapelle Melaune. Der Eintritt ist frei
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 12. Oktober 2011 +++
Vierkirchen braucht Bitumen
Im Plan liegen die Straßenbauarbeiten in Arnsdorf und Döbschütz.
Diese Einschätzung traf Bürgermeister Horst Brückner jetzt im Gemeinderat.
Die Baufirmen sind so weit, dass mit der Asphaltierung der Bauabschnitte
auf den Kreisstraßen in Arnsdorf und Döbschütz sowie der Kirchstraße in
Arnsdorf begonnen werden kann. „Was uns fehlt, sind Bitumen. Die Reparatur
der Autobahn bindet ein Großteil der Kapazitäten“, schätzt der
Bürgermeister ein. Damit befürchtet er, dass die für die nächsten vier
Wochen vorgesehenen Asphaltarbeiten in seiner Gemeinde ins Stocken geraten
könnten, wenn die Asphaltwerke mit der Produktion nicht hinterherkommen.
(SZ/sg) |
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 7. Oktober 2011 +++
Geld reicht nicht für alle Straßenschäden
Mit dem zusätzlichen Geld zur Reparatur von Schlaglöchern, die
infolge des vorigen Winters entstanden sind, können die Kommunen nicht
alles reparieren. Das Geld reicht nur, um erhebliche Schäden zu
beseitigen, bestätigt Schöpstals Bürgermeister Bernd Kalkbrenner. In
Girbigsdorf sind das vor allem Straßenlöcher an der Kleinen Seite, in
Ebersbach am Kirchberg und in Kunnersdorf in Siebenhufen. Die
Ortsverbindung zwischen Kunnersdorf und Liebstein ist nicht dabei. In
Vierkirchen sind Arbeiten auf den Gemeindestraßen in Döbschütz, Prachenau
und Melaune (Betonstraße und Burgberg) sowie an zwischen Prachenau und
Buchholz vorgesehen. (SZ/ah/sg) |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 1. Oktober 2011 +++
Nachrichten
Blitzschutz von der Kirche gestohlen
Melaune. Vermutlich im Schutz der Dunkelheit stahlen Unbekannte in
der Nacht zum Donnerstag von der Kirche in Melaune rund acht Meter
Blitzschutzteile aus Kupfer. Der Schaden beträgt rund 160Euro. Außerdem
versuchten die Diebe, am Anbau der Kirche die Dachrinne aus Kupfer zu
entwenden, was aber nicht gelang. (SZ) |
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Asphalt aufladen für die A4
bei Bautzen – so geht es den gesamten Tag auch in der
Buchholzer Mischanlage zu. Die Gemeinden hoffen, dass der
Baustoff noch für ihre Reparaturen von Winterschäden
reicht. Die Zeit wird knapp, denn erst jetzt gibt es noch
mal Geld dafür.Foto: N. Schmidt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 28. September 2011 +++
Asphalt für den Straßenbau wird knapp
Von Anja Hecking
An der Asphaltmischanlage bei Buchholz
herrscht Hochbetrieb. Allein 20 Sattelzüge haben das Gelände gestern
verlassen – voll beladen mit 1800 Tonnen Asphalt. Das meiste davon
verschlingt der Bau der Autobahn bei Bautzen.
Aber auch an Bundes- und Kreisstraßen wird gebaut. Da sind die vielen
kleinen Arbeiten an den Ortsverbindungen noch gar nicht dabei. Die
Kommunen haben jetzt noch einmal zusätzlich Geld vom Land bekommen. Damit
können sie weitere Schlaglöcher vom vorigen Winter reparieren lassen. Das
ist das Gute daran. Aber das Jahr neigt sich bereits seinem Ende entgegen.
Und das stellt Kommunen und Firmen vor Probleme. Denn jetzt kommt alles
noch einmal geballt, Material und Kräfte werden knapp.
Nicht jede Kommune hat Vorlauf beim Planen. Gut beraten war, wer wie die
Markersdorfer vorbereitet war. Die Aufträge sind hier schon ausgelöst und
die Arbeiten im Gange. Das ist wie ein Windhundrennen, sagt Bürgermeister
Horst Brückner aus Vierkirchen. „Für uns wird es ein Problem, jetzt noch
Baufirmen zu finden, die bis zum Jahresende die Arbeiten ausführen.“ Auch
Schöpstals Bürgermeister Bernd Kalkbrenner sieht Probleme mit dem
Zeitdruck. Wenn die Nachfrage steigt, werden auch die Preise hochgehen.
Bei den Straßenreparaturen in den Gemeinden geht es zwar um kleinere und
damit überschaubare Vorhaben. „Doch wer glaubt, dass alle jetzt
ausgelösten Straßenbauvorhaben noch dieses Jahr zu schaffen sind, der wird
sich eines Besseren belehren lassen müssen“, sagt Frank Scholze,
Geschäftsführer der Oberlausitzer Straßen-, Tief- und Erdbau Gesellschaft
Zittau (Osteg). Das hat mehrere Gründe.
Die Aufträge der Gemeinden kommen zusätzlich zu den bereits großen
Vorhaben an Autobahn, Bundesstraßen und im regulär geplanten Straßenbau.
Niemand weiß, wie lange das Wetter noch mitspielt. Für die Reparaturen
wird vor allem Asphalt benötigt. Doch die regionalen Mischanlagen in
Buchholz, Niedercunnersdorf, Niesky und Löbau sind ausgelastet. Weil
überall gebaut wird, bringt es auch kaum etwas, außerhalb der Region nach
Zulieferern zu suchen.
Für den Einbau von Asphalt müssen die Temperaturen mitspielen. Unter fünf
Grad Celsius geht das nicht mehr. Und: Nicht jede Straßenbaufirma bringt
selbst Asphalt auf der Fahrbahn auf. Die Gemeinden sind jedenfalls
teilweise verärgert über den späten „Geldregen“ vom Land. Denn die
Arbeiten müssen noch dieses Jahr laufen und abgerechnet werden.
Welche Kommune will sich dabei schon von seinen Bürgern vorwerfen lassen,
dass sie das Geld ausschlägt. Das sind fast 500 Euro pro Kilometer
Gemeindestraße, die der Freistaat dazu gibt. Voraussetzung ist, dass die
Kommune 160 Euro pro Straßenkilometer beisteuern kann.
Damit können bei Weitem nicht alle Reparaturen bezahlt werden, die auf
den Gemeindestraßen in Folge des vorigen Winters notwendig sind. In vielen
Kommunen wird deshalb danach entschieden, was am dringendsten ist. Im
Moment können Gemeinden und Straßenbaufirmen nur hoffen: zum einen, dass
der 100-jährige Kalender nicht stimmt (Frost Ende Oktober, Schnee ab Mitte
November) und zum anderen auf genug Asphalt.
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Robert Koch signierte für den
Gewinner der beiden Fußballkarten, Felix Appolt (links),
auch noch einen Ball.
Vor allem bei den jüngeren
Autogrammjägern war Dynamo Dresden-Spieler Robert Koch am
Donnerstag gefragt. Fotos: Pawel Sosnowski (2)/SZ-Archiv |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend 24. September 2011 +++
Dynamos Kapitän begeistert in Weinhübel
Von Daniela Pfeiffer
Mindestens eine Sache hat Felix Appolt
mit Robert Koch gemeinsam: Fußball ist sein Leben. „Und ich bin
Dynamo-Fan“, so der 13-Jährige. Umso passender, dass Felix bei einem
Gewinnspiel von Kaufland den Hauptpreis gewann: Zwei Karten für das
Fußballspiel Dynamo Dresden gegen Erzgebirge Aue am 20. November in
Dresden. Mit allerbesten Sitzplätzen – direkt über der VIP-Tribüne.
Zur Preisübergabe hatte sich der Chef des Weinhübler Kaufland-Marktes,
André Bertelmann, um einen Spieler von Dynamo Dresden bemüht, der als
Überraschungsgast erscheinen sollte. Dass es mit Robert Koch geklappt hat,
freute Bertelmann doppelt. Immerhin ist Koch der Kapitän und derzeitige
Publikumsliebling – und nicht zuletzt quasi Landsmann. Denn der 25-Jährige
stammt aus Melaune.
Schon bevor Robert Koch am Donnerstag im Kaufland eintraf, war
durchgesickert, wer da von Dynamo kommt. Eine stattliche Anzahl Fans
versammelte sich am Eingang – meist Jungs zwischen sechs und zwölf Jahren
in Bayern München- oder FC Barcelona-Trikots.
Auch Leonhard Neumann aus Görlitz war mit seinem Papa gekommen. Der
7-Jährige trug ein Lionel Messi-Trikot und erklärte: „Ich werde
Fußballprofi bei Bayern oder Barcelona.“ Jeden Tag lese er den Sportteil
der SZ, berichtete der Kleine. Auf seiner Mütze, die auf keinen Fall
gewaschen werden darf, hat er schon Unterschriften vom Trainer und vom
Tormann von Energie Cottbus. Am liebsten hätte er noch eine von Robert
Koch.
Doch der konzentrierte sich nach seiner Ankunft zunächst auf den Gewinner
Felix Appolt. Preisübergabe, Händeschütteln, gemeinsames Foto, Ball
signieren – für Robert Koch alles schon Routine. „Am Anfang war es
komisch, bekannt zu sein, aber mittlerweile komme ich ganz gut damit
klar“, sagte der Fußballer. „Man muss sich einfach eine humorvolle Art
aneignen.“ Und die stellte er am Donnerstag unter Beweis. Auf auch die
skurrilsten Autogrammwünsche reagierte er locker: „Für Lumpi“, wollte da
einer aufs Autogramm geschrieben haben. „Ist das der Hund?“, erwiderte
Koch. Auch Sonnen malen oder die Wunsch-Widmung einer
Kaufland-Mitarbeiterin „Für die Obst- und Gemüse-Nadine“ waren für Koch
kein Problem. Er kennt die Menschen hier, er ist ja selbst einer von
ihnen.
Möglich wurde der Besuch in Görlitz, weil Dynamo Dresden am Donnerstag
trainingsfrei hatte. Und das nutzte Robert Koch gleich noch für einen
Abstecher nach Hause. „Ich habe jetzt weniger Zeit, aber ich versuche
schon, so oft wie möglich nach Melaune zu kommen.“
Felix Appolt jedenfalls wird den Fußballer bald in Dresden erleben. Wen
er zum Spiel mitnimmt, weiß der Junge auch schon: „Meine Oma, die mag
Fußball auch so sehr.“ |
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Gestern ist er an seinem neuen
Platz angekommen. Der Riesenstuhl aus dem Arnsdorfer
Landkino steht jetzt am Melauner Kindergarten – zur Freude
von Groß und Klein.Foto: cs |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 21. September 2011 +++
Riesenstuhl steht jetzt am Melauner
Kindergarten
Von Cornelia Schreiber
ARNSDORF/MELAUNE. Vom Filmstar zum
Treff oder Unterstellen – das ist die Geschichte vom Stuhl mit der Nummer
13.
Nun hat Zimmermann Gerd Wiemder aus Waldhufen
seinen für das Landkino gebauten Riesenstuhl vom Arnsdorfer Pfarrhof zum
Melauner Kindergarten gebracht. Das ging nicht etwa auf den Schultern.
Denn der Riesenstuhl ist immerhin 4,50 Meter hoch. Er wurde deshalb auch
nach Melaune gefahren – mit einem Transporter. Der XXL-Stuhl aus der 13.
Landkinosaison hat 15 spannende Wochen hinter sich. Gemeinsam mit zwölf
kleinen Exemplaren seiner Zunft macht er auf das Landkino aufmerksam und
lud zu Gesprächsrunden unter dem Motto „Treff 13“ ein. Anlässlich des
gestrigen Weltkindertages ging der Stuhl aus Fichtenholz auf große Reise.
Nach vier Kilometern Fahrt wurde er stürmisch in Melaune begrüßt. Der
Neuankömmling steht jetzt vor der Einrichtung auf der Wiese und das soll
auch so bleiben. „Wenn der Kindergarten noch zu ist, kann man sich zum
Beispiel unter ihm treffen und sich Geschichten erzählen“, sagt Pfarrer
Andreas Fünfstück. Besonders geschmückt werden soll das Riesenmöbel zu
Feiertagen und Festen. „Der Stuhl ist auch ein Hingucker und Kunstwerk
eines vielgefragten Zimmermanns aus dem Nachbardorf“, sagt der Pfarrer.
Der Angesprochene schmunzelt und lässt seiner Fantasie freien Lauf: Der
Stuhl könnte ja auch als Abdeckung für den Sandkasten oder als Gestell für
ein Spielhaus oder eine Rutsche dienen oder einfach nur als Regenschutz.
„Vielleicht bietet er ja einem Riesen Platz, wenn mal einer vorbeischaut“,
sagt Gerd Wiedmer.
Selbst für ihn – einen fast zwei Meter Hühnen – ist der Stuhl nicht zum
Sitzen zu gebrauchen. Die 2,35 Meter lange Sitzfläche bietet da eher einer
Fußballmannschaft Platz. Im normalen Berufsalltag fertigt der 39-Jährige
Dachstühle und Carports an. „Wenn es Bedarf an einem Riesenmöbelstück
gibt, würde ich so eine Geschichte auch noch mal mitmachen." |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 20. September 2011 +++
Vermummte im Milzener-Lager
Der Überfall auf das Milzener-Zeltlager in der Nacht zum Sonntag
während der historischen Kirmes beschäftigt die Vereine, die das Fest
veranstaltet haben, nach wie vor. Sie werden das auch bei der Auswertung
diskutieren, bestätigten sie gestern der SZ. Wie Diego Scholz erklärt, war
es am Sonntag um 2.30 Uhr zu dem Überfall gekommen. Die Polizei ging am
Sonntag von vier randalierenden Jugendlichen aus. Dem stehen die
Beobachtungen von Vereinsmitgliedern entgegen. Sie sprechen von etwa 15
vermummten Gestalten, die das Tor zum Wendenlager aufbrachen, Zelte
umrissen und den Schmiede- und Strohflechtstand zerstörten. Da mehrere
Vereinsmitglieder auf dem Gelände übernachteten, bemerkten sie die Randale
schnell und hielten die überraschten Täter bis zum Eintreffen der Polizei
fest. Die Milzener haben Strafanzeige gestellt. Es entstand Sachschaden
von rund 1 000 Euro. Der Verein überlegt, sich von Veranstaltungen, bei
denen am Abend auch Disko stattfindet, zurückzuziehen. (cs) |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 14. September 2011 +++
Straßenbau liegt im Plan
Mit Sperrungen und Umleitungen müssen die Bürger in Arnsdorf und
Döbschütz weiter leben. Zwar liegen die Straßenbauarbeiten im Plan, wie
Bürgermeister Horst Brückner am Montag im Gemeinderat sagte, aber die
Maßnahmen dauern bis in den Spätherbst. So ist die Asphaltierung der S124
in Döbschütz für Anfang November, die Fertigstellung der Nebenanlagen Ende
November geplant. Der zweite Bauabschnitt folgt im Frühjahr. Begonnen
wurde in Arnsdorf mit der Kirchstraße. Sie soll bis Ende Oktober fertig
sein. An der Hauptstraße in Arnsdorf wird jetzt der Gehweg asphaltiert.
(SZ/sg) |
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Mittelalterliche
Handwerkstechniken werden von den Milzenern zur
historischen Kirmes gezeigt. Dazu gehört das Spinnen mit
der Handspindel. Foto: cs |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 13. September 2011 +++
Kirmes in Melaune dreht sich erstmals um
das Mittelalter
Von Cornelia Schreiber
Alle Vereine ziehen mit. So
entsteht ein buntes Bild aus Historie und Gegenwart – zur Freude der
GästeMit Herbstblumen, Äpfeln, Kürbissen und anderem Erntegut putzen
Vereinsmitglieder und Einwohner zurzeit nicht nur die Kirmes heraus.
Erstmals findet sie im mittelalterlichen Gewand als historische Kirmes
statt. Einerseits steht ein authentisches Dorffest mit Unterhaltungsmusik,
Zauberei, Gaukelei, Frühschoppen und Preiskegeln auf dem Programm.
„Andererseits kann man eine Zeitreise ins 11. Jahrhundert unternehmen“,
sagt Diego Scholz vom Milzener-Verein. Am Fuße des Burgbergs, einer
slawischen Wallanlage, schlagen die Milzener ihre Zelte auf und halten
Handwerk zum Anschauen und Mitmachen sowie Kampfvorführungen wie im
Mittelalter bereit. Andrea Weise, Vorsitzende vom Heimatverein Döbschütz/Melaune
freut sich, dass die Kirmes diesmal von allen Vereinen und Initiativen als
besonderes Ereignis im Jahr gefeiert wird. Das zeigt auch, wie
Zusammenhalt im Ort funktionieren kann. Und so haben der Traditionsverein
der Feuerwehr, der Mittelalterverein „Die Milzener“, Heimatverein und
Blasmusikverein ein Programm rund um das Gelände am Eisstadion
organisiert, das viel Abwechslung verspricht. An beiden Tagen steht auch
das Vereinshaus „Alte Wassermühle“ mit Führungen offen. Wer sich ein Bild
von Melaune im 19. Jahrhundert machen möchte, bekommt in der dortigen
Dauerausstellung einen Einblick.
Am Sonnabend dreht sich alles um Familie. So wird unter anderem die
Jugendscheune eine Spielstrecke anbieten. Fürs Mittagessen sorgen die
Melauner Landfrauen.
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Katharina Tobias vom
Gemeindekirchenrat und Pfarrer Andreas Fünfstück schauen
in die Baupläne für das Obergeschoss. Nach dem
Wasserschaden im Februar soll auch die Pfarrerwohnung im
Obergeschoss wieder nutzbar gemacht und vermietet werden.
Fotos: SZ/Steffen Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 10. September 2011 +++
Barockes Pfarramt wird zum Wohnhaus
Von Steffen Gerhardt
Das Pfarrhaus in Buchholz soll wieder
als Wohnung genutzt werden. So sehen es die Baupläne vor, die sich die
Kirchgemeinde von der Görlitzer Architektin Karin Ritter anfertigen ließ.
Mit den Bauzeichnungen ist die erste Hürde genommen, um das durch einen
Wasserschaden leer stehende Gebäude wieder mit Leben zu erfüllen.
Denn nachdem eine gefräßige Ratte die Rohrisolierung verputzt hatte und
damit die Wasserleitung dem Frost aussetzte und zum Platzen brachte,
konnte in dem Haus nur noch das Büro der Kirchgemeinde genutzt werden. Mit
viel Eigenleistung, so Gemeindekirchenrätin Katharina Tobias, ging es
zunächst an die Schadensbegrenzung. Der Putz musste von den Wänden, der
nasse Lehm aus den Decken und für eine ständige Durchlüftung gesorgt
werden. Ein Gutachter hat in der Zwischenzeit den Schaden aufgenommen.
„Über die Höhe haben wir noch keine Kenntnis. Ebenso steht die Anerkennung
durch die Versicherung noch aus“, erklärt Katharina Tobias. Mit beidem
rechnen die Buchholzer in den nächsten Wochen.
Auch wenn die Schadenssumme dann feststeht, wird sie nicht ausreichend
sein, um das Pfarrhaus für wohnliche Zwecke wieder herzurichten. Für
Pfarrer Andreas Fünfstück ist das aber eine Notwendigkeit, damit das Haus
nicht leer bleibt. Dadurch, dass Pfarrstellen wegfallen und sich der
Pfarrer um mehrere Gemeinden kümmern muss, sinkt der Bedarf an
Pfarrerwohnungen. „Wir haben vier Pfarrhäuser in Arnsdorf, Buchholz,
Melaune und Nieder Seifersdorf. Aber nur eins wird als Pfarrwohnung
gebraucht“, rechnet Pfarrer Fünfstück vor. In Buchholz und Nieder
Seifersdorf stehen die Wohnungen leer. Das Pfarrhaus in Melaune beherbergt
seit einigen Jahren die Jugendscheune.
Damit zeigt sich ein Problem nicht nur in Vierkirchen, sondern im
gesamten Kirchenkreis. Im vergangenen Jahr erfolgte eine Bestandsaufnahme,
so Andreas Fünfstück. Im Gebiet des früheren NOL stehen zwar rund 30
Pfarrhäuser, aber es gibt nur 16 Planstellen für Pfarrer. Das heißt, die
Hälfte der Pfarrämter wird nicht mehr als Wohnung für den Gemeindepfarrer
genutzt. Das soll mit dem Buchholzer Gebäude nicht passieren.
Im Erdgeschoss wird wieder die Winterkirche in einem großen Raum und das
Büro der Kirchgemeinde untergebracht. Die Pfarrwohnung im Obergeschoss
soll vier Räume auf 130 Quadratmetern bieten. Ins Dachgeschoss, wo bisher
das Kirchenarchiv und zwei Pilgerzimmer waren, soll eine Ferienwohnung mit
40 Quadratmetern kommen. Sie hat einen eigenen Zugang, so sieht es die
Planung vor.
Weil das Haus unter Denkmalschutz steht, kann nicht alles umgebaut
werden. Die Treppe soll so bleiben, ebenso bestimmte Putze und auch die
Lehmdecken werden dem 300 Jahre alten Barockbau seinen Charakter
zurückgeben. Die Vier-Raum-Wohnung soll frei vermietet werden, sagt
Andreas Fünfstück. „Der Mieter muss sich aber mit der Kirche nebenan
arrangieren können, ebenso, dass er in einem öffentlichen Gebäude lebt“,
nennt der Pfarrer die Einschränkungen. Doch bevor es soweit ist, muss die
Kirchgemeinde noch rechnen, was mit den vorliegenden Bauangeboten auf sie
finanziell zu- kommt |
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Bleiben zurzeit auf ihren
selbst gezogenen Blumen sitzen: Margit und Norbert Pohl
von der Gärtnerei Fuchs in Döbschütz in einem ihrer
Gewächshäuser. Fotos: Jens Trenkler |
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 9. September 2011 +++
Straßenbauer wollen abgeschnittener
Gärtnerei in Döbschütz helfen
Von Daniela Pfeiffer
Weil ringsum gebaut wird, findet
derzeit kaum ein Kunde zur Gärtnerei Fuchs. Das Straßenbauamt will jetzt
Flyer drucken lassen.
Eine wirklich verfahrene Situation. Ganz
Arnsdorf ist eine Baustelle, nun hat auch im Nachbarort Döbschütz der
grundhafte Ausbau der S124 begonnen. Für Margit und Norbert Pohl, die in
Döbschütz die Gärtnerei Fuchs betreiben, ist das eine Katastrophe. Denn
kaum noch jemand findet zu ihnen. Erst gestern hat sich ein Ehepaar aus
Nieder Seifersdorf mühsam zu ihnen durchgekämpft. „Den normalen Weg über
die S 124 können sie ja nicht mehr kommen und dann sind sie auch noch in
Arnsdorf umhergeirrt“, sagt Chefin Margit Pohl. Würden sie die offizielle
Umleitung fahren, müssten sie von Nieder Seifersdorf nach Melaune und über
Reißaus, Reichenbach zurück nach Döbschütz. „Das macht kein Mensch“, so
Margit Pohl.
Seit zwei Wochen wird in Döbschütz gebaut, mehr als ein Drittel Umsatz
hat die Gärtnerei seitdem eingebüßt. Aber nicht nur das ist das Problem:
Das Ehepaar und seine vier Angestellten produzieren 90Prozent ihrer Waren
selbst, alles was jetzt nicht mehr an den Mann zu bringen ist – und zwar
frisch – landet auf dem Kompost. „Ich habe versucht, Kollegen zu
mobilisieren, ob sie uns nicht einen Teil unserer Blumen abnehmen, aber es
ist schwer“, so die Chefin. „Wenn das noch vier Monate so weiter geht,
wird mir himmelangst.“
Denn vier Monate soll der erste Bauabschnitt in Döbschütz dauern, wie
Thilo Wauer, Bauleiter der ausführenden Firma STL Löbau, sagt. Nach einer
Winterpause beginnt im Frühjahr 2012 der zweite Bauabschnitt, er geht bis
August.
Wauer hat jeden Einwohner, der Probleme hat, zum wöchentlichen Baurapport
eingeladen. Das Ehepaar Pohl ist der Einladung am Dienstag gefolgt und hat
seine Sorgen vorgetragen. „Wir wollen uns bemühen auf die Probleme
einzugehen“, sagt Thilo Wauer. Konkret heißt das, dass er sich beim
Landkreis um ein zusätzliche Ausschilderung bemühen will.
„Hinweisschilder, die Gewerbetreibende selbst anbringen, sind nämlich
eigentlich verboten“, erklärt er.
Auch ein Vertreter des Straßenbauamtes Bautzen, das für den Bau
verantwortlich ist, war beim letzten Baurapport dabei. Von hier können
Pohls ebenfalls Unterstützung erwarten. „Wir bereiten gerade Flyer vor,
die darauf hinweisen, dass die Gärtnerei Fuchs nach wie vor erreichbar ist
und die vor allem zeigen, wie man hinkommt“, sagt Andreas Biesold vom
Straßenbauamt Bautzen. „Wir sind ja auch dafür da, Probleme zu lösen,
insofern das in unserer Macht steht.“ 100Prospekte sind zunächst geplant –
sollte sich die Lage für das Gärtnerehepaar nicht entspannen, seien auch
weitere denkbar, so Biesold.
Die Prospekte werden direkt an die Gärtnerei übergeben, die für die
Verteilung selbst zuständig sein soll. „Wir hoffen, dass wir vielleicht
welche an die Gemeindeverwaltungen geben können, damit sie den
Dorfblättern beigelegt werden“, sagt Margit Pohl. Denn auf die Bewohner
von Melaune, Arnsdorf, Nieder Seifersdorf oder Prachenau sind Pohls
angewiesen. „Diese machen nahezu 90Prozent unserer Kundschaft aus, sie
kommen gezielt zu uns“, so Pohl. „Laufkundschaft haben wir kaum.“ |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 7. September 2011 +++
Nachrichten
Diebe entwenden Pumpen und Kabel aus
Werkstatt
Arnsdorf-Hilbersdorf. Zwischen Freitag und Montag sind Unbekannte in
eine Werkstatt in Hilbersdorf eingebrochen. Sie entwendeten zwei
Ölfass-Pumpen und zwei Starkstromverlängerungskabel. Außerdem fehlen 200
Liter Diesel aus dem Tank eines Radladers. Der Schaden beträgt 750 Euro.
(SZ) |
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Seit dieser Woche wohnt der
angehende Pfarrer Christoph Otto in seiner neuen Wohnung
im Arnsdorfer Schloss. In der Gemeinde Vierkirchen
absolviert der gebürtige Görlitzer ab 1.September
zweieinhalb Jahre lang den praktischen Teil seiner
Ausbildung. Foto: Pawel Sosnowski |
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 28. August 2011 +++
Bundespräsident ehrt 28-jährigen Görlitzer
von Daniela Pfeiffer
Die neue Wohnung im Arnsdorfer Schloss
ist noch nicht mal richtig bezogen, da geht Christoph Otto schon wieder
auf Reisen. Nach Berlin, ins Schloss Bellevue ist er eingeladen.
Bundespräsident Christian Wulff will dem gebürtigen Görlitzer heute die
Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik überreichen. Mit
nur 28Jahren eine so hohe Ehrung – das ist ungewöhnlich. Aber Ottos
ehrenamtliches Engagement für die Jugend in der Kirche ist
außergewöhnlich. „Mein Anliegen ist es, die Interessen der jungen
Generation in der Kirche zu stärken und politische Mitbestimmung zu
erreichen“, sagt er. „Gerade jetzt laufen viele Reformen, es ist wichtig,
dass die nächste Generation dabei ist.“
Dafür hat er selbst immer alles getan. Seit er mit 14Jahren der Jungen
Gemeinde der Kreuzkirche Görlitz beitrat, ging es steil bergauf. Die
Gremien, in denen er sich einbrachte, scheinen unzählbar:
Kreisjugendkonvent, Landesjugendkonvent, Landesjugendkammer der
Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz.
2006 wurde Otto Jugenddelegierter in der Synode der Evangelischen Kirche
Deutschlands. Als Wortführer erreichte er hier, dass der Kirchennachwuchs
mit angehört wurde. „Seit Gründung der Evangelischen Kirche war es immer
ein hartes Stück, überhaupt hinten am Katzentisch sitzen zu dürfen“,
berichtet Otto. „In den letzten drei Jahren haben wir da viel geschafft.“
Bis in europäische
Gremien
Von 2002 bis 2010 studierte Christoph Otto in verschiedenen Städten
Theologie. Sein ehrenamtliches Engagement führte er weiter. Sogar auf
europäischer Ebene hört man Otto inzwischen an – zum Beispiel als
Teilnehmer der Konferenz der Europäischen Kirchen.
„Die Zeit für diese Arbeit nehme ich mir. Ich will etwas tun, uns
voranbringen“, sagt er. Otto scheint dennoch zu denen zu gehören, die
nicht groß mit Erfolgen prahlen. Lieber viel machen als viel reden. „Die
Ehrung nehme ich stellvertretend für alle an, die sich engagieren.“ Das
ist alles, was er zur Bundesverdienstmedaille sagt. Nach seiner
Auszeichnung, die außer ihm nur 13weiteren Menschen zuteil wird, will er
gleich zurück nach Görlitz. „Schließlich ist Altstadtfest“, sagt er.
Außerdem will Otto die ganze Familie zum Essen einladen – „von meinem
ersten Gehalt“.
Die Bindung zur Heimat ist ihm wichtig – trotz oder gerade wegen der
zahlreichen Reisen, die er aufgrund seiner Mitgliedschaft in vielen
Gremien unternimmt. Seine Vikarstelle sollte eigentlich im Kreis Neuruppin
sein. Dorthin wollten Otto und seine Frau ungern. „Zum Glück gibt es die
Regelung, dass ich nicht weiter als 100Kilometer entfernt vom Arbeitsort
meiner Frau eingesetzt werden darf“, schmunzelt er. Und der ist Görlitz.
Seinen neuen Wohnort Arnsdorf muss Otto erstmal richtig kennen lernen.
Und eine geeignete Laufstrecke sucht er auch noch. Es passt zum ihm: Zehn
Kilometer läuft er, Halbmarathon auch – ein ganzer Marathon ist noch sein
Ziel. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 23. August 2011 +++
Gäste finden trotz Baustellen den Weg zum
Dorffest
Das Dorffest am Wochenende war trotz
Straßen-Baustellen gut besucht. „Wir hatten nicht weniger Gäste als in den
vergangenen Jahren“, sagt Ursula Kliem vom Sportverein. Die Gäste konnten
den Weg zum Sportplatz ohne große Probleme finden. Von der Autobahn, aus
Richtung Niesky und Nieder Seifersdorf hatte der Verein in Absprache mit
dem Straßenbauamt noch kurzfristig Hinweisschilder aufgestellt.
Besonders gut sei vor allem bei den Jugendlichen die Abendveranstaltung
am Freitag angekommen. Daran will der Sportverein anknüpfen und auch im
nächsten Jahr wieder eine solche Musikveranstaltung organisieren.
„Begeistert waren unsere Zuschauer ebenfalls von Aline Altmann aus
Königshain, die am Sonnabend Schlager präsentierte und von der
Timbersport-Veranstaltung“,sagt Ursula Kliem. Regionale Sponsoren und
zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen das Fest. Die Vorbereitungen
für 2012 haben bereits begonnen. (cs) |
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Gesperrt: Durch Döbschütz kommt man nicht nach Arnsdorf,
aber über den Heideberg (Bild 3 u. 4).
Fotos: Nikolai Schmidt
Auf dieser Luftbildaufnahme
sieht man auch gut die vielen kleinen Nebenstraßen in
Arnsdorf-Hilbersdorf. Auf diesen kommt man mit viel
Ortskenntnis auch zum Ziel. Aber die gesamte Hauptstraße –
die Arnsdorfer Straße – ist aufgrund der Bauarbeiten
gesperrt. |


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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 28. August 2011 +++
Arnsdorfer Straßenärger kurz vor dem
Dorffest
Von Cornelia Schreiber
Viele Arnsdorf-Hilbersdorfer sind
zurzeit richtig sauer. An der Ortsdurchfahrt wird gebaut, gleich an
mehreren Stellen. Das macht es auch den Einheimischen nicht leicht. Es ist
teilweise ziemlich schwierig, mit dem Auto von A nach B zu kommen. Die
gesamte Ortslage Arnsdorf-Hilbersdorf ist dehalb voll gesperrt und eine
Umleitungsstrecke ausgeschildert. Aber heute Abend geht das Dorffest auf
dem Sportplatz los. Und der ist nun auch nicht so gut erreichbar wie
sonst. Denn ausgerechnet jetzt ist die Kreisstraße nicht nur im Ort,
sondern auch noch auf dem Stück aus Richtung Melaune zu. Von der S122 bis
zur Einmündung in Richtung Sportplatz baut die Firma Nadebor Tief- und
Landeskulturbau GmbH aus Krauschwitz im Auftrag des Landkreises Görlitz.
Bis vor wenigen Tagen haben sich die Sportler ernste Gedanken gemacht, wie
die Festgäste den Platz erreichen können. „Von Nieder Seifersdorf aus
gelangt man über die kleine Ortsverbindung bis nach Arnsdorf zum
Kriegerdenkmal“, erklärt Jens Ziegler aus der Bauverwaltung des
Landratsamtes. Von hier aus ist die Straße bis zum Sportplatz frei. Und
auch aus Richtung Reichenbach kann man über die S 124 und den Abzweig nach
Heideberg an Ort und Stelle gelangen. Die Schleich- und Umwege muss man
aber kennen. An der Ausschilderung haben selbst Anwohner manches
auszusetzen: „Wer sich hier gar nicht auskennt, der blickt bestimmt nicht
durch“, sagt ein Arnsdorf-Hilbersdorfer. Denn die Schleichwege führen
teilweise über Feld und Flur. Jens Ziegler sieht das alles nicht ganz so
ernst: „Im Ort gibt es ja auch beiderseits der gesperrten Kreisstraße ein
richtiges Netz kommunaler Straßen und Wege, die den Einheimischen die
Zufahrt zu ihren Grundstücken oder anderen Zielen bietet.“ Die Kreisstraße
wird zurzeit aus Richtung Melaune auf rund 380 Metern grundhaft ausgebaut.
Die Tragfähigkeit der Fahrbahn hatte hier stark gelitten. Risse und
Unebenheiten wechselten sich ab. Zeitgleich werden im Ortskern in Richtung
Hilbersdorf die Gehwege an der Kreisstraße gemacht, Böschungen gesichert
und die Einfriedungen von Grundstücken wieder hergestellt. Das sind
weitere 950 Meter Baustelle.
Und parallel wurden auch die Stützwände zum Arnsdorfer Wasser erneuert.
Die Verkehrsfreigabe für den letzten Bauabschnitt , ebenfalls in Obhut des
Landkreises, ist für das Jahresende geplant.
Bis dahin müssen sich die Anwohner wohl oder übel mit der nicht ganz
einfachen Situation arrangieren. Sie wurden per Handzettel durch die
Straßenbaufirma zu den Einschränkungen informiert. Zufahrtswege für
Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge werden entsprechend den Bauabläufen
aufrechterhalten. Über die Zufahrtsmöglichkeiten zu den Grundstücken
können sich die Anwohner je nach Baufortschritt mit der Firma auch
einigen. Die Bushaltestelle am Ortseingang Arnsdorf bei Heideberg wurde
auf die parallel verlaufende Ortsverbindungsstraße verlegt. „Natürlich ist
das alles dringend notwendig“, sagt ein älteres Ehepaar. „Aber muss denn
gleichzeitig an so vielen Stellen gebaut werden?“ Das ist ja auch noch
nicht alles. In zwei Wochen wird Vierkirchen das Stück Gemeindestraße
zwischen dem Kriegerdenkmal und der Kirche sanieren lassen. Das bestätigt
Bürgermeister Horst Brückner. Dann gibt es noch eine Baustelle in
Arnsdorf. Und seit gestern baut das Straßenbauamt Bautzen in Döbschütz.
Aber Gäste des Dorffestes, die aus Richtung Reichenbach kommen, sollten
sich hier nicht abschrecken lassen. Die Zufahrt zum Sportplatz über
Heideberg ist offen. |
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Dieser litauische Bus durfte
nicht weiterfahren. Fotos: Polizei |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 11. August 2011 +++
Schrottbus sollte Jugendliche bis Madrid
bringen
von Daniela Pfeiffer
Vorerst in Görlitz endete am Dienstag
die Reise zum Weltjugendtag für 67 junge Leute. Ihr Bus erwies sich als
tickende Zeitbombe.Von außen sah der litauische Reisebus gut aus, als sie
jedoch unter das Fahrzeug sahen, bekamen die Beamten von Zoll und
Verkehrspolizei einen gehörigen Schreck: Die Karosserie sowie tragende
Teile im unteren Bereich des Fahrzeugs waren durchgerostet und an mehreren
Stellen durchgebrochen. Überdies stellte sich heraus, dass die Bremsen an
dem dreiachsigen Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von mehr als 22 Tonnen
fast keine Wirkung mehr hatten. Elektrische Kabel am Tank lagen unisoliert
frei. Sie wurden mit einem Gummistück hochgehalten, was eine erhebliche
Brandgefahr bedeutete. Die Batterie-Halterungen waren durchgerostet und
morsch.
Lebensgefahr für die Fahrgäste konnte nicht mehr ausgeschlossen werden.
Ein Sachverständiger deklarierte den Reisebus in seinem
Drei-Seiten-Mängel-Bericht als „verkehrsunsicher“. Dem Busfahrer wurde die
Weiterfahrt untersagt, das Fahrzeug sichergestellt. So endete die Reise
zum Weltjugendtag im spanischen Madrid für 67 litauische Jugendliche und
ihren Betreuer am Dienstag vorerst in Görlitz. Sie wurden glücklicherweise
von der Jugendscheune in Melaune aufgenommen. Heute früh soll für sie die
Reise weitergehen – mit einem Ersatzbus aus Litauen. (SZ)
Vierkirchen hilft bei Sanierung polnischer
Segelflugschule
Von Anja Hecking
Das ist über ein EU-Projekt möglich.
Vorbild ist die Wassermühle in Melaune.
Der
polnische Partner der Gemeinde Vierkirchen bringt mit Hilfe von
Fördermitteln für grenzüberschreitende Projekte die ehemalige
Segelflugschule in Jezów Sudecki (Grunau) in Ordnung. Das Gebäude wird
grundlegend saniert und ausgestattet und soll ähnlich wie die Alte
Wassermühle in Melaune als Begegnungszentrum bereitstehen. Ein weiterer
Vertrag zwischen der polnischen Kommune und der Sächsischen Aufbaubank
wurde im Mai abgeschlossen.
Vierkirchen ist dabei der deutsche Partner. Die Kosten belaufen sich auf
970000 Euro, rund 830000 Euro fließen aus dem Förderprogramm. In diesem
Rahmen planen Vierkirchen und die bei Jelenia Gora (Hirschberg) gelegene
polnische Kommune auch weiterhin kulturelle Veranstaltungen und Treffen.
Ein nächster Termin wird unter anderem die Kirmes mit dem Herbstmarkt in
Melaune sein. Es hat auch schon Tradition, dass die polnischen Partner
nach Vierkirchen kommen und hier die Gegend gemeinsam erkunden. Auch das
alljährliche, von den Arnsdorf-Hilbersdorfern initiierte Feuerwehr-Forum
mit den polnischen und tschechischen Partnerwehren (diesmal zum Thema
Feuerwehrtechnik) gehört dazu. Erstmals fand im Juni ein
grenzüberschreitendes Treffen von Jugendfeuerwehren in
Arnsdorf-Hilbersdorf statt. Für solche Kontakte soll auch die ehemalige
Segelflugschule künftig da sein. Sie wird Gästezimmer bereithalten, einen
Küchentrakt und Wirtschaftsräume, Bibliothek und Lesesäle, ein
Informatik-Labor, einen Kunstraum, einen Bereich für Luftraumtradition,
Tagungen und eine Mehrzweckhalle.
Für Jezów Sudecki erfüllt sich mit der Sanierung ein lang gehegter
Wunsch. Das Gebäude kann damit endlich in Zukunft wieder genutzt werden
und soll auch die Freundschaft mit Vierkirchen weiter beflügeln. (SZ/ah) |
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+++ Sächsische Zeitung,
Montag, 8. August 2011 +++
Radweg endet in der Kurve
Das soll geändert werden. Denn hier ist
die S 122 schwer einsehbar.
Die neue Ortsdurchfahrt in Melaune ist von der
Stadt Reichenbach als zuständiger Bauverwaltung und dem Straßenbauamt
Bautzen abgenommen worden. Bis auf kleine Restleistungen gab es keine
gravierenden Mängel.
Dennoch sind die Melauner nicht ganz zufrieden. Der Geh- und Radweg endet
abrupt linker Hand am Ortsausgang in Richtung Reißaus und zwingt Passanten
wie Radfahrer in der Kurve die Straße zu überqueren. Die Stelle ist hier
sehr schmal und die Kurve kann man ortsauswärts nur schwer einsehen.
Außerdem haben viele Autos hier oft noch reichlich Tempo drauf. Die Stadt
Reichenbach und das Straßenbauamt Bautzen bemühen sich diesbezüglich um
eine bessere Lösung. (SZ/sg) |
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Diego Scholz, der Vorsitzende
des Milzener-Vereins, arbeitet an einem Teil zur
Überdachung der Kegelanlage (im Hintergrund). Foto: cs |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 3. August 2011 +++
Melauner bauen mit viel Enthusiasmus
mittelalterlichen Spielplatz
Von Cornelia Schreiber
Zurzeit wird die Kegelanlage überdacht.
Fördermittel stehen nicht zur VerfügungEin Traum beginnt Gestalt
anzunehmen. Der Traum von einem in der Region einzigartigen Spielplatz in
mittelalterlicher Manier. „Bereits vor acht Jahren hat der Ortschaftsrat
Gestaltungsvarianten für einen künftigen Spielplatz neben dem Eisstadion
diskutiert“, sagt Diego Scholz. Ideen wurden im Rahmen der Dorfgestaltung
aufgegriffen und der Entwurf in Zusammenarbeit von Milzener- und
Heimatverein sowie Ortschaftsrat verfeinert. Der Vorsitzende des
Milzener-Vereins freut sich, dass nun mit den ersten Schritten begonnen
werden konnte. Die Überdachung einer Kegelanlage wird jetzt als Erstes
errichtet. Rund 20 Meter ist diese lang und entsteht in „Milzener-typischer“
Bauweise. Abgeschälte Rundhölzer finden ebenso Verwendung wie per Hand
einzeln aufgearbeitete Holzschindeln für die Bedachung. „An der Technik
feilen wir noch ein bisschen, denn sie ist sehr arbeits- und
zeitintensiv“, erzählt Diego Scholz.
Deshalb freut sich der Vereinsvorsitzende auch ganz besonders,
Unterstützung vonseiten der ODS GmbH Bautzen bekommen zu haben. Drei
Ein-Euro-Jobber helfen noch bis Oktober bei den Vorbereitungsarbeiten,
beseitigen Wildwuchs auf dem Gelände und bereiten Materialien auf. Im
Verein vor Ort sind 15 Mitglieder integriert, die alle bei den Bauarbeiten
mit anpacken.
„Der Spielplatz soll im Umfeld des Bodendenkmals „Merburg“ entstehen und
in das künftige Freilichtmuseum integriert werden“, sagt Diego Scholz.
Geplant sind neben der Überdachung der Kegelanlage auch ein Spielgelände
für die Jüngsten mit Miniaturblockhäusern samt Sandspielbereich, der
Nachbau eines slawischen Burgwalls zum Erklettern und Durchstöbern sowie
große Kriegerfiguren aus der Zeit des frühen Mittelalters.
Wann allerdings diese Bauarbeiten beginnen, steht noch nicht fest.
„Fördermittel und Geld vonseiten der Gemeinde gibt es nicht. Wir müssen
alles 100-prozentig selbst finanzieren“, sagt Diego Scholz. Der Verein
rechnet mit etwa 18000 Euro Gesamtkosten für den Spielplatz, zusätzlich zu
den Eigenleistungen. Erwirtschaftet werden soll das Geld durch
Veranstaltungen, Workshops, Präsentationen und Ganztagsschulangebote.
„Unser Hauptziel hier in Melaune ist die Rekonstruktion und Unterhaltung
eines slawischen Dorfes, in dem alle Lebensbereiche des 11.Jahrhunderts
wie Hausbau, Landwirtschaft, Handwerk und Handel greifbar dargestellt
werden“, erläutert Diego Scholz das Gesamtprojekt. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 3. August 2011 +++
Kiesvorkommen bei Tetta bald erschöpft
Tetta . In nicht weiter Nachbarschaft
vom Steinbruch Melaune, zwischen Buchholz und Prachenau, ist die Kiesgrube
Tetta in Betrieb. Die ebenfalls zum Unternehmen Pro Stein gehörende
Kiesgrube soll in den kommenden Jahren aufgegeben werden. Die
Unternehmensführung begründet den Schritt damit, da das zum Abbau
geeignete Kiesvorkommen zur Neige geht und eine weitere Erschließung zu
unrentabel sei. (SZ/sg) |
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Dynamo-Kicker Robert Koch gibt
Autogramme in Seifhennersdorf. Foto: rl |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 2. August 2011 +++
Dynamo-Torschütze trainiert mit
Oberlausitzer Kindern
Von Reginald Lassahn
Robert Koch besuchte das Sommercamp im
Querxenland. Die Kinder konnten Fragen stellen und bekamen Autogramme.
Vielleicht waren es ja die vielen guten
Wünsche der Fußballkinder, die Robert Koch am Sonnabend zum Pokalhelden
von Dynamo Dresden gemacht haben: Gegen Bayer Leverkusen schoss der
Oberlausitzer zwei Tore und trug damit zum 4:3-Sensationssieg der Dresdner
gegen Bayer bei. Die Campteilnehmer konnten am Fernseher ihren Eltern
stolz berichten: „Mit dem habe ich gestern trainiert.“
Kochs Besuch war für die Fußballkinder im Feriencamp des Fußballverbandes
Oberlausitz eine echte Überraschung. Robert Koch, der in Löbau geboren
wurde und noch immer im Landkreis Görlitz wohnt, war an seinem
trainingsfreien Tag bei seinen Eltern in Melaune. OFV-Vizepräsident Rainer
Böhm und Danilo Domschke, der zum elften Mal der Campleiter war, luden ihn
nach Seifhennersdorf ein.
Robert Koch sagte sofort zu. Er zeigte den 20jungen Fußballern aus der
Oberlausitz, Berlin, Brandenburg und Leipzig einige Tricks mit dem Ball,
so zum Beispiel den Übersteiger und den so genannten Ronaldo-Trick, und
übte mit ihnen den Torschuss.
In einer Fragerunde wurden ihm von den Kindern viele Fragen zu seiner
Entwicklung, seinen Plänen und Zielen, seinem Leben als Fußballprofi,
seiner Dynamomannschaft und seinen Lieblingsmannschaften gestellt.
Geduldig gab er Antworten. Anschließend verschenkte er Autogrammkarten,
schrieb Autogramme auf Bälle und Trikots, und ließ sich mit fast jedem
fotografieren.
Seit dreizehn Jahren ist es Tradition des Fußballverbandes Oberlausitz,
in den Sommerferien ein Feriencamp zu veranstalten. Im
Kindererholungszentrum Seifhennersdorf steht eine Woche lang vorwiegend,
aber nicht nur Fußball auf dem Programm.
Mit erfahrenen Trainern werden Übungseinheiten absolviert. Die
Landesligatrainer aus Görlitz, Fred Wonneberger, und Neugersdorf,
Christian Belger, waren ebenso zu Gast im Camp, wie der verantwortliche
Juniorenauswahltrainer des FVO, Thomas Markert. |
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Junge Christen gingen gestern
Morgen auf die Reise ins rumänische Nagygalambfalva. Foto:
Bernhard Donke |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend 30. Juli 2011 +++
Junge Christen helfen in Rumänien
Von Bernhard Donke
Die jungen Christen Stephan Liebig aus
Diehsa, Debora Hänel aus Särichen, Sophia Liebscher aus Wiesa und
Elisabeth Mucke aus Klitten sowie 14 weitere Jugendliche aus dem Landkreis
packten am Freitagmorgen ihre Sachen in einen Kleinbus, um wenig später
von der Jugendscheune Melaune aus zu einer Rüstfahrt nach Rumänien
aufzubrechen. Begleitet werden sie vom Jugendwart der Evangelischen
Jugendarbeit, Tobias Walzok, und Johanna Hänel. Die Reise geht über Prag
und Budapest bis ins rumänische Nagygalambfalva. Hier werden die Christen
beim Aufbau der evangelischen Jugendarbeit behilflich sein. Darüber hinaus
werden sie auch 14 erlebnisreiche Ferientage in Rumänien verleben. (bd) |
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Granitabbau im Steinbruch
Melaune: Im oberen Foto Blick in den Steinbruch und auf
den Kegelbrecher, der Granit zur Frostschutzschicht für
den Straßenbau verarbeitet. Einmalig ist der gelbe Granit,
der die obere Gesteinsschicht prägt. Die Mitarbeiter des
Orica-Sprengmittelbetriebes Sachsen, Kersten Wagner, Jens
Bähner (am Lkw) und Hermann Neubert (v.l.), bereiten die
Sprengung von 18000 Kubikmeter Gestein vor. Fotos:
SZ/Steffen Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 28. Juli 2011 +++
Berlin fährt ab auf gelben Granit aus
Melaune
Von Steffen Gerhardt
Der seit 1995 betriebene Steinbruch in
Melaune hat etwas Einmaliges: gelben Granit. „Das finden Sie nicht noch
einmal in Deutschland“, sagt nicht ohne Stolz Johannes Langer,
Geschäftsführer von Pro Stein. Der nächste gelbe Granit wird erst in der
französischen Bretagne abgebaut. Somit hält die in Ostsachsen mehrere
Steinbrüche betreibende Pro Stein am Standort Melaune fest. Bis ins Jahr
2035 wird hier der Granit gefördert, sagt der Plan. Eine Erweiterung in
der Fläche wird es derzeit aber nicht geben. Ursprünglich sollte der
Steinbruch in Richtung Königshain vergrößert werden. Pro-Stein-Chef
Johannes Langer begründet das damit, dass der Eigentümer der Fläche sie
nicht verkaufen will. Somit bleibt der Steinbruch in seinen Grenzen und
wird sich in Richtung des ehemaligen Arnsdorfer Steinbruchs bewegen und
mehr in die Tiefe gehen. Jetzt befindet sich die untere Sohle in rund 40
Metern Tiefe.
Werkleiter Hans-Reiner Maiwald kennt den großen Bedarf an dem „gelben
Material“: „Wir brechen den Granit zu Splitten in unterschiedlichen
Größen, die in Betonplatten oder im Straßenbelag ihre Anwendung finden.“
Vor allem auf den Baustellen in den europäischen Großstädten kommt der
gelbe Granit aus Melaune zum Einsatz. So fahren die Berliner und ihre
Gäste auf Asphaltstraßen, die mit dem Melauner Splitt durchmischt sind.
Im Jahr werden zwischen 300000 und 500000 Tonnen Granit aus dem
Steinbruch gefahren. Das erfolgt mit Lkws. Splitte und Schotter sind die
bevorzugten Baumaterialien, die im Steinbruch gleich auf die notwendige
Größe gebrochen werden. Dabei, so Hans-Reiner Maiwald, ist das Werk von
der Bauwirtschaft abhängig. „Gegenwärtig ist die Abnahme verhalten, das
zieht erst zum Herbst wieder an und hält bis Weihnachten an“, ist die
Erfahrung des Werkleiters. Somit spüren auch die Mitarbeiter im
Steinbruch, wie der staatliche Fördermechanismus funktioniert, und dass
der Großteil der Bauvorhaben erst in der zweiten Jahreshäfte umgesetzt
wird. Somit schwankt die Zahl der Mitarbeiter. Stellen über den Winter nur
zwei Kollegen den Betrieb sicher, so arbeiten acht Beschäftigte in der
Hochsaison. Dabei sind die Melauner auch ein Großlieferant für polnische
Abnehmer.
„Nach dem Bau der Autobahn auf deutscher Seite waren wir auch beim Bau
des polnischen Teilstückes der A4 gefragt und sind jetzt dabei, wenn in
Polen die Fördergelder der EU verbaut werden“, so der Werkleiter. Das
bestätigt auch Geschäftsführer Johannes Langer. Nicht ohne Grund unterhält
sein Unternehmen ein Vertriebsbüro in Poznan. „Es ist schon so, dass
Deutschland mehr Baustoffe nach Polen liefert als umgekehrt. Hinzu kommt,
dass unsere Granitprodukte von höherer Qualität sind als es die polnischen
Vorkommen erreichen“, so Johannes Langer. Damit hat sich das Unternehmen
inzwischen auch im Nachbarland einen Namen gemacht. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 20. Juli 2011 +++
Abwasserverband zieht im Herbst um
VIERKIRCHEN/WALDHUFEN. Der Umzug
der Geschäftsstelle des Abwasser-Zweckverbandes Schwarzer Schöps in die
neuen Räume in Sproitz hat sich verzögert. Verbandschef Horst Brückner
sagt, dass nach der Fusion der beiden Altverbände Schwarzer Schöps und
Schöpstal zu Jahresbeginn 2011 das Hauptaugenmerk auf dem laufenden
Geschäft gelegen habe. „Jetzt ist es unser Ziel, im Herbst umzuziehen.“
Seit der Fusion arbeiten vier statt zwei Mitarbeiter in der
Geschäftsstelle. Sie und die umfangreichen Akten sollen in das frühere
Kita-Gebäude einziehen. Die jetzigen Räume des Verbandes soll die
Sproitzer Feuerwehr künftig nutzen. (SZ/tt) |
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Sächsische Zeitung, Dienstag, 19. Juli 2011 +++
Pilgerzug macht in Melaune und Reichenbach
Halt
VIERKIRCHEN/REICHENBACH. Der „Pilgerzug der Kinder auf der Via Regia“
macht am 21. Juli in Buchholz und Melaune sowie am 22. Juli in Reichenbach
Station. In Vierkirchen werden die Kinder von den Milzenern nach
mittelalterlicher Manier empfangen. Dort werden die Mädchen und Jungen ihr
Übernachtungslager aufschlagen.
In Reichenbach findet von 13 bis 15 Uhr
auf dem Marktplatz ein Kulturprogramm statt, zu dem alle Interessenten
recht herzlich eingeladen sind. Zu sehen gibt es da jedenfalls eine ganze
Menge: Schulkinder aus allen Städten und Orten nahe der Via Regia und
darüberhinaus machen bei dem Pilgerzug mit, der am Sonntag in Schmochtitz
gestartet ist. Die Kinder sind im Tross vieler Pferdefuhrwerke,
„Edelleute“, Handwerker und Künstler nach historischer Manier des
Mittelalters unterwegs bis nach Görlitz. In Bautzen, Reichenbach und
Weißenberg werden Kulturprogramme gezeigt.
Der Ferienpilgerzug ist Begleitprogramm der 3. Sächsischen
Landessaustellung. Initiator ist das Kinder- und Jugendkomitee der
Volkshochschule Görlitz. (cs).
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Ein Hinweisschild vor dem Kindergarten
Melaune. Seitdem die Ortsdurchfahrt der S122 durch Melaune fertig ist,
plädiert der Kinderkreis Vierkirchen für ein Hinweisschild „Vorsicht
Kinder!“ an der Kita. Darüber wurden jetzt Gemeinderat und Bürgermeister
informiert. Ein Verkehrsschild soll es
aber nicht sein. (SZ/sg) |
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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 18. Juli 2011 +++
Pilgerreise durch die Lausitz verbindet
Wandern und Musik
Görlitz/Leipzig. Landesausstellung „Via Regia“, Pilgern und Musik –
das wird bei einer Pilgerreise durch die Lausitz und Sachsen/Thüringen
miteinander verbunden. Ab 30. Juli geht es dabei auf 450 Kilometern von
Görlitz in Sachsen bis Vacha in Thüringen. Tagsüber laufen die Teilnehmer
zwischen zehn und 30Kilometer lange Strecken, zum Beispiel von Görlitz
nach Buchholz oder auch von Bautzen nach Kamenz. Abends sind
Konzertbesuche des MDR-Musiksommers geplant.
Laut Veranstalter Reise Mission Leipzig, können Interessierte auch an
einzelnen Etappen teilnehmen. Die Nachfrage sei bislang groß. Zum Auftakt
ist ein Besuch der dritten Sächsischen Landesausstellung „Via Regia“
angedacht. (ihg)
www.reisemission-leipzig.de
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Polizeibericht
Unfallfahrer lässt Verletzte liegen
Vierkirchen. Am frühen Sonnabendmorgen,
gegen 3.30 Uhr, erfasste ein bislang unbekanntes Fahrzeug auf der Straße
zwischen Buchholz und Melaune eine 25-jährige Frau, die sich auf dem
Nachhauseweg befand. Sie erlitt dabei schwere Verletzungen. Statt sich um
die Verletzte am Straßenrand zu kümmern und Hilfe zu rufen, verließ der
Fahrzeugführer die Unfallstelle in unbekannte Richtung.
Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche
Hinweise zum Unfall oder zum Fahrzeug machen können, sich an das
Polizeirevier Görlitz ( 03581 650524) oder an eine andere
Polizeidienststelle zu wenden. (SZ/tbe) |
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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 16. Juli 2011 +++
Gemeinsam arbeiten, aber nicht heiraten
WALDHUFEN/VIERKIRCHEN. Die beiden Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen
wollen weiterhin nur kooperieren und sich nicht zusammenschließen
Die Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen
kooperieren auf verschiedenen Gebieten. Ein Beispiel ist die gemeinsame
Nutzung von Technik der beiden Bauhöfe, ein zweites die Grundschule. Beide
Gemeinden haben mit Horst Brückner auch den selben Bürgermeister. An eine
Gemeindeehe sei deshalb aber nicht gedacht, sagt Horst Brückner in der
jüngsten Ratssitzung in Thiemendorf.
Das versteht der Waldhufener Abgeordnete Bernd Ballast nicht. Er sieht in
dieser Kooperation „kleine Tippelschritte“ zur Gemeindefusion und will
wissen, was gegen einen großen Schritt spricht. „Der ist nicht gewollt“,
sagt der Bürgermeister, auch persönlich kein Befürworter großer Gemeinden.
Viele Kommunen, vor allem im Süden Deutschlands, würden mehr über
Kooperationen als Zusammenschlüsse machen. Das sei auch in seinen Augen
der richtige Weg, denn dadurch werde die lokale Struktur erhalten. Auch
die aktuellen Verwaltungsstrukturen sprechen gegen eine Fusion, erklärt
Dirk Beck, Vorsitzender des Verwaltungsverbandes Diehsa. Vierkirchen sei
Teil der Verwaltungsgemeinschaft Reichenbach, Waldhufen im Diehsaer
Verband.
Aufgekommen ist die Diskussion im Rahmen der Vereinbarung zu den
Reisekosten des Bürgermeisters. Bei Dienstreisen gibt es auch
Überschneidungen, sei es beim Abwasser- oder auch Trinkwasserzweckverband.
In solchen Fällen trägt Waldhufen die Hinfahrt, Vierkirchen die Rücktour.
(SZ/tt) |
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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 15. Juli 2011 +++
Nachrichten
Kirchstraße kann gebaut werden
Von Steffen Gerhard
Vierkirchen. Die Baufirma Osteg wird in Arnsdorf die Kirchstraße neu
bauen. Der Gemeinderat erteilte der Zittauer Firma den Bauauftrag, weil
sie mit rund 70000 Euro das preiswerteste Angebot abgab. Der Baubeginn ist
Anfang September. (SZ/sg).
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Warum sich ein langer Prozess gegen den
Tagebau anbahnt
Von Annett Preuß
GEBELZIG/BUCHHOLZ. In erster Instanz
sind drei vom Landverlust bedrohte Bürger gescheitert. Nun brauchen sie
langen Atem und finanziellen Rückhalt.
Das Verwaltungsgericht Dresden hat die Klage
der Gebelziger abgewiesen, die im Falle eines Grauwacke-Tagebaus Grund und
Boden verlieren würden (SZ berichtete). Die drei Betroffenen geben nicht
auf. Die SZ sagt, wie es weitergeht:
Welche Schritte gehen die Landwirte als nächstes?
Das Verwaltungsgericht macht den Landwirten weitere rechtliche Schritte
von vornherein schwer. So deutet ihr Rechtsbeistand, der Dresdner
Fachanwalt für Verwaltungsrecht Siegfried de Witt, das Urteil. Die Kläger
können nicht einfach ihr Anliegen vor der nächst höheren Instanz, dem
Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen, vortragen. Das muss das Gericht erst
zulassen.
Das heißt: per extra Antrag. Die drei Gebelziger haben dafür grünes Licht
gegeben – mit finanzieller Rückendeckung der Gemeinde Hohendubrau für den
einen Privatmann unter den Klägern. Das sagt Bürgermeister Hans-Hermann
Zschieschank auf SZ-Nachfrage. „Bisher hat die Gemeinde alle Verfahren
auch kostenmäßig mit getragen.“ Die Kanzlei bereitet den Antrag zurzeit
vor, so die Auskunft.
Was wollen die Kläger erreichen?
Sie wollen, dass die Bewilligung des Oberbergamtes Freiberg für den
Gesteinsabbau widerrufen und geltendes Bundesbergrecht durchgesetzt wird.
Das heißt: Dann gehört ihnen nicht nur der Boden, sondern auch die
darunter liegenden Bodenschätze. Ein Abbau der Grauwacke wäre dann nicht
mehr oder nur mit ihrem Ja möglich. Das ist per Gesetz seit 1996 auch in
den ostdeutschen Ländern so geregelt.
Warum könnte das ein Gerichts-Marathon werden?
Der Rechtsanwalt hofft zwar, dass das OVG das Verfahren zügig betreiben
wird. „Schließlich können die Richter hier eine Grundsatzentscheidung
treffen, die auch für viele andere vergleichbare Fälle von Bedeutung sein
dürfte.“ Es gebe jedoch keine gesetzlichen Fristen. Wird die Berufung
nicht zugelassen, bleibt als letzter Schritt die Beschwerde vor dem
Bundesverfassungsgericht.
Wie sehen betroffene Landwirte ihre Lage?
André van Leeuwen, der Betreiber des Milchguts, hat keine Illusionen. Er
sagt: „Recht kriegt, wer Durchhaltevermögen hat.“ Also auch finanziellen
Rückhalt. Die Verzögerung ziele darauf, die Grundeigentümer in die Knie zu
zwingen.
Warum zweifeln Bürger an gleichem Recht?
Unter den 40 Hektar Ackerland
lagern 50 Millionen Tonnen Gestein. Denis Riese von der Bürgerinitiative
Pro Gebelzig hat berechnet, was ein Grundeigentümer im Falle des Abbaus im
Westen bekommen würde: „50 Cent je geförderter Tonne plus den Preis für
das Land, in der Summe mehr als 25 Millionen Euro.“ Die Eigentümer im
Osten würden dagegen mit etwa 200000 Euro abgespeist werden und zumindest
teilweise die Grundlage ihrer Existenz verlieren.
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Neben der Arbeit für das
Krankenhaus-Projekt des Vereins LaHfA in Singida,
unterrichteten Naemi und Manuel Sydow (im Foto links) die
drei Kinder der Arztfamilie Albrecht mit deutschen
Lehrstoff in einem typisch afrikanischen Schulbau. Fotos:
privat |
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Verein baut neue Krankenstation in Afrika
Von Steffen Gerhardt
Ferienhofbesitzer Martin Leubner konnte
jetzt gute Freunde bei sich in Buchholz begrüßen: Naemi und Manuel Sydow
waren zwei Tage zuvor auf deutschem Boden wieder gelandet. Das junge Paar
kehrte von einem fast einjährigen Hilfseinsatz in Singida, zentral in
Tansania gelegen, zurück. Sie nahmen das Hoffest bei Leubners zum Anlass,
um über ihren Einsatz und die Erlebnisse zu berichten. Denn sie halfen
mit, dass sich die medizinische Versorgung für die Einheimischen
verbessert, und zwar über den christlichen Verein LaHfA. Im Vorstand ist
auch Martin Leubner vertreten. „Love and Help for Africa hat sich zur
Aufgabe gemacht, sich mit dieser Liebe vor allem für die Menschen in
Ostafrika einzusetzen und ihnen Entwicklungshilfe vor Ort sowie
finanzielle und materielle Förderungen zu geben“, sagt der Familienvater
über die Ziele.
Mit diesen Verein sind Naemi und Manuel Sydow nach Tansania gekommen. Der
Verein organisierte zwar alles, aber die finanzielle Grundlage mussten
sich die beiden selbst schaffen. „Also warben wir für das Projekt und
suchten uns Spender und Sponsoren, die uns den Aufenthalt erst möglich
machten“, berichtet die gebürtige Görlitzerin. Ihr Mann stammt aus dem
hessischen Siegbach. Beide wohnen jetzt in Weigersdorf.
Projekt für mehrere
Jahre
In Tansania waren sie nicht die einzigen Lausitzer, denn das Projekt des
LaHfA-Vereins läuft schon über mehrere Jahre. Zusammen mit der EAGT
Utemini Church ist der Verein gegenwärtig an zwei Projekten beteiligt: Dem
Betreiben einer kleinen Krankenstation und dem Bau eines neuen
Krankenhauses, einem Health Center, beides in Singida. Dort praktiziert
seit einem Jahr das Arztehepaar Katharina und Jens Marcus Albrecht aus
Weigersdorf mit deutschem und tansanischem Personal. Ende Oktober 2010
wurde das Team durch die Krankenschwestern Esther Leubner und Katharina
Zaunik sowie Praktikant Julius Döhler verstärkt. Esther Leubner ist die
älteste Tochter von Martin Leubner und sie ist noch bis September in der
Krankenstation tätig. Über den Werdegang des Projektes informierten sich
Leubners im Februar, wo sie die Ferien für eine Reise nach Tansania
nutzten.
Chirurg und Vereinsgründer Jens Marcus Albrecht lebt mit Frau und vier
Kindern in Singida. Der Jüngste, Noah, hat das erste Schuljahr schon im
Mai begonnen. Seine Geschwister haben die Klassen 6, 7 und 9 hinter sich.
Sie besuchen keine afrikanische Schule, sondern werden von einer Hamburger
Fernschule unterrichtet. Die beiden Sydows waren für sie die Lehrer vor
Ort. „Das war unsere Hauptaufgabe, aber da mittags mit dem Unterricht
Schluss war, haben wir uns mit in die Krankenstation eingebracht“, erzählt
die 24-jährige ausgebildete Erzieherin. Ihr Mann, der gelernte
Informatiker, kümmerte sich auch um das Netzwerk der neuen Krankenstation
und richtete dort die Datenbank ein.
Dass ein neues Krankenhaus gebaut wird, ist der Tatsache geschuldet, dass
die erst zum Jahresende eröffnete Krankenstation eine neue Bleibe braucht,
da der Hauseigentümer die Miete kräftig angezogen hat. Also wurde im Mai
vergangenen Jahres mit dem bereits seit 2007 geplanten Bau eines
nachträglich erweiterbaren Krankenhauses auf Kirchenland begonnen. „Doch
als die ersten Fundamente gelegt waren, kam die Polizei und schnitt ein
Stück unseres Baugrundstückes ab. Es wird für eine neue Straße gebraucht,
hieß es“, erinnert sich der 27-Jährige Manuel Sydow an die unliebsame
Überraschung zwischendurch. Da hieß es Umplanen mit dem Resultat, dass ein
mehreckiges Haus gebaut wird, das zwei Arztzimmer, Labor, Warteraum und
Arzneimittelausgabe beinhaltet.
Im Herbst wieder
nach Afrika
Gebaut wird es mit den Afrikanern. Rund 42000 Euro sind als
Materialkosten veranschlagt und sollen als Spenden kommen. Auf dem
Heimflug erreichte Sydows die gute Nachricht, dass die Fundamentplatte
fertig ist und nun darauf das Haus errichtet werden kann. Auch wenn Naemi
und Manuel Sydow in Gedanken oft in Tansania sind, so wollen sich beide in
Deutschland erst einmal einen Job suchen. „Dennoch zieht es uns wieder
nach Singida! Unsere Vorstellung ist, dass wir im Oktober erneut dorthin
reisen und das Projekt weiter unterstützen“, merkt Naemi Sydow an.
Mehr zum Verein und Projekt: www.lahfa.de |
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+++ Sächsische
Zeitung, Donnerstag, 14. Juli 2011 +++
Hortbus kostet die Eltern das Doppelte
Von Steffen Gerhardt
Der Sonderbus bringt auch im neuen Schuljahr die Kinder nach Hause. Für
die Eltern wird es aber teurer, entschied der Gemeinderat.
Der Bus, der die Kinder aus dem Hort der
Grundschule in Nieder Seifersdorf nach Vierkirchen zurück- bringt, fährt
auch im neuen Schuljahr. Nur müssen dafür die Eltern nicht mehr zehn Euro
pro Kind im Monat bezahlen, sondern das Doppelte, 20 Euro. Das entschied
der Gemeinderat mit einer Gegenstimme am Montag in seiner Sitzung.
Vorangegangen war eine heftige Diskussion um das Für und Wider dieser
Bustour für die Schüler. Bürgermeister Horst Brückner sprach davon, dass
die Eltern kein automatisches Anrecht auf den Bus haben. „Es ist eine
freiwillige Leistung der Gemeinde, dass die Kinder wieder nach Hause
kommen.“
Die Gemeinde hatte ein entsprechendes Angebot von einem Fuhrunternehmen
aus Nieder Seifersdorf vorliegen, das kostengünstig die Busheimfahrt
anbietet. Aufgeschlüsselt waren die Kosten (noch mit zehn Euro
Elternbeitrag) nach den mitfahrenden Schülern – ob es 12, 20 oder 30 sind.
Für die Gemeinde blieb da ein monatlicher Kostenbetrag zwischen 715 und
535Euro.
Viel Geld, wenige
Kinder
Auslöser für den höheren Elternanteil war, dass die Gemeinde auf den
Buskosten im vergangenen Jahr fast alleine sitzen geblieben ist. 12000
Euro hat sie insgesamt ausgegeben, wobei zum Schuljahresende nur noch elf
Kinder diesen Bus nutzten. Das brachte der Gemeinde gerade mal 110 Euro im
Monat ein. „Die Gemeinde kann das Risiko nicht alleine tragen, zumal sie
keine Planungssicherheit hat, wenn es keine Kündigungsfristen für das
Nutzen des Hortbusses gibt“, sagte Gemeinderätin Christine Nicht. Sie
plädierte dafür, dass die Busfahrt auch in den Betreuungsverträgen für den
Hort mit festgeschrieben wird.
Dem folgte der Gemeinderat in seinem Beschluss, dass die Eltern sich für
ein Schulhalbjahr für oder gegen den Bus zu entscheiden haben. Selbst hat
die Gemeinde ihren Kostenanteil auf 6000 Euro im neuen Schuljahr
festgeschrieben.
Dass der Hortbus notwendig ist, betonten zwei Familienväter aus Prachenau.
Wenn die Eltern ganztägig arbeiten sind, bleibt für die Kinder nur die
Heimfahrt mit dem Bus. Und je mehr Kinder mitfahren, umso billiger wird es
nicht nur für die Gemeinde, sondern kann es unterm Strich auch für die
Eltern wieder werden |
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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 8. Juli 2011 +++
Ein Jahr gemeinsame Grundschule
Von Steffen Gerhardt
WALDHUFEN/VIERKIRCHEN. Die Lehrer und ihre 138 Schüler haben sich
eingelebt und wollen ihre neue Schule nicht mehr missen.
Heute bekommen die 138 Grundschüler aus
Vierkirchen und Waldhufen ihre Jahresabschlusszeugnisse in ihrer neuen
Schule. Seit einem Jahr lernen sie gemeinsam im sanierten Schulhaus am
Kirchsteig in Nieder Seifersdorf.
Für Schulleiterin Elfi Koch war das erste Schuljahr im neuen Haus ein
gutes. „Der Schulbetrieb ist normal verlaufen. Schüler und Lehrer haben
sich schnell zusammengefunden. Die Lehrerschaft arbeitet gut zusammen,
zumal wir uns schon aus der Zeit der beiden Grundschulen in Jänkendorf und
Buchholz kennen“, sagt Elfi Koch. Das bekamen die Lehrer sogar Schwarz auf
Weiß, denn im Mai attestierte ihnen das Sächsische Bildungsinstitut nach
seiner Qualitätskontrolle in der Schule ein gutes Miteinander im
Schulalltag.
Begehrt sind bei den Mädchen und Jungen die Ganztagsangebote, die über
handwerkliche Beschäftigung, Sport, Lernen, Schreiben, Singen bis zur
Feuerwehr reichen. Schon mit der bisherigen Klasse 1 ist die Schulleitung
dazu übergegangen, gemischte Klassen zu bilden. Demnach sitzen auch bei
den beiden neuen ersten Klassen Schüler aus Waldhufen und Vierkirchen
wieder auf einer Schulbank.
2,5 Millionen Euro hat die Gemeinde in den Umbau der früheren
Mittelschule investiert. Inzwischen ist das bisher größte Waldhufener
Bauprojekt auch finanztechnisch unter die Lupe genommen worden. Weil auch
Fördermittel der Europäischen Union zur Finanzierung beigetragen haben,
war jetzt eine Prüferin des Finanzministeriums sowohl im Gemeindeamt als
auch beim Verwaltungsverband Diehsa. Sie hat alle Rechnungen kontrolliert,
sagt Heike Hübner vom Bauamt. Sorgen muss sich die Gemeinde nicht. Nach
Aussage der Prüferin habe sie nichts Schwerwiegendes gefunden, der
Gemeinde aber einige Hinweise gegeben. (mit SZ/tt.) |
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Der Schein trügt. Die Orgel
sieht zwar äußerlich gut aus, muss aber dringend saniert
werden. Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe in Buchholz
überzeugten sich bei ihrer ersten Zusammenkunft von den
nötigen Arbeiten. Die Orgel ist 88 Jahre alt.Foto: B.
Donke |
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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 6. Juli 2011 +++
Buchholzer fürchten um ihre Orgel
Von Bernhard Donke
Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit der
dringend nötigen Sanierung. Nächster Schritt ist ein Gutachten.
Mit Sorge sehen die Buchholzer
Gemeindekirchenräte der Evangelischen Kirchgemeinde den Zustand ihrer
Orgel im Gotteshaus entgegen. Seit 88 Jahren versieht die Königin der
Musikinstrumente ihren Dienst bei allen kirchlichen Veranstaltungen. Doch
in den vergangenen 20 Jahren machen sich auch Verschleißerscheinungen an
der Orgel deutlich bemerkbar. Die werden von den Gemeindemitgliedern mit
Sorge beobachtet.
Denn die Orgel darf bei kirchlichen Veranstaltungen wie Gottesdiensten,
Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen und Beerdigungen nicht fehlen. Außerdem
wollen die Mitglieder der Kirchengemeinde auf ein wohlklingendes und
zuverlässiges Musikinstrument nicht verzichten. Deshalb wurde jetzt auf
Initiative des Gemeindekirchenrates eine Arbeitsgruppe
„Kirchenorgelsanierung“ gebildet. Die Mitglieder haben sich bereits
getroffen. Das hat ihre Befürchtungen aber nur noch bestätigt. „Ja, wir
sind wirklich in großer Sorge um den Zustand unserer Orgel“, sagt Sonja
Leubner, die der Arbeitsgruppe angehört. Die Arbeitsgruppe will sich nun
fachlichen Rat holen und hat ein Gutachten angeregt. Sobald dieses
Gutachten vorliegt, wollen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe wieder
treffen. Das soll in der vierten Augustwoche passieren.
Vom Gemeindekirchenrat wurde die Restaurierung der Orgel inzwischen an
die erste Stelle auf einer Liste mit dringenden Arbeiten innerhalb der
Kirchengemeinde gesetzt. „Wir würden unseren Nachfahren sicher etwas
schuldig bleiben, wenn wir so ein Traditionsinstrument wie unsere Orgel
nicht erhalten“, sagt Katharina Tobias vom Gemeindekirchenrat.
Die Orgel muss einfach wieder in einen gut funktionierenden Zustand
versetzt werden. Der Gemeindekirchenrat und die Mitglieder der
Arbeitsgruppe hoffen dabei auch auf die Unterstützung der Buchholzer
Bevölkerung, denn die Sanierung wird einiges kosten |
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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 1. Juli 2011 +++
Nachrichten
Tagesmutter soll Förderung für Ausstattung
bekommen
Arnsdorf-Hilbersdorf. Anett Queißer möchte mit Hilfe von
Fördermitteln in die Ausstattung ihrer Tagespflegestelle investieren. Sie
arbeitet seit 2009 als Tagesmutter und hat dafür einen Bereich auf dem
Drei-Seit-Hof der Familie hergerichtet. Der Jugendhilfeausschuss hat die
Bereitstellung von rund 2380 Euro beschlossen. Bedingung dabei ist, dass
der Landkreis 216 Euro davon übernehmen kann. Der größere Posten wird aus
Bundesmitteln bestritten. (SZ/ah). |
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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 30. Juni 2011 +++
Im Juli wird an der Kirchstraße gebaut
Die Gemeinde Vierkirchen setzt den Straßenbau in Arnsdorf fort. Wie
Bürgermeister Horst Brückner den Gemeinderat informierte, soll die
Ortsdurchfahrt (S122) in Arnsdorf bis Ende Juli fertiggestellt sein.
Gegenwärtig erfolgen noch Arbeiten auf dem Teilstück zwischen Denkmal und
dem Abzweig nach Königshain. Dass die mit dem Landkreis neu gebaute Straße
fertig wird, ist Voraussetzung, um die Kirchstraße zu sperren und mit der
Sanierung zu beginnen. Am 1. Juli soll die Submission für die Kirchstraße
erfolgen, so Horst Brückner, und der Bau noch im Juli beginnen. Geplante
Fertigstellung der Straße zwischen Denkmal und Kirche ist der 1.November.
(SZ/sg).
Polizeibericht
Frischwasserpumpe von Firmengelände
gestohlen
Vierkirchen. Vom Gelände einer Recyclingfirma im Vierkirchener
Ortsteil Arnsdorf haben Unbekannte in der Nacht zum Dienstag eine 30
Kilogramm schwere Frischwasserpumpe gestohlen. Die Täter hatten dazu den
Versorgungsschlauch abgeschraubt und das Stromkabel durchschnitten. Die
6000 Euro teure Pumpe befand sich in einem Steinbruch, etwa 15 Zentimeter
unter Wasser. (SZ) |
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Bürgermeister Horst Brückner (rechts) gehörte am Sonntag
mit zu den ersten Besuchern . Foto: B. Donke |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 28. Juni 2011 +++
Gutes für die Gesundheit
Von Constanze Junghanß
Die neue Ausstellung in den Kirchenlogen zeigt die Fürsorge um die
Gesundheit in früherer und heutiger Zeit.
„Gesundheitsfürsorge – gestern und heute“ heißt die neue Ausstellung in
den Logenräumen der Buchholzer Kirche. Am Sonntag nach dem Gottesdienst
eröffnete Katharina Tobias, Vorsitzende des Christlichen Kulturvereins
Buchholz und Gemeindekirchenrat, in Anwesenheit einer großen Anzahl von
Besuchern diese Ausstellung. Sie wurde liebevoll und mit viel Engagement
von Sonja Leubner und Kerstin Ender zusammengetragen und gestaltet. Die
beiden Frauen zeigen sehr anschaulich und übersichtlich die Historie und
Gegenwart der Gesundheitsfürsorge in Deutschland und Buchholz-Tetta.
Neben Aufzeichnungen und Schriftdokumenten sind viele Dinge zu sehen, die
einst die Vorfahren für den Erhalt ihrer Gesundheit nutzten, heute aber
oft bei Jüngeren für Staunen und manchmal auch ein Lächeln sorgen. (bd)
Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 18Uhr in den Logenräumen der
Buchholzer Evangelischen Kirche geöffnet.
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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 24. Juni 2011 +++
Ein Jahr neue Grundschule wird gefeiert
Von Annett Preuß
Mit einer Summe von rund 2,5 Millionen
Euro ist der Umbau für Waldhufen ein gewaltiges Projekt gewesen. 130
Schüler schätzen das
Seit einem Jahr lernen 130 Grundschüler aus
Vierkirchen und Waldhufen gemeinsam im sanierten Haus am Kirchsteig in
Nieder Seifersdorf. Das wird am Freitag, dem 24. Juni, mit einem
Grundschulfest gefeiert. Los geht es um 17.30 Uhr. Schulleiterin Elfi Koch
sagt, was Kinder, aber auch Eltern erwartet: „Alle Ganztagsangebote werden
sich vorstellen.“ Darüber hinaus sind viele kleine Angebote vorbereitet,
die von der Hüpfburg bis zum Basteln reichen. „Auch der Sportbund
unterstützt uns“, so die Schulleiterin.
Inzwischen ist das bisher größte Waldhufener Bauprojekt auch
finanztechnisch unter die Lupe genommen worden. 2,5 Millionen Euro hat die
Gemeinde in den Umbau der früheren Mittelschule investiert und im vorigen
Jahr abgerechnet. Weil auch Fördermittel der Europäischen Union zur
Finanzierung beigetragen haben, war jetzt eine Prüferin des
Finanzministeriums sowohl im Gemeindeamt als auch beim Verwaltungsverband
Diehsa. Sie hat alle Rechnungen kontrolliert, sagt Heike Hübner vom
Bauamt. Darüber hinaus wurde stichpunktartig überprüft, ob sich die
Gemeinde an die Richtlinien bei der Vergabe von Bauleistungen gehalten
hat. Sorgen muss sich die Gemeinde nicht. Nach Aussage der Prüferin habe
sie nichts Schwerwiegendes gefunden, der Gemeinde aber wertvolle Hinweise
geben können, so Heike Hübner. Zum Beispiel hat Waldhufen bisher den
Verbrauch von Bauwasser und Strom durch die Baufirmen erst bei der
Schlussrechnung abgezogen. Richtig wäre, das immer wieder bei
Abschlagsrechnungen zu tun. Der Grund: Die EU würde sonst den Wasser- und
Stromverbrauch vorfinanzieren. Das ist nicht erlaubt. Heike Hübner: „Das
wird nicht die letzte Prüfung gewesen sein.“
Grundschulfest „Ein Jahr Grundschule Nieder Seifersdorf“ am 24. Juni ab
17.30 Uhr in Nieder Seifersdorf, Kirchsteig.
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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 23. Juni 2011 +++
Vierkirchen lehnt den Steintagebau ab
Von Steffen Gerhardt
Neben der Lärmbelastung droht auch ein
Absinken des Grundwasserspiegels.
Parallel zur Bürgerversammlung am
Montag in Gebelzig (die SZ berichtete gestern), hat sich am selben Abend
der Gemeinderat Vierkirchen mit dem geplanten Festgesteinstagebau in
Gebelzig beschäftigt. „Wir bleiben dabei, dass wir das Vorhaben ablehnen“,
sagte Bürgermeister Horst Brückner in Bezug auf den bereits 1997 gefassten
Gemeinderatsbeschluss. Einstimmig folgte der Gemeinderat am Montagabend
der Ablehnung.
Auf Vierkirchener Flur ist vor allem Buchholz betroffen. Von dem
Abbaugebiet werden ein Wohnhaus und ein Wochenendhaus Nachteile bekommen.
Aber nicht nur das. Auch die Wasserversorgung ist gefährdet. „Die beiden
Häuser, ein weiteres Wohngrundstück und ein Stall versorgen sich mit
Brunnenwasser. Durch die zu erwartende Grundwasserabsenkung ist die
Trinkwasservesorgung für diese Grundstücke gefährdet“, nannte Horst
Brückner einen weiteren Ablehnungsgrund.
Dazu kommt, dass die vorbeiführende Autobahn bereits für Belastungen bei
den Bewohnern sorgt. Auch die Pflanzungen als Ersatzmaßnahmen, die im
Nachgang zum Bau der Bundesautobahn 4 geschaffen wurden, werden von dem
Tagebau unmittelbar berührt und in ihrer Wirkung beeinträchtigt,
kritisiert die Gemeinde. Nicht zu vergessen, dass in dem Gebiet
Vierkirchen und Hohendubrau bereits Tagebaue existieren, in denen Kies,
Ton und Granit gefördert werden.
Durch ihre Betreibung hat sich gezeigt, dass neben der Lärmbelastung ein
Absinken des Grundwasserspiegels nicht ausbleibt. Getroffene
Gegenmaßnahmen haben bisher keine beziehungsweise nur geringe Wirkung
gezeigt, so die Erfahrung der Gemeinde. Nicht zu unterschätzen sind die
von den Steinsprengungen ausgehenden Erschütterungen, die vor allem den
Häusern zusetzen und ihren Wert mindern.
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 22. Juni 2011 +++
Jugendfeuerwehr hält Kontakt zu Nachbarn
Von Steffen Gerhardt
Zum ersten Mal kommt die Jugendfeuerwehr aus der Partnergemeinde Jezow
Sudecki nach Arnsdorf.
Es begann mit einer Hundertjährigen: Als die Feuerwehr
Arnsdorf-Hilbersdorf 2003 ihr 100-jähriges Bestehen feierte, nahmen daran
auch erstmals Feuerwehrleute aus dem polnischen Jezow Sudecki (Grunau)
teil. Die Gemeinde unweit von Jelena Gora (Hirschberg) ist die
Partnergemeinde von Vierkirchen. Mit den Jahren entwickelte sich eine
feste Freundschaft beider Feuerwehren – und diese soll sich nun auf die
Jugendfeuerwehren beider Gemeinden übertragen.
Reinhold Kosan, stellvertretender Wehrleiter, möchte mit diesem Treffen
eine neue Qualität in die Partnerschaft mit den Polen bringen. „Wir wollen
erst einmal klein anfangen. Die Jugendlichen sollen sich und unsere
Gemeinde kennenlernen“, sagt er zum Anspruch des ersten Treffens. Dieses
findet dieses Wochenende in Arnsdorf statt.
Zwölf Jungen und Mädchen zählt die Jugendfeuerwehr von Vierkirchen, die
Sohn Marko Kosan leitet. Von polnischer Seite werden ebenso viele junge
Leute erwartet. Ob das zwei gleichstarke Teams sind, wird sich am
Sonnabendnachmittag zeigen. Denn dann will der deutsche und polnische
Nachwuchs seine Kräfte und seine Schnelligkeit bei den
Feuerwehrwettkämpfen messen.
Untergebracht sind die Gäste in Zelten am Feuerwehrhaus in Arnsdorf. „Das
hat bei uns eine feste Tradition, denn für unsere Jugendfeuerwehr
veranstalten wir jedes Jahr zu den Sommerferien ein Zeltlager“, erzählt
Reinhold Kosan. Für die Vierkirchner sind das immer abenteuerliche Tage,
die sie im Dienst der Feuerwehr erleben können. Das gleiche soll nun den
Polen geboten werden. Darüber hinaus werden sie die Technik der Arnsdorfer
zur Brandbekämpfung kennenlernen und eine Fahrt durch die Gemeinde
Vierkirchen unternehmen. Was sich aus dieser ersten Begegnung entwickelt,
ist noch offen.
Aber die Erwachsenen haben es schon vorgemacht, zumal die deutschen und
polnischen Feuerwehrleute auch mit der tschechischen Partnergemeinde
Paseky nad Jizerou eng zusammenarbeiten. „Ein fester Bestandteil ist dabei
unser jährliches Feuerwehrforum, das in diesem Jahr im Mai in Vierkirchen
stattfand“, berichtet Reinhold Kosan. Dieses Mal stand die
Feuerwehrtechnik im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches..
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 18. Juni 2011 +++
Bürger lehnen sich erneut auf
Von Annett Preuß
Am Montag findet eine Bürgerversammlung
gegen den Gesteinsabbau statt. Die Einspruchsfrist endet.
Noch in einem Kilometer Entfernung ist der
Staub des Steinbruchs Pließkowitz nordöstlich von Bautzen zu riechen. „So
wie dort wird es auch bei uns werden, wenn wir uns nicht wehren“, sagt
Denis Riese, Sprecher einer Bürgerinitiative, die sich seit mehr als drei
Jahren gegen den geplanten Tagebau der HWO Hartsteinwerke Ostsachsen am
Ortsrand von Gebelzig wehrt.
Nun geht es darum, die Leute wieder wachzurütteln. Nächste Woche endet
die Frist für schriftliche Einwendungen. 220 Bürger haben das vor drei
Jahren schon einmal getan. Eine hoch liegende Messlatte, nachdem
Oberbergamt und Abbaufirma auf Zeit gespielt haben. „Leicht wird das
nicht“, sagt Riese. Er habe oft das Argument vom Rechtsanspruch der Firma
zu hören bekommen. „Der Einzige, der keinen hat, ist der Bürger.“
Der Zynismus gipfele in der Aussage eines leitenden Mitarbeiters des
Oberbergamts Freiberg, wonach „Sprengerschütterungen lediglich subjektive
Wahrnehmungen“ seien. Das macht Denis Riese dann wieder wütend. Er
schreibt Bürgerinformationen, Briefe an Politiker, aktualisiert den
Internetauftritt und informiert als Abgeordneter auch den Gemeinderat.
Bürgermeister Hans-Hermann Zschieschank versucht parallel, überregionale
Medien auf die Sorgen der Menschen aufmerksam zu machen. Er ist an den MDR
und das ZDF herangetreten. Zur Bürgerversammlung Montag sind auch die
Vertreter im Land- und Bundestag eingeladen. Der Landkreis Görlitz
unterstützt die Gemeinde. Er will dem Verfahren nicht vorgreifen, aber
Kreisentwickler Holger Freymann sieht auch jetzt keinen Bedarf für einen
neuen Steinbruch in der Region, sagt der Amtsleiter. Das sehen die
Betroffenen ebenso.
Bürgerversammlung: 20. Juni, 19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Gebelzig. |
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Bürgermeister Horst Brückner (rechts) gehörte am Sonntag
mit zu den ersten Besuchern . Foto: B. Donke |
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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 15. Juni 2011 +++
Schlossherr behält sein Anwesen
Von Constanze Junghanß
Verwundert sind Sylke und Thomas Rößler
über zwei Anzeigen im Internet: Ihr Wasserschloss in Döbschütz steht dort
für 1,5 Millionen Euro zum Verkauf. Allerdings wollen Rößlers gar nicht
wegziehen und das rund 1000 Jahre alte Bauwerk nicht abgeben. Jetzt
jedenfalls nicht mehr. Die Gedanken an eine Veräußerung standen aber schon
einmal. „Ursprünglich wollten wir das Schloss tatsächlich verkaufen“, sagt
Thomas Rößler. Grund dafür war, dass das Ehepaar gegen eine belastende
Situation kämpfen musste und auch weiter muss: Der Schlossherr ist sehr
schwer erkrankt.
„Wir haben uns nun doch entschieden, hier wohnen zu bleiben“, sagt der
Hausherr. Letztendlich soll der jetzt 24-jährige Sohn das idyllische
Anwesen einmal erben. Den Vertrag mit dem beauftragten Makler für den
zuerst geplanten Verkauf hat Familie Rößler nach eigenen Angaben
schriftlich und rechtzeitig gekündigt.
Dass das Objekt seit dem 25. Mai im Internet zum Verkauf steht,
verwundert das Ehepaar. Damit beauftragt wurde das Immobilienbüro von
Alexander Graf. Auf Nachfrage der SZ, sagte Alexander Graf, dass er sich
nicht ganz sicher ist, ob die Kündigung des Vertrages zum 24. Mai oder zum
24. Juli erfolgte. Da er bis zum 20. Juni im Urlaub ist, konnte er mit
Rößlers noch nichts klären. „Die entsprechenden Unterlagen kann ich von
meinem Urlaubsort nicht einsehen. Wir werden das Problem aber gleich nach
der Urlaubszeit mit Familie Rößler lösen“, verspricht der Makler.
Die Familie Rößler kaufte diesen, aus dem 12.Jahrhundert stammenden
Adelssitz als ihr Traumanwesen 2001 von der Gemeinde Vierkirchen. Für sie
und ihre Besucher ist es wichtig zu wissen: Hier geht es weiter! Denn das
Wasserschloss ist nicht nur ihre Wohnung. Im historischen Gemäuer können
Gäste übernachten. Kürzlich wurde eine weitere Ferienwohnung für bis zu
vier Personen fertig gestellt. Zwei Gästezimmer laden im
rustikal-gemütlichem Ambiente zum Verweilen und Übernachten ein.
Sylke und Thomas Rößler haben in ihrem Schloss ein weiteres Vorhaben
verwirklicht, das auch ihre Gästen besuchen können: 2003 begannen sie mit
dem Aufbau eines Spielzeugmuseums. Jeden Sonntag öffnet das Museum von 11
bis 17 Uhr seine Pforten. Eintauchen können Besucher hier in eine
Kindermärchenwelt mit Sandmann und weiteren bekannten Figuren. Dazu sind
Puppen, uralte Tretautos und eine antike Ritterburg ausgestellt. Und noch
ganz andere Schätze hat der Hausherr mit seiner Frau im Kulturdenkmal
entdecken können: Ein 1000 Jahre altes Originalfenster unter dem Putz
wurde ebenso gefunden, wie Schriftzüge von 1590 an der Wand. Dazu kommt
eine Rotunde, ein kleiner Rundbau, der wahrscheinlich ehemals als Kapelle
genutzt wurde. Spannend für Außenstehende ist das Wasserschloss allemal.
„Wir haben jährlich einschließlich der Besucher zum Tag des offenen
Denkmals rund 1000 Gäste“, freut sich Thomas Rößler.
Interessenten werden gebeten, sich telefonisch vorher anzumelden unter
035827 78486..
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Initiatorin Anette Fünfstück
mit einem Rucksack. Foto: C. Junghanß |
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 10. Juni 2011 +++
Ausstellung über Pilgern und vergessene
Gegenstände
Von Constanze Junghanß
Socken, Hosen, Rucksäcke sind Hinterlassenschaften von Christen auf
Pilgerfahrt. Diese „Fundstücke“ werden in der Kirche gezeigt.
Socken, eine Brille, Handtücher und
selbst eine Wäscheleine und eine Hose haben Pilger in Arnsdorf
zurückgelassen. Einige der Gegenstände wurden vergessen, andere als
unnötiger Ballast bei der evangelischen Pfarrgemeinde zurückgelassen.
Diese „Fundstücke“ werden ab Pfingstmontag im Logenraum der Kirche
gezeigt.
Doch nicht nur diese persönlichen Gegenstände sind bei der neuen
Ausstellung zum Thema „Pilgern entlang der Via Regia“ zu entdecken. Im
Gotteshaus und in der Loge der Kirche wird in Wort und Bild zur Geschichte
des Pilgerweges des Hl. Jakob und über den Sinn des Pilgerns informiert.
Anette Fünfstück und Helfer haben mit dem Verein für Kirchenbau und
Dorfgeschichte viel Spannendes zum Thema zusammengetragen. Hintergrund
dafür ist einerseits die Landesausstellung in Görlitz. „Andererseits
übernachten in unseren beiden Arnsdorfer Herbergen auf dem Pfarrhof
jährlich bis zu 350 Pilger“, erzählt Fünfstück.
Die Wallfahrer tragen in Gästebücher ihre Geschichten, Gedanken und
Gebete ein. Ein Teil dieser Sammlung persönlicher Worte wird ebenso zu
entdecken sein, wie Naturaufnahmen und Dokumente. Allein in der Kirche
informieren sieben Tafeln zur Historie, sechs weitere Tafeln befassen sich
mit Glaubensthemen wie Heilssuche, Loslassen können oder Ankommen.
Informativ aufgearbeitet wurde von dem ehrenamtlichen Team auch jede Menge
Hintergrundwissen und Tipps von und für die Pilger. So ist zu erfahren,
dass Frauen bei ihrem Weg nach Santiago de Compostela maximal neun, Männer
bis zu elf Kilogramm Gepäck mit sich führen sollten.
Anette Fünfstück hat über eine Pilgerin recherchiert, die ihren Rucksack
genau berechnete: zwei T-Shirts wiegen bei ihr 300, der Schlafsack 800 und
der Rucksack 1600 Gramm. Speis und Trank führen die Pilger nur in ganz
geringen Mengen mit sich. Deshalb gibt es in Arnsdorf auch die
„Trockenverpflegungsboxen“ auf dem Pfarrhof. Enthalten sind Kaffee, Kekse
und Knäckebrot und Schnellsuppen für die Tasse. Außerdem ist der
Kühlschrank stets gefüllt. „Fast täglich kommen Pilger einzeln oder in
Gruppen bei uns vorbei“, sagt Fünfstück. Das Ensemble der Offenen Kirche
würde geschätzt. Und mit der neuen Ausstellung richten sich die Macher
auch an ihre Pilgergäste und alle anderen Besucher.
Die Ausstellung in der Kirche Arnsdorf wird am Pfingsmontag nach dem
9-Uhr-Gottesdienst eröffnet. Sie kann täglich von 10 bis 20 Uhr besichtigt
werden. Der Eintritt ist frei.
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 7. Juni 2011 +++
Geheimnis um Riesenstuhl lüftet sich im
Landkino
Von Constanze Junghanß
Es ist wieder Kinozeit auf dem Pfarrhof. Die
Zahl 13 spielt im Vorfilm eine Rolle.
Der selbst gedrehte Vorfilm des
Arnsdorfer Landkinoteams ist im Kasten (SZ berichtete). Gezeigt wird er
beim Sommerfilmprogramm in der Kinoscheune auf dem Pfarrhof ab diesem
Freitag. Doch nicht nur Filmklassiker, Märchen, Komödien und Dramen werden
präsentiert. Das Landkino-Team konnte eine weitere Attraktion auf den
Pfarrhof lotsen: Ein fast fünf Meter hoher Riesenholzstuhl ist neben dem
Scheuneneingang unübersehbar aufgebaut. Vereinsvorsitzende Andrea Gloger
sagt, was es damit auf sich hat: „Unser Vorfilm handelt von der Zahl 13,
viele denken dabei an den Filmklassiker ,Die dreizehn Stühle‘. Unser 13.
Stuhl wurde passend zum Thema von unserem Unterstützer Gerd Wiedmer aus
Niederseifersdorf gebaut.“ Probesitzen konnten jetzt 25 Landkinohelfer.
Der Stuhl lädt aber noch ganz andere Menschen zum Verweilen ein. „Für
einige Abende haben wir Vertreter aus dem kulturellen, medizinischen,
wirtschaftlichen und politischen Bereich eingeladen, die zu regionalen
Fragen den Besuchern Rede und Antwort stehen“, sagt Pfarrer Andreas
Fünfstück. Für die Aktion angesprochen wurden beispielsweise Landrat Bernd
Lange, Landskron-Brauereichefin Katrin Bartsch und Ärzte, die im Dorf
wohnen. Der Riesenstuhl schreibt noch eine weitere Geschichte. Nach der
Kinosaison soll er dem Kinderkreis, der die beiden Kindergärten in
Arnsdorf und Melaune betreibt, übergeben werden.
Donnerstag, 19.30 Uhr, musikalische Weinverkostung am Vorabend des
Landkinostarts. Freitag, Start mit „Der Kahn der fröhlichen Leute“ (Defa,
1949). Bis 1. Juli täglich außer dienstags und donnerstags Landkino auf
dem Pfarrhof ; Programm im Internet unter
www.landkino-arnsdorf.de
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Die alte Slawensiedlung am
Burgberg in Melaune existiert nicht nur in den Köpfen des
Milzener Vereins. Diego Scholz kann eine Menge über die
bereits laufenden Projekte erzählen. Dass die Gemeinde
hier jetzt Land gekauft hat, ist für den Verein auch ein
Bekenntnis dazu. Foto: C. Junghanß |
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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 26. Mai 2011 +++
„Jetzt legen wir mit der Slawensiedlung
los“
Von Constanze Junghanß
Jahrelang haben sich die Verhandlungen
zwischen der Gemeinde Vierkirchen und der Bodenverwertungs- und
-verwaltungsgesellschaft um einen Teil des Burgbergs in Melaune
hingezogen. Nun kann die Gemeinde Land kaufen. Der Burgberg ist ein
Flächendenkmal. Er war einst von den Slawen besiedelt worden. Mit
finanzieller Unterstützung der Milzener kauft Vierkirchen zwei Flurstücke
für 4800 Euro. Der Verein plant mit der Kommune einen Natur- und
Geschichtslehrpfad. Das passt zur Idee des Freilichtmuseums. SZ sprach mit
Milzener-Chef Diego Scholz.
Herr Scholz, haben Sie jetzt einen Grund, um zu jubeln?
Ja, für uns war das ein lange verfolgtes Ziel. Das nun alles geklappt hat,
darüber freuen wir uns natürlich außerordentlich. Die Gemeinde ist der
beste Garant dafür, dass der Burgberg als Bodendenkmal geschützt und
genutzt werden kann. Die Gemeinde bekennt sich mit diesem Schritt auch ein
Stück weit zu diesem Projekt.
Warum hat das denn so lange gedauert?
Der BVVG als Nachfolgerin der Treuhand gehören die Flächen. Das Prozedere
war langwieriger als gedacht, die Verkaufsverhandlungen gestalteten sich
schwierig. So ist das nun mal.
Und hier wollen Sie ein Freilichtmuseum für slawische Frühgeschichte
aufbauen?
Das wird am Fuße des Burgbergs passieren. Bevor hier jedoch ein erstes
Haus gebaut werden kann, ist ein Bebauungsplan notwendig. Der kostet den
Verein nahezu 10000 Euro. Ziel ist, bis nächstes Jahr die planerischen
Voraussetzungen für eine solche Siedlung zu schaffen. Etwa fünf kleine
Höfe mit Wohnbereich und Nebengelass sollen gebaut werden, um die
Besiedlung im 11. Jahrhundert nachzustellen. Vorbild dafür ist die
slawische Mittelaltersiedlung Tornow in der Niederlausitz. Der Kauf der
Grundstücke für den Lehrpfad ergänzt das Ganze.
Woher nimmt der Verein denn das Geld dafür?
Wir müssen uns das alles selbst erarbeiten. Denn so viel steht fest: Wir
bekommen dafür keine finanzielle Förderung. Bei zahlreichen
Veranstaltungen ist der Verein mit dabei. Da haben wir Einnahmen. Außerdem
haben wir feste Partner, die uns buchen: Schulklassen zählen ebenso dazu
wie Projekte im Rahmen der Erwachsenenbildung. Wir vermitteln anschaulich,
praktisch und theoretisch das Leben der Milzener im frühen Mittelalter.
Wie sieht das konkret aus?
Wir führen den Schulklassen und Erwachsenengruppen vor, wie im frühen
Mittelalter gelebt und gearbeitet wurde. Wie zeigen zum Beispiel, wie die
Menschen geschmiedet, Fladen gebacken, Löffel geschnitzt, Textilien und
Schuhe hergestellt und Bogen gebaut haben. Diese Workshops laden nicht nur
zum Zuschauen ein, die Teilnehmer sollen mitmachen.
Und wie steht es mit den Projekten für Schulklassen?
Die laufen nach wie vor. Schulprojekte vor Ort bieten wir genauso an wie
das jährliche Wendenlager im September. Schulen aus Görlitz und Weißwasser
sind regelmäßig in Melaune zu Gast. Die Vereinsarbeit wurde zusätzlich
darauf konzentriert, Partnerschaften mit Museen im In- und Ausland zu
pflegen und aufzubauen. Ziel dabei ist auch, die nötigen Mittel für unser
ehrgeiziges Projekt zusammen zu bekommen und unsere pädagogische Kompetenz
zu erweitern.
Was steht in nächster Zeit an?
Bei der Landesgartenschau 2012 in Löbau sind wir mit dabei – im Grünen
Klassenzimmer. Die Ganztagsangebote mit der Schule in Ebersbach (im
Oberland) laufen. Wir besuchen Schulen mit unseren Projekten, unter
anderem das Görlitzer Annengymnasium. Außerdem feiern wir im Oktober unser
zehnjähriges Vereinsjubiläum in Melaune mit einem Fest. Unter anderem wird
es da öffentliche Workshops und Vorträge geben.
Gespräch: Constanze Junghanß. |
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Denis Riese |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 24. Mai 2011 +++
Bürgerinitiative startet Webseite
Von Bernhard Donke und Annett Preuß
Mitstreiter beraten über Vorgehen im Kampf
gegen drohenden Gesteinsabbau.
Die Bürgerinitiative Pro Gebelzig will
möglichst viele Menschen mobilisieren, ihr Recht auf Einsichtnahme in die
ergänzenden Planungsunterlagen für den geplanten Grauwacke-Tagebau
wahrzunehmen. Diese liegen bis zum 8.Juni öffentlich aus. Vor allem
Berufstätige schließe das von vornherein aus, kritisiert Denis Riese, der
Sprecher der Initiative. Deshalb bemühen die Mitstreiter sich darum, die
Einwohner direkt zu informieren. Dem ersten Handzettel ist bereits ein
zweiter gefolgt – als Antwort auf die Tatsache, dass nur handschriftliche
Aufzeichnungen nach persönlicher Einsichtnahme erlaubt sind.
Nach dem Oberbergamt Freiberg hat auch der Geschäftsführer der HWO
Hartsteinwerke, Martin Westermann, einen entsprechenden Antrag der
Gemeinde Hohendubrau abgelehnt. Am Freitagabend nun wurde über die
wichtigsten Erkenntnisse nach Sichtung der Planungsunterlagen informiert:
Das Kartenmaterial ist veraltet, die Wohnbebauung nicht berücksichtigt,
die Vernichtung des Lebensraumes gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
spielt keine Rolle.
49 Einwohner folgten der Einladung der Bürgerinitiative Pro Gebelzig, um
sich über den Stand ihres Aufbegehrens gegen den geplanten Gesteinsabbau
zu informieren. Gleichzeitig wollten sie ihren Unmut gegenüber der
schleppenden Bearbeitung ihrer Einsprüche kundtun.
Für Denis Riese zeigte die große Anzahl der Bürger, die an der gut
zweieinhalbstündigen Versammlung teilgenommen haben, dass der Widerstand
gegen den geplanten Gesteinsabbau in Gebelzig und Umgebung ungebrochen
ist.
http://bergbau.hohendubrau.org
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Andrea von Wiedebach (links)
und Anett Miethe haben in der Kirche Arnsdorf einen Baum
mit den Namen der Täuflinge und der Verstorbenen
aufgestellt. Foto: C. Junghanß |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 21. Mai 2011 +++
Kein Mensch soll mehr einsam sein
Von Constanze Junghanß
Es ist wieder Kinozeit auf dem Pfarrhof. Die
Zahl 13 spielt im Vorfilm eine Rolle.
Besuchsdienste in der Gemeinde“ war
kürzlich Thema des Ältestentages der Gemeindekirchenräte Arnsdorf/Nieder
Seifersdorf. Neben den Gottesdiensten gibt es hier bereits eine sehr
lebendige Gemeindearbeit. Gemeinsame Frühstückskreise, Frauenhilfe,
Mittwochsandachten gehören ebenso dazu, wie Kindernachmittage. Doch es
gibt den Wunsch, noch aktiver zusammen zu leben.
„Das heißt, wir müssen uns auch gegenseitig besuchen und nicht nur
warten, dass viele zu uns in die Gemeinde kommen“, sagt Pastorin Hanke.
Eine Gemeinschaft, die füreinander da ist, soll nicht nur auf dem Papier,
sondern real existieren. Das findet auch Anett Miethe. Bei ihr laufen im
Pfarrbüro alle Informationsdrähte zu den Besuchsdiensten zusammen. „Wir
wollen etwas gegen die immer kälter werdende Gesellschaft und gegen
drohende Einsamkeit der Menschen unternehmen“, sagt die junge Frau. Ideen
dafür gibt es viele. Als erstes umgesetzt wird in diesem Jahr das
persönliche Begrüßen von Menschen, die neu in die Gemeinde gezogen sind.
„Außerdem möchten wir Familien und Mütter besuchen, die ein Baby bekommen
haben“, s agt Gemeindekirchenrätin Andrea von Wiedebach. Gezwungen wird
dazu natürlich niemand. Deshalb fragen die Helfer im Vorfeld erst einmal
nach, ob der Besuch gewünscht wird.
Melden können sich bei Anett Miethe aber auch alle diejenigen, die
Besuchsdienste übernehmen oder gern selbst Besuch von Gemeindemitgliedern
bekommen möchten. Denn die Ideen für die Zukunft reichen noch weiter: Der
Gemeindekirchenrat hat sich überlegt, Menschen zu begleiten, die einsam
und voller Trauer sind. Für Menschen dazusein, die wegen
Arbeitsüberlastung keine Möglichkeiten mehr sehen, noch für das kirchliche
Leben Termine wahrzunehmen. Allein gelassen werden sollen ebenso
diejenigen nicht, die wegen körperlicher Beschwerden nicht mehr den Weg
zur Kirche oder zum Gemeindehaus schaffen.
Dafür braucht es viele tatkräftige Unterstützer. Die Ideen der
Kirchengemeinde stießen schon auf offene Ohren. Einige Mitglieder haben
bereits signalisiert, mitzumachen“, freut sich Andrea von Wiedebach. Für
die Helfer, die über den Inhalt der Gespräche bei den Besuchen der
Schweigepflicht unterstehen, soll es Besuchsdienstseminare vor Ort geben.
Eine solche Form der gelebten Gemeindearbeit ist nicht von einem Tag auf
den nächsten aus dem Boden zu stampfen. Schritt für Schritt wird künftig
aus dem Bisherigen aufgebaut und Neues dazukommen.
„Uns geht es nicht darum, Menschen zu missionieren“, sagt von Wiedebach.
Vielmehr sei es eine christliche Grundaufgabe, für den Nächsten dazusein.
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 19. Mai 2011 +++
Nachrichten
Vierkirchen. Der Gemeinderat hat den
Verkauf eines Grundstücks in Arnsdorf-Hilbersdorf beschlossen. Das über
1300 Quadratmeter große Grundstück wird für 10 000 Euro veräußert. Es ist
mit einem denkmalgeschützten Gebäude bebaut. Es gab mehrere Interessenten,
die das alte Gebäude abreißen und einen Neubau errichten wollten. Deshalb
stellte die Gemeinde einen Abrissantrag bei der Unteren
Bauaufsichtsbehörde des Landkreises. Dieser Antrag wurde durch die
Bauaufsicht genehmigt. (cj) |
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 13. Mai 2011 +++
Landkino ist reif für ein Buchkapitel
Von Constanze Junghanß
Der neue Kurzfilm für die Kinosaison
ist fertig. Das Projekt erhält Anerkennung.
Die Zahl 13 steht beim diesjährigen
Landkinofilm im Vordergrund. Die Dreharbeiten sind vor kurzem zu Ende
gegangen. „Es ist bereits der zwölfte Kurzfilm, den das Landkinoteam in
Eigenregie mit Hilfe von Kameramann Rolf Sondershaus gedreht hat“, sagt
Andrea Gloger vom Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte. Für das
Landkinoteam ist die 13 also keine Unglückszahl.
Vielmehr soll mit der Ziffer ein ganz besonderer Bezug zum Ort
hergestellt werden. So viel darf schon verraten werden: 13 Stühle und
Sitzgelegenheiten spielen ebenso eine Rolle wie Häuser in Arnsdorf,
Thiemendorf und Hilbersdorf. Der Kurzfilm unter dem Titel „Jetzt schlägts
13“ feiert am 10. Juni Premiere und ist in der Landkinosaison jeweils
montags vom 1. August bis zum 12. September zu sehen. Jeder 13. Besucher
erhält an jedem Abend eine kleine Überraschung. 35 Laienschauspieler haben
beim Dreh mitgemacht. Einige von ihnen ganz spontan. „Zwei Schweizer
Pilgerinnen waren auf dem Pfarrhof zu Gast und übernahmen einen Part in
unserem Film“, freut sich Andrea Gloger. Die Resonanz auf das Filmprojekt
schlägt inzwischen auch über die Dorfgrenzen hinaus Wellen. Kürzlich
besuchte ein Mitarbeiter der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD)
Arnsdorf. „Hannes Langbein ist im Kulturbereich tätig und arbeitet an
einem Buch“, erzählt Andrea Gloger. Die kulturellen Aktivitäten auf dem
Pfarrhof und das Landkino sollen in dieses Buch aufgenommen werden.
Insgesamt werden darin bundesweit 30 Kirchgemeinden vorgestellt, die eine
besondere Kulturarbeit machen.
Eine Art Essayband im Sinne eines Kulturkirchenführers soll entstehen,
der Anreiz geben möchte, auf den Spuren besonderer kirchlicher
Kulturprojekte in den Gemeinden zu wandeln. Das Buch erscheint auf dem
Kirchenkulturkongress der EKD im September bei der Evangelischen
Verlagsanstalt. Das Landkino ist aus der Region nicht wegzudenken. Es hat
sich zu einem Ort herausgeputzt, an dem sich Menschen treffen, miteinander
unterhalten und sich über die Filmangebote freuen. Pfarrhof und Landkino
wollen Arnsdorf-Hilbersdorf davor bewahren, ein reines Wohndorf zu werden
und Berührungsängste vor der Kirche abbauen.
www.landkino-arnsdorf.de
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Im sanierten Herrenhaus
befinden sich zehn Wohnungen. (oben)
In der Orangerie nutzen
Hansheinrich Schnorr v. Carolsfeld und seine Frau eine
Ferienwohnung, wenn sie in Arnsdorf sind. Fotos: Pawel
Sosnowski |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 11. Mai 2011 +++
Doppelleben zwischen Zuhause und Heimat
Von Anja Hecking
Hansheinrich Schnorr v. Carolsfeld
führt ein „Doppelleben“. Zwischen Mainz und Arnsdorf reist der 75-Jährige
gut zehnmal im Jahr hin und her. Das eine ist sein Zuhause, das andere
seine Heimat. Dazwischen lagen einmal Welten – rein äußerlich, denn tief
im Herzen hat er der Entfernung keinen Raum gelassen.
In der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ist der ehemalige leitende
Angestellte mit seiner Familie zu Hause. Hier hat er die meiste Zeit
seines Lebens verbracht, wohnt in einem Zweifamilienhaus oberhalb der
pulsierenden Großstadt. Er genießt mit seiner Frau den Ruhestand. Kinder
und Enkel leben in der Nähe.
Arnsdorf ist Heimat. Das sind die ersten neun Jahre seines Lebens. Das
sind Wurzeln. Hier hat Hansheinrich Schnorr v. C. mit seinen Eltern und
Geschwistern bis kurz nach dem Kriegsende gelebt. Bis die Familie in einer
Nacht- und Nebelaktion von der Polizei abgeholt und mit einem Güterzug auf
die Insel Rügen gebracht wurde.
Die Bilder von dem alten Familiensitz waren da schon in seinem Kopf
gespeichert, die Freundschaften zu Schulkameraden in seinem Herzen. 15
Jahre dauerte es, bis er als junger Mann das Anwesen seiner Großeltern
1960 das erste Mal wieder sah.
Wenn er und seine Frau heute nach längerer Zeit die große Ferienwohnung
in der sanierten Orangerie in Arnsdorf betreten, atmen beide tief durch:
Es tut der Seele gut, das jetzt alles so um sich zu haben. Beide fühlen
sich hier wohl. Beschaulich ist Arnsdorf allemal, langweilig nicht. Auch
Marion Schnorr v. C. ist die Gegend vertraut – als Kind hat sie unweit von
Landshut auf dem Gutshof ihrer Familie mit schlesischen
Flüchtlingsfamilien gewohnt, die dort aufgenommen wurden.
Dass beide diesmal schon seit Ostern hier sind und damit über vier Wochen
am Stück, hat seinen Grund. Die Orangerie mit der großzügigen
Ferienwohnung und den zwei Wohnungen ist vor zehn Jahren fertig geworden.
Darauf wollen sie am Wochenende Rückblick halten – mit der Familie,
Freunden, Partnern und Bekannten.
Der längere Aufenthalt könnte aber auch die Probe aufs Exempel sein.
Hansheinrich Schnorr v. C. bereitet sich darauf vor, dass er die weite
Strecke zwischen Mainz und Arnsdorf nicht auf ewig mit dem Auto fahren
kann. Dann will er mit dem Zug reisen, nicht so oft im Jahr, dafür lieber
mit längeren Aufenthalten.
Bekannte und Freunde vor Ort bekommen schnell mit, wenn das Ehepaar da
ist und schauen vorbei. Das ist Hansheinrich Schnorr v. C. wichtig. Er
will das fortsetzen, was sein Großvater einst in Arnsdorf mit seinem
Verhalten offensichtlich richtig gemacht hat. Nach der Wende ist er
deshalb nicht wie aus dem Nichts hier aufgetaucht – mit viel Geld in der
Tasche und in Graf-Koks-Manier. Er wollte sich einbringen. Ohne seine
Vermittlung und sein Geschick hätte die Arnsdorfer Kirche den fast
kostenlosen Aufriss nicht so schnell bekommen. Ohne seinen Mut, die
Beharrlichkeit, Entscheidungsfreude und die Fähigkeit, sich für eine Idee
begeistern zu lassen, wäre das Familienanwesen heute wahrscheinlich nicht
in dem guten Zustand.
Herrenhaus, Orangerie, Nebengelass und Park sind Orte voller Geschichte
und Geschichten. 15 Mieter, vor allem Familien, leben hier. Schritt für
Schritt sind die Wohnungen entstanden. Hansheinrich Schnorr v. C. bereut
das nicht. Bei einem „Topf Farbe“ und dem Ersparten nach einem langen
Arbeitsleben ist es dabei aber nicht geblieben. Etwas bedrückt ihn das
schon. Er will seinen drei Kindern keinen Berg Schulden hinterlassen. Die
Verbindlichkeiten, wie er das nennt, tragen dabei längst Früchte.
Denn saniert wurde immer nur, wenn Mieter da waren. So fanden sich
Wünsche mit klugen nachhaltigen Ideen zusammen. Das fing bei den Bauplänen
an und reichte bis hin zur Ausführung. Das zahlt sich heute aus. Es ist
nicht schwer, Nachmieter zu finden. Von den ersten Bewohnern sind viele
wieder weggezogen, der Arbeit hinterher oder weil sie inzwischen selbst
gebaut haben.
Allein hätte Hansheinrich Schnorr v. C. die Sanierung des Herrensitzes
aber nicht durchgezogen. Auf die Geduld und Unterstützung seiner Frau,
seiner Familie und der Partner vor Ort konnte er sich immer verlassen. Mit
der Umgestaltung des Parks hat er ein nächstes Ziel vor den Augen. Schon
allein deshalb pendelt er bis heute zwischen Zuhause und Heimat.
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Im sanierten Herrenhaus
befinden sich zehn Wohnungen. (oben)
In der Orangerie nutzen
Hansheinrich Schnorr v. Carolsfeld und seine Frau eine
Ferienwohnung, wenn sie in Arnsdorf sind. Fotos: Pawel
Sosnowski |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 10. Mai 2011 +++
Kirche führt Pfarrerin ins Amt ein
Bischof Markus Dröge hat am Sonntag
Pfarrerin Christa Hanke aus Kreba mit 17 anderen Pfarrern in der
Nikolaikirche in Berlin-Spandau in ihr Amt eingeführt. Christa Hanke
arbeitet zurzeit als Pfarrerin in einem zweijährigen Entsendungsdienst im
Evangelischen Kirchenkreis Niederschlesische Oberlausitz.
Sie vertritt ihren erkrankten Kollegen Andreas Fünfstück. Sechs
Gemeindekirchenräte aus den Kirchengemeinden in Arnsdorf, Buchholz, Diehsa,
Jänkendorf-Ullersdorf, Melaune, Nieder Seifersdorf und Tetta begrüßten sie
dann auch stellvertretend in Berlin nach dem Gottesdienst mit einem
Transparent. Damit signalisierten sie ihr ihren Dank und die Freude auf
eine weitere gemeinsame Zeit. (SZ)
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Eng wird die Straße unweit des
Kriegerdenkmals in Arnsdorf. Bauleute der Firma Nadebor
setzen das Schnittgerinne, links davon kommt der Geh- und
Radweg hin. unten die gefräste Mulde vor Siegfried
Steinerts Haus. Abhilfe schafft die noch fehlende
Deckschicht. Foto: SZ/Steffen Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 27. April 2011 +++
Arnsdorf bleibt eine Baustelle
Von Steffen Gerhardt
Der Arnsdorfer Siegfried Steinert wird
sich noch gedulden müssen, bevor die Kreisstraße vor seinem Haus vollendet
ist. Bis dahin wird das Geschirr im Schrank weiterhin „erklingen“, wenn
ein Fahrzeug an seinem Haus vorbeifährt. War es erst eine überlappende
Asphaltschicht, die wie eine Stufe die Autostoßdämpfer testete, so ist es
jetzt eine Senke, die für Vibrationen im und am Haus sorgt. „Die Baufirma
hat zwar auf meine Kritik reagiert, aber die Kante so abgefräst, dass nun
eine Mulde entstanden ist“, sagt der Rentner. Er ist dabei nicht der
Einzige mit einer Delle vor dem Haus. Zwei weitere wurden in seiner
Sichtweite auch in den Asphalt gefräst, wo sich erst die Tragschichten
überlappten.
Bürgermeister Horst Brückner weiß von den Unzulänglichkeiten. Sie werden
aber erst mit der Fertigstellung der Straße behoben sein. „Mit der
Asphaltierung sollte es eigentlich vergangene Woche schon losgehen, nun
wird Donnerstag angefangen“, sagte der Bürgermeister nach der gestrigen
Bauberatung. Begonnen wird dabei vom Ortseingang aus Richtung Hilbersdorf
aus, damit als Erstes die Umleitung am Stadtgut vorbei aufgehoben werden
kann.
Die Gemeinde, die Firma Nadebor als Hauptauftragnehmer und das
Straßenbauamt sind sich einig, dass bis Ende Juli die Kreisstraße fertig
ist, zumindest der Abschnitt, woran jetzt gebaut wird. Die Anwohner haben
da ihre Zweifel, denn jetzt wurde erst das Stück Pflasterstraße vom
Kriegerdenkmal Richtung Hilbersdorf aufgerissen und mit dem grundhaften
Ausbau und dem Setzen des Schnittgerinnes begonnen.
Auch wenn die Straßenbauleute pünktlich fertig werden, Arnsdorf und
Hilbersdorf bleiben eine Baustelle. „Ab August wollen wir das Teilstück
von der Bushaltestelle bis zum Abzweig Heideberg grundhaft ausbauen“,
nennt Horst Brückner das nächste Vorhaben, das wieder zusammen mit dem
Straßenbauamt geplant ist.
Aber auch die Gemeinde will Geld für ihre kommunalen Straßen ausgeben.
Mit Hilfe des Förderprogrammes aus der Integrierten Ländlichen Entwicklung
(Ile) hat Vierkirchen vier Straßenabschnitte vorgesehen. In Arnsdorf ist
es die Straße zur Kirche, und in Hilbersdorf sollen zwei Wege befestigt
werden und der Bahnhofsweg. Dafür hat die Gemeinde über 62000 Euro in
ihren Finanzetat für 2011 eingestellt. Bürgermeister Horst Brückner denkt
dabei auch an weitere Gemeindestraßen. „Dieses Förderprogramm ist noch bis
2013 aufgelegt, und bis dahin wollen wir diese Fördermöglichkeit voll
ausnutzen.“ Denn 85 Prozent der Nettokosten werden gefördert.
Der Ile-Koordinierungsausschuss hat die vier Straßen in Vierkirchen
bereits befürwortet. „Nun warten wir auf die Bewilligung der Fördersumme.
Liegt diese vor, können wir in die Planung und den Straßenbau gehen“,
erklärt Horst Brückner. Zuvor muss aber die Kreisstraße durch Arnsdorf
fertig sein, sonst ist überhaupt kein Durchkommen mehr im Ort.
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 20. April 2011 +++
Hufschmiede der alten Poststation lenkt
Blick auf Via Regia
Von Bernhard Donke
Das Schild an der S 111 in Rotkretscham
ist dem Ortschaftsrat Buchholz zu verdanken. Er hatte die Idee.
Seit dieser Woche kommen Autofahrer auf
der S 111 am Ortseingang von Rotkretscham aus Richtung Weißenberg an einem
großen Schild zur Via Regia nicht ohne einen Blick darauf vorbei. Das ist
dem Ortschaftsrat von Buchholz zu verdanken.
Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diesen Beitrag zur
Via-Regia-Landesausstellung zu leisten. Denn die alte Kultur- und
Handelsstraße verläuft auch auf dem Gebiet der Gemeinde Vierkirchen. Das
über vier Meter breite und zwei Meter hohe Schild zeigt die Hufschmiede
der früheren Postmeisterei in Rotkretscham. Bis 1835 wurden hier die Hufe
der Postpferde beschlagen. Im Januar, zur ersten Ortschaftsratssitzung im
neuen Jahr, hatte Ortsvorsteher Udo Gleisenberg den Vorschlag für die
Tafel gemacht. Die anderen Räte waren einverstanden, und Vierkirchens
Bürgermeister Horst Brückner sagte Unterstützung durch die
Gemeindeverwaltung zu. Dann nahm die Idee ihren Lauf. Das Motiv der alten
Postmeisterei stand schnell fest. Denn Ende des 18. und bis ins 19.
Jahrhundert hinein war sie eine bekannte Poststation an der Via Regia.
Hier soll auch Goethe auf seiner Reise nach Schlesien übernachtet haben.
Mit dem Motiv war auch der Standort in Rotkretscham klar. Gemalt hat es
dann der Melauner Carsten Scholz. und für den geeigneten Bildtext mit
entsprechenden geschichtlichen Hinweisen konnte der Tettaer Ortschronist
Gotthard Ender gewonnen werden.
Beiden möchten die Buchholzer Ortschaftsräte danken, denn so viel Zeit
dazu hatten sie nicht. Mit Unterstützung des Bürgermeisters und der
Straßenmeisterei konnte die Tafel jetzt aufgestellt werden.
„Wir hoffen und wünschen, dass damit an der alten Handelsstraße viele
Menschen angesprochen werden und sich für das Thema interessieren“, sagt
Udo Gleisenberg.
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 19. April 2011 +++
Nachrichten
Unbekannte werfen Ampel an der S 122 um
Döbschütz. Auf der Staatsstraße 122 am Abzweig zur S 124 wurde in der
Zeit von Sonnabend, 22 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, an einer Baustelle eine
Ampel umgeworfen. Die Anlage diente zur Regelung des Verkehrs an der
unübersichtlichen Arbeitsstelle. Durch den Sturz ging sie kaputt. Der
Schaden beträgt 200 Euro. Die Polizei ermittelt. Hinweise zu den Tätern
nimmt die Polizei Görlitz, 03581 650524, entgegen. (SZ) |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 14. April 2011 +++
Verein informiert weiter über Hilfsprojekt
in Afrika
Von Anja Hecking
Mit dem Interesse an dem medizinischen
Hilfsprojekt im afrikanischen Singida (Tansania) ist Martin Leubner vom
Lafah-Verein zufrieden. Das sagte der Buchholzer nach seinem Reisebericht
in Melaune der SZ. Um die 40 Zuhörer nutzten den Abend in der Alten
Wassermühle, um sich zu informieren. Inzwischen hat Martin Leubner einen
weiteren Vortrag in Bautzen angeboten und Fakten über das Hilfsprojekt
sowie Eindrücke seiner Familie in Afrika vermittelt. Eine nächste
Gelegenheit dazu wird das mit dem Vereins-Freundestag verbundene Hoffest
der Familie Leubner im Sommer in Buchholz sein.
In dem Hilfsprojekt setzen sich Menschen aus Ostsachsen vor allem für die
medizinische Versorgung in Afrika ein. Elf Lausitzer arbeiten vor Ort,
unter anderem auch die älteste Tochter von Familie Leubner. Der Verein
„Love and help for africa“ (Lahfa) hat seinen Sitz in Weigersdorf. Bis zum
Sommer soll ein zweiter großer Schiffscontainer mit medizinischen Geräten
auf die Reise gehen. (SZ/ah)
www.lahfa.de
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 13. April 2011 +++
Heimatverein freut sich auf den Ostermarkt
am Sonntag
Von Bernhard Donke
Der kleine bunte Markt mit Händlern und
Ständen findet schon zum sechsten Mal statt
Mit viel Elan haben die Mitglieder des
Heimatvereins Döbschütz/Melaune ihren nunmehr sechsten Frühlings- und
Ostermarkt vorbereitet. Rings um die Alte Wassermühle am Fuße des
Burgbergs haben sie Verkaufsbuden und Verkaufsstände aufgebaut. Auch den
Veranstaltungsraum in der Alten Wassermühle haben sie zum Marktplatz
umgestaltet.
Vorausgegangen war dem auch ein umfangreicher Frühjahrsputz im Gebäude
und im Außenbereich. Die Frauen sorgten mit Schrubber, Bürste, Lappen,
viel Wasser und Glasreiniger dafür, dass die Vereinsräume wieder blitzen.
Dabei wurden sie von Peter Irrgang unterstützt, der auf einem Gerüst in
luftiger Höhe mit dem Staubsauger Jagd auf Spinnen und Staub in schwer
zugänglichen Winkeln machte. Auch draußen gab es viel zu tun, hatten
Herbst und Winter doch viele Spuren hinterlassen.
Die Besucher des Frühlings- und Ostermarktes am Sonntag werden aber von
all dem nichts mehr finden. Denn der traditionelle Frühjahrsputz hat sich
gelohnt. Nun erwartet die Besucher ein umfangreiches Angebot. Händler und
Gärtnereien aus der Region bieten für die frühjahrstypischen Arbeiten rund
um Haus, Hof und Garten ihre Produkte an. „Natürlich halten wir auf
unserem Markt auch Speisen und Getränke für die Besucher bereit“, sagt
Andrea Weise, die Vorsitzende des Heimatvereins. Das Markttreiben beginnt
am Sonntag um 11 Uhr mit der Eröffnung des Marktes. Gegen 17 Uhr soll die
Veranstaltung dann langsam zu Ende gehen.
Mit dem bunten Markttreiben hat sich der Heimatverein in den vergangenen
Jahren in Melaune etabliert. Auch die Kirmes ist so ein Angebot, dass gut
bei den Leuten auf dem Land ankommt. So mancher Auswärtige schaut mal
vorbei und für die Einheimischen ist es eine gute Gelegenheit für einen
Plausch im Dorf.. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 12. April 2011 +++
Feuerwehr wählt neuen Mann an die Spitze
Von Bernhard Donke
Die Freiwillige Feuerwehr Döbschütz/Melaune/Prachenau hat eine neue
Wehrleitung. Mit Jörg Strauß steht jetzt ein neuer Wehrleiter an der
Spitze. Ihm zur Seite setzen sich Stellvertreter Reiner Schulze, Joachim
Mielsch, Thomas Krause und Klaus Schuster für die Interessen der Kameraden
ein. Jörg Strauß löst damit Joachim Mielsch ab, der sich als Wehrleiter
nicht mehr zur Wahl gestellt hatte.
Joachim Mielsch war von 1989 bis 2005 Kommandostellenleiter der
Freiwilligen Feuerwehr Döbschütz/Melaune/Prachenau und seit 2005 bis zum
31. März Wehrleiter. Er bleibt der Feuerwehr weiter als Vorsitzender des
Traditionsvereins treu. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 9. April 2011 +++
Nachrichten
Vierkirchen beruft seine neuen Wehrleiter
Vierkirchen. Am Montag beruft der Gemeinderat die neuen Wehrleiter der
drei Ortswehren sowie den Jugendfeuerwehrwart und den Vorsitzenden des
Feuerwehr-Ausschusses. Dem voran gingen Neuwahlen der Wehrleitungen, die
bis auf Buchholz/Tetta einen Wechsel in der Führungsspitze brachten. Die
Sitzung beginnt 19.30Uhr in der Wassermühle Melaune (SZ/sg) |
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Martin Leubner, Tochter
Esther, Ehefrau Martina sowie Pflegekind Mara (alle
hintere Reihe von links nach rechts) inmitten
afrikanischer Kinder. Die Buchholzer Familie unterstützt
ein medizinisches Hilfsprojekt von Vierkirchen aus und vor
Ort, in Tansania.Foto: privat |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 6. April 2011 +++
Buchholzer Familie hilft in Afrika
Von Anja Hecking
Die Bilder aus Afrika sind noch ganz
frisch. Drei Wochen lang ist Martin Leubner mit seiner Frau, seiner
jüngsten Tochter Tabita und seinem Pflegekind Mara in Tansania gewesen. Er
hat dort seine älteste Tochter Esther besucht. Die 22-Jährige arbeitet
seit kurzem mit zehn weiteren Lausitzern in der neuen Krankenstation in
Singida. Das ist das Hilfsprojekt, für das sich Martin Leubner mit seiner
Familie einsetzt.
Wenn er am Freitag in Melaune darüber erzählen wird, weiß er aus eigenem
Erleben, worüber er spricht. Die Reise hat neue Türen aufgestoßen. So oft
es geht, überbrücken Martina und Martin Leubner die rund 6000 Kilometer zu
Esther über das Internet. So können sie auch ihre Stimme hören. Jetzt, wo
sie selbst in Afrika gewesen sind, wissen die Eltern oft ohne viele
Erklärungen, wovon ihre älteste Tochter spricht.
Die Armut der Menschen und ihre Not in den einfachsten Dingen des Lebens
haben sie genauso vor Augen wie die unbändige Lebensfreude. Martin Leubner
ist überzeugt, dass die Hilfe über das deutsche Projekt etwas bewegt. Er
will Mitstreiter gewinnen. „Es geht nicht vordergründig um Geld, sondern
um Ideen, die durch viele Köpfe entstehen können“, erklärt der 48-Jährige.
Bis zum Sommer soll ein zweiter großer Schiffscontainer mit einem
speziellen Röntgengerät für Operationen (C-Bogen) und weiteren
Ausrüstungen für die Krankenstation in Singida ankommen. Der vor vier
Jahren in Hohendubrau gegründete Verein „Love and Help for Afrika“ (Lahfa)
stellt die Hilfsgüter zusammen und organisiert den Transport.
Der Verein hat den Bau und die Ausstattung der Krankenstation bezahlt und
sichert medizinisches Personal aus der Lausitz mit ab. Das sind Menschen
wie die Kinderkrankenschwester Esther Leubner aus Buchholz oder der aus
dem Görlitzer Klinikum bekannte Arzt Jens Markus Albrecht mit seiner
Familie. Sie tauschen ihr Leben und ihren Job in Deutschland mit ihrem
freiwilligen Aufenthalt in Afrika ein, finanzieren das selbst und mit
Unterstützung von Spenden.
Durch Esthers Einsatz schließt sich ein weiterer Kreis nach Afrika.
Martina und Martin Leubner haben nicht nur vier eigene Kinder groß
gezogen, sondern auch eine Pflegetochter. Mara ist elf Jahre alt und fällt
schon allein wegen ihrer dunklen Hautfarbe unter den Geschwistern auf. Am
liebsten würde sie wie Esther, Joseph, Elisabeth und Tabita mit ihrem
Nachnamen Leubner heißen. Aber sie trägt den Namen ihrer deutschen Mutter,
zu der sie auch regelmäßig Kontakt hat. Aufgewachsen ist Mara auf dem
Bauernhof in Buchholz.
Den haben Martina und Martin Leubner schon vor vielen Jahren zum
Urlaubmachen für große Familien und Gruppen umfunktioniert. Der Garten mit
Obst und Gemüse gehört noch dazu. Aber das Feld ist verpachtet. In der
Sommersaison arbeitet Martin Leubner für eine Landschaftsbaufirma.
Ansonsten kümmert er sich mit seiner Frau um die Gäste, den Hof und die
Menschen, denen die Familie hier vorübergehend ein Zuhause anbietet. Denn
Leubners nehmen zeitweise auch Menschen auf, denen das Leben mitgespielt
hat und die ihren Weg zurück suchen.
Für die Leute im Dorf ist das bunt gemischte Völkchen auf dem Leubnerhof
Normalität. Martin Leubner ist selbst mit seinen Geschwistern hier groß
geworden. Seine Frau stammt aus Dresden. Dass das Ehepaar die elfjährige
Mara im Februar mit nach Afrika genommen hat, war eine logische
Konsequenz. „Wir wollten ihr zeigen, wo sie ihre Wurzeln hat“, sagt Martin
Leubner. In Singida hat sich das Ehepaar auch auf ein Wiedersehen mit
Albrechts gefreut. Mit der Familie sind sie befreundet. Von ihr haben sie
sich von der Liebe zu Afrika anstecken lassen.
Am Freitag, um 19.30 Uhr, berichtet Martin Leubner in der Alten
Wassermühle in Melaune über den Stand des Hilfsprojekts, die
Reise-Erlebnisse sowie die afrikanische Kultur. |
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(1) Der Wasserschaden ist auch
außen sichtbar.
(2)
Die Dielung musste aufgebrochen werden.
(3)
Ohne Putz und Decke ist ein Zimmer der Wohnung
(4) Darüber war das Wasserrohr geplatzt.
(5)
An dem Rohr fraß die Ratte die Isolierung weg.
Fotos:
SZ/Steffen Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 5. April 2011 +++
Hungrige Ratte setzt Pfarrhaus unter Wasser
Von Steffen Gerhardt
Die Auswirkungen eines Frostschadens
zwingen die Kirchgemeinde zum Auszug aus ihrem Domizil.
Jeden Tag stehen die Fenster im
Buchholzer Pfarrhaus offen, damit ein Lüftchen das Haus durchwehen kann.
Vor gut einem Monat bot das Haus ein ganz anderes Bild: Ein geplatztes
Wasserrohr im Dachgeschoss hatte das Pfarrhaus unter Wasser gesetzt. Der
Schaden wurde nicht gleich bemerkt, denn das Rohr war hinter einer
Wandverkleidung montiert und musste erst einmal lokalisiert werden.
Ein schrecklicher Augenblick für die Kirchgemeinde, denn mit einem Schlag
ist das Haus fast unbrauchbar geworden. Das Leitungswasser suchte sich
seinen Weg vom Dachgeschoss mit den beiden Pilgerzimmern und dem Archiv
durch die leer stehende Pfarrerwohnung im Obergeschoss bis ins
Untergeschoss in die Gemeinderäume.
Schuld daran war eine Ratte. Sie hatte sich ihr Winterquartier hinter der
Wandverkleidung gesucht und wahrscheinlich nicht mehr herausgefunden. Um
nicht zu verhungern, fraß sie die gelbe Isolierwolle um die Wasserrohre an
und legte damit ein Rohr frei. Das bekam Frost und als dieser vorbei war,
platzte das Wasserrohr. Katharina Tobias, Mitglied im Gemeindekirchenrat,
war mit dabei, als nach der Schadensstelle gesucht wurde: „Diese machten
wir hinter der Wandverkleidung im Bad der Pilgerherberge aus. Dazu fanden
wir auch die inzwischen tote Ratte als den Verursacher.“ Den Schaden für
das Haus kann die Bauunternehmerin noch nicht beziffern. „Jetzt waren noch
einmal die Gutachter da und haben eine Beweissicherung vorgenommen. Zum
Glück sind wir versichert“, sagt die Buchholzerin. Somit ist der
Kirchgemeinde die Sorge um die Finanzierung der Reparaturarbeiten
genommen. Dennoch ist man seit Tagen dabei, Schadensminderung zu
betreiben. „Das größte Problem waren für uns die Lehmdecken. Sie waren mit
Wasser vollgesogen und konnten nur noch entfernt werden“, berichtet
Katharina Tobias. Erschwerend kommt hinzu, dass das rund 300 Jahre alte,
barocke Pfarrhaus unter Denkmalschutz steht. Auf die Stellungnahme der
Denkmalbehörde wartet die Kirchgemeinde noch. Von ihr ist abhängig, ob
Lehmdecken wieder eingezogen werden müssen, oder die Dielung mit anderen
Materialien verfüllt werden kann. Auch wie mit der beschädigten Holztreppe
und den historischen Putzen verfahren wird, ist noch offen. Pfarrer
Helmut-Andreas Spengler bewundert jedenfalls die Gemeindemitglieder. Der
Jänkendorfer, der Vertretungspfarrer für Buchholz war, weiß, „dass die
Menschen dort hat getroffen sind, aber ihre Fröhlichkeit trotz des
Unglücks bewahrt haben“.
Die Arbeit muss weitergehen, ist sich der Gemeindekirchenrat einig.
Deshalb ist die Winterkirche aus dem Pfarrhaus in die Alte Schule
gegenüber umgezogen. Das Gemeindebüro hat im Erdgeschoss einen trockenen
Platz bekommen. Inzwischen wird die Instandsetzung angekurbelt. (mit SZ/tt). |
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Erste „Gäste“ im Eimer. Foto:
cj |
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Frosch und Kröte wandern
Von Constanze Junghanß
Helfer für die Froschzäune werden immer
gesucht – gerade jetzt, da auch auf Pilzbefall kontrolliert wird.
Erdkröte und Grasfrosch sind wieder da. Und selbst der Bergmolch findet
sich ab und zu an den Pfarrteichen in Reichenbach ein. Georg Brendler
zählt die Tiere und bestimmt die Arten. Dafür hat er Amphibienzäune in
Reichenbach und am Holzmühlteich in Vierkirchen aufgebaut. Die Zäune
sollen die Tiere gleichzeitig vor dem Überfahren schützen. Ehrenamtliche
Betreuer der Krötenzäune nehmen die Fundtiere zurzeit auch deshalb so
genau unter die Lupe, um zu sehen, ob sich die mittlerweile in Sachsen
angekommene Pilzerkrankung Chytridiomykose in der Region ausbreitet. Das
wäre schlimm. „Denn die Erkrankung führt bei den Amphibien zum Tod. Sie
stehen in der Nahrungskette ziemlich weit unten“, sagt Georg Brendler.
Gebe es durch die Pilzerkrankung eine Dezimierung von Kröte, Frosch und
Co., würde das Konsequenzen für die Tiere haben, die Amphibien als
Nahrungsgrundlage nutzen.
„Bisher ist die Erkrankung im Biosphärenreservat aufgetreten. In
Reichenbach und Vierkirchen dagegen nicht“, hat der Naturschützer
beobachtet. Auch bei den Amphibienzäunen in DeutschPaulsdorf, Königshain
und am Erlichtteich in der Nähe von Girbigsdorf wurde der Pilz nicht
nachgewiesen. Trotzdem ist die Kontrolle notwendig. Amphibien stehen unter
Naturschutz.
Sehr seltene Arten wie die Rotbauchunke hat Georg Brendler zum Beispiel
am Arnsdorfer Holzmühlteich entdeckt. Dort haben auch die Knoblauch- und
Erdkröte sowie der Grasfrosch ihr Einzugsgebiet. Täglich überprüft der
Reichenbacher die Eimer am Zaun. Bei wärmerem Regenwetter sogar zweimal,
denn dann geht das Wandern zu den Laichplätzen erst richtig los. Georg
Brendler sammelt die Tiere ein und bringt sie in Wassernähe. Sehr freuen
würden er und die anderen Naturschutzhelfer sich aber über weitere Helfer.
Interessenten können sich dafür beim Landschaftspflegeverband Oberlausitz
in Reichenbach, 035828 70414 oder bei der Unteren Naturschutzbehörde in
Görlitz melden. |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 29. März 2011 +++
Heimatverein braucht dringend Verstärkung
Von Bernhard Donke
Der Heimatverein will seine Kulturangebote erhalten. Das schaffen die
Mitglieder aber nicht mehr allein.
Der Heimatverein Döbschütz/Melaune ist aus dem Kulturleben in Vierkirchen
nicht mehr wegzudenken. Aber er sucht auch dringend Mitstreiter, denn die
kleinen Feste und Veranstaltungen organisieren sich nicht von allein.
Viele kennen die Melauner Kirmes, den Oster- und den Herbstmarkt. Aber
hier gibt es auch Tanzabende, Kegel- und Tischtenniswettbewerbe,
Frühschoppen und das traditionelle Hexenfeuer. Und am Tag des offenen
Denkmals hält der Heimatverein gern die Türen der „Alten Wassermühle“ für
Besucher offen.
Mit viel Engagement wollen seine Mitstreiter das diesjährige Programm für
die Dorfbevölkerung umsetzen, erklärt Andrea Weise, die Vorsitzende des
Heimatvereins. „Zur Zeit sind wir 19 Mitglieder. Wollen wir alle
Veranstaltungen anbieten, brauchen wir Unterstützung.“ Interessenten
können sich gern beim Verein melden.
Geplante Veranstaltungen:Frühjahrs- und Ostermarkt am 17. April;
Hexenfeuer (Sportplatz) am 30. April-; Männertags-Frühschoppen am 2. Juni;
. Tischtennis und Kegelturnier am 18. Juni; Tag des offenen Denkmals am
11. September; Kirmes vom 17. bis 18. September; Herbstmarkt am 23.
Oktober |
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Die Buchholzer Kirche ist eine
von fünf, für die Christa Hanke als Pfarrerin zuständig
ist. Sie vertritt Andreas Fünfstück. Die evangelische
Kirche hat sie hier nach Abschluss ihrer Ausbildung
eingesetzt.Foto: Pawel Sosnowski |
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 26. März 2011 +++
Junge Pfarrerin fühlt sich wohl in
Vierkirchen
Von Anja Hecking
Christa Hanke ist eine Pendlerin. Nicht
zwischen Welten und Zeiten. Aber zwischen Orten und Gedanken. Auf fünf
Kirchengemeinden verteilt die junge Pfarrerin zurzeit ihre Arbeit. Von
Kreba-Neudorf kommt sie fast täglich nach Vierkirchen oder Nieder
Seifersdorf. Sie vertritt Andreas Fünfstück, bis er wieder gesund ist.
Christa Hanke fühlt sich in Vierkirchen und Waldhufen nicht fremd. Sie
hat hier als Vikarin gearbeitet. Dass die evangelische Kirche sie nach der
praktischen Ausbildung und den Prüfungen in der Region behalten würde, war
so gewollt. Denn in Kreba-Neudorf arbeitet ihr Mann als Pfarrer. Vor
wenigen Jahren ist Christa Hanke mit in die Lausitz gezogen. Doch während
es die meisten ihrer jungen Kollegen nach dem Vikariat in alle
Himmelsrichtungen verschlug, blieb die 32-Jährige. Ein Stillstand ist das
nicht. Im Gegenteil. Da sind die vielen Orte, Menschen und verschiedene
Aufgaben. „Meine Zeit im Vikariat hier hat mir bereits so viel Spaß
gemacht, deshalb freue ich mich auch über die weitere Arbeit vor Ort.“ Das
Vorbereiten der Gottesdienste und Beerdigungen, die Seniorenkreise und
Besuchsdienste nehmen viel Zeit in Anspruch. „Wenn nicht dieses zeitliche
Problem wäre, würde ich viel lieber auf den Dörfern mit dem Fahrrad
fahren. Das schafft viel schneller Kontakte und Nähe.“
Unbekannt ist die junge Pfarrerin in den Kirchengemeinden aber nicht.
Dass sie aus Süddeutschland stammt und jetzt in der Lausitz lebt, finden
viele Menschen interessant, bestätigt Katharina Tobias vom christlichen
Kulturverein in Buchholz. Aber mehr noch: Als „jemand von außen“ benennt
Christa Hanke auch das Lebens- und Liebenswerte der Region. Das ist
hilfreich und bringt neue Ideen.
Bei ihren praktischen Prüfungen in Arnsdorf und Tetta haben deshalb nicht
wenige Leute mit „gelitten“. Ihre ersten Schritte als Pfarrerin im
Gottesdienst haben sie verfolgt und die Entwicklung gesehen. „Ich merke
schon an den Reaktionen, dass mir die Leute diese Arbeit auch zutrauen.“
In Pfarrer Andreas Fünfstück und dem Jänkendorfer Pfarrer Helmut-Andreas
Spengler hat sie dabei jederzeit Ansprechpartner. „Dass mich beide als
Kollegin akzeptieren, obwohl sie mir in ihren Erfahrungen um viele Jahre
voraus sind, ist schon ein gutes Gefühl.“
Vertrauen kann Christa Hanke auch auf ihr Notizbuch. Sämtliche Namen und
Termine für fünf verschiedene Orte gleichzeitig zu überschauen,
funktioniert sonst nicht. „Ich bewundere, wie Andreas Fünfstück das immer
schafft“, sagt sie. In Buchholz zum Beispiel gleicht das Pfarrhaus seit
kurzem einer Baustelle. Ein Wasserrohrbruch hat großen Schaden
angerichtet. In das kleine Büro kommt Christa Hanke trotzdem oft, um Post
und Telefonate durchzugehen und einige Schreibarbeiten zu erledigen. In
Arnsdorf-Hilbersdorf und Nieder Seifersdorf muss sie sich auf ganz andere
Dinge konzentrieren.
Wenn die organisatorischen Aufgaben überhandnehmen und die junge
Pfarrerin einen freien Kopf als Theologin braucht, zieht sie sich in ihr
Arbeitszimmer in Kreba-Neudorf zurück. Ihr Pensum hat sie sich inzwischen
so aufgeteilt, dass das funktioniert. Trotz des ständigen Unterwegsseins,
was auch ein Stück weit ihrem Wesen entgegen kommt, möchte sie alles
gewissenhaft erledigen.
In der Lausitz fühlt sie sich wohl, obwohl sie ein Stadtmensch ist und
das Schnelllebige und die kleinen Cafés um die Ecke vermisst. Doch ohne
Wendungen in ihrem Leben hätte es sie nicht hierher verschlagen: Der Tod
ihrer Eltern war der Auslöser für das Theologiestudium. Studieren wollte
sie in Berlin. Dort lernte sie ihren Mann kennen und mit ihm die
ostdeutsche Kirchenwelt. Schlesien und das Sorbentum sind für sie
spannende Themen geworden. Über die sorbischen Protestanten in der Lausitz
hat sie für ihr zweites Examen geschrieben. „Für mich haben sich dadurch
vollkommen neue Welten eröffnet“, sagt sie. Dafür nimmt sie heute auch
gern das Pendeln zwischen den vielen Orten und Gedanken in Kauf.
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 19. März 2011 +++
Nachrichten
Diebe stehlen Werkzeug und Kupferkabel
Vierkirchen. Im Ortsteil Heideberg drangen Unbekannte gewaltsam in die
Halle einer Firma ein und stahlen daraus Werkzeuge, etwa 100 Meter
Kupferkabel und 50 Liter Diesel im Gesamtwert von rund 1500 Euro. (SZ) |
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Die im Bild wie Spielzeugautos
wirkenden Fahrzeuge zeigen die Größe des Buchholzer
Tontagebaus. Bis zu einer Tiefe von 20 Metern wird hier
der Ton abgebaut. Perspektivisch sollen bis 30 Meter
möglich sein, dazu wird das Grubenfeld bis 2030
schrittweise erweitert. Foto: Werksfoto |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 17. März 2011 +++
Größerer Tagebau für Buchholzer Ton
Von Steffen Gerhardt
Seit 1994 wird zwischen Buchholz und
Tetta Ton abgebaut. Das soll auch in den nächsten zwei Jahrzehnten
weiterhin geschehen. Deshalb streben die Betreiber des Tontagebaus eine
Erweiterung der Grube an. „Gegenwärtig bauen wir auf 20 Hektar ab, mit der
Erweiterung bis 2030 werden es 40 Hektar sein, die beansprucht sind“,
erläutert Grubenbetriebsleiter Peter Lövenig das Vorhaben. Betrieben wird
der Tagebau von der Oberlausitzer Tonbergbau GmbH, die ein Joint Venture
aus den beiden Rohstoffabnehmern ist. Denn verarbeitet wird der Ton in der
CRH Oberlausitz GmbH, der früheren AKA Oberlausitz Klinkerwerk GmbH in
Buchholz, und in der Creaton Kera Dach GmbH & Co KG in Guttau.
Jährlich 90000
Tonnen
Dass die Produktion von Klinkerziegeln bzw. Dachziegeln auch künftig
gesichert ist, haben die drei Firmen den Tonabbau bis ins Jahr 2030
festgeschrieben. Dazu ist jetzt ein Planfeststellungsverfahren auf den Weg
gebracht, das die neuen Abbaugebiete ausweist. „Wir werden uns in
südöstliche Richtung ab den Jahren 2012/2013 erweitern und ab 2022 in
südwestliche Richtung gehen“, sagt der Grubenbetriebsleiter. Nach den vier
Blöcken, in denen gegenwärtig der Ton abgebaut wird, kommt dann der Block
5 in Richtung der S111 dazu.
90000 Tonnen werden jedes Jahr aus dem Tagebau gefördert und auf Lkws in
die Werke nach Buchholz und Guttau gebracht. Die Besonderheit des hiesigen
Tonvorkommens, so Peter Lövenig, ist der rötliche Farbton, der den
Tonerzeugnissen aus den beiden Werken seinen farblichen Charakter gibt. In
drei Qualitäten wird er gefördert. Die Oberlausitzer
Tonbergbau-Gesellschaft bedient sich seit der Erschließung des Tagebaus
eines Subunternehmens, das mit vier Leuten und eigener Technik den Abbau
vornimmt.
Hohe Farbqualität
Michael Gerbert, Werkleiter der CRH Oberlausitz GmbH, schätzt an dem Ton
seine hohe Feuerstandfestigkeit sowie Farbqualität. Er muss mit hohen
Temperaturen gebrannt werden, was den Klinkersteinen eine hohe Festigkeit
gibt. Zwischen 40- und 50000 Tonnen bezieht das Klinkerwerk im Jahr aus
der Tongrube. „Dazu verwenden wir Ton aus anderen Gruben, so dass wir auf
eine Jahresproduktion von rund 70000 Tonnen an Klinker- und
Pflasterziegeln kommen“, ergänzt Michael Gerbert.
Das Klinkerwerk Buchholz ist ein Ergebnis der reichhaltigen Tonvorkommen
bei Buchholz. Bereits 1962 wurden die ersten Erkundungen durchgeführt,
erst drei Jahrzehnte später begann man erfolgreich mit den
Probeschürfungen, die 1993 zur Gründung der Oberlausitzer Tonbergbau GmbH
führten. 1996 ging das Klinkerwerk in Betrieb. Ein Jahr zuvor nahm das
Werk in Guttau seine Produktion an Dachsteinen auf.
Grün am Grubenrand
Erst 2010 wurde in den Tagebau groß investiert. Eine neue Absetzanlage
für die Tagebauentwässerung für 260000 Euro löste die bisherige ab. Mit
der neuen Anlage soll die nächsten 15 bis 20 Jahre das Wasser aufbereitet
werden.
Ständiges Thema ist die Rekultivierung. So minimieren die Betreiber mit
der Randbegrünung die Staub- und Lärmentwicklung über das Grubengelände
hinaus und erweitern den grünen Gürtel je nach fortschreitenden Abbau.
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Im Keller und im Erdgeschoss
der Kita in Melaune erfolgen die Sanierungsarbeiten. Foto:
SZ/Steffen Gerhardt |
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Aus der Küche wird nun ein schöner Turnraum
Von Steffen Gerhardt
Seit Montag sind die Handwerker im Haus
und sanieren die Kita. Damit wird jetzt die schon lange gestellte
Forderung erfüllt.
Bohrhämmer und Bohrmaschinen übertönen seit
Montag das Kinderlachen in der Kindertagesstätte in Melaune. Denn an
diesem Tag wurde mit der Sanierung dieser Einrichtung begonnen. Was alles
neu gemacht wird, sagt Ralf-Dieter Bengs vom Sachgebiet Bau der Stadt
Reichenbach: „Die Arbeiten konzentrieren sich auf das Erdgeschoss und den
Keller. Dabei werden die Sanitäranlagen erneuert, neue Elektrik verlegt
und im Keller neue Fenster und Heizungskörper installiert.“
Einher gehen diese mit Malerarbeiten, dem Verlegen neuer Fußbodenbeläge
und Fliesen. Für die Kinder verbessert sich dadurch nicht nur der Gang zur
Toilette oder das Händewaschen. Der Werkenraum im Keller bekommt eine
bauliche Aufwertung und der Turnraum. „Bisher war unverkennbar, dass wir
in der ehemaligen Küche unseren Sport machen. Das wird nach der Sanierung
der Vergangenheit angehören“, sagt Diana Pasch als stellvertretende
Leiterin.
Zwar wurde zwischendurch der Küchenfußboden gegen einen aus Filz
ausgetauscht, aber die Wände haben immer noch die Küchenfliesen dran und
der Nebenraum kann seine Vergangenheit als Stätte des Spülens und
Abwaschens nicht verleugnen. Diese Woche sollen noch die Fliesen
abgeschlagen werden, damit nächste Woche der Putz drauf kommt. Parallel
sind die Installateure dabei, neue Wasserleitungen zu verlegen und neue
Sanitäreinrichtungen einzubauen.
Finanziell ist das Vorhaben mit 37000 Euro veranschlagt, wobei die
Gemeinde Vierkirchen diese Summe zu 80 Prozent aus dem KonjunkturpaketII
des Bundes gefördert bekommt. Für die Gemeinde ist es höchste Zeit, die
Sanierung umzusetzen, denn die Fördergelder stehen nach Aussage von
Bürgermeister Horst Brückner nur noch im ersten Halbjahr zur Verfügung.
Ursprünglich sollte mehr an dem Gebäude getan werden, aber die Fördersumme
von 29600 Euro war gesetzt. Der Gemeinderat forderte wiederholt die
Sanierung dieser Kita ein. Verfechterin Christine Nicht verwies darauf,
dass seit drei Jahren baulich an der Kindereinrichtung etwas gemacht
werden soll und dafür auch Gelder eingeplant waren.
Betrieben wird der Kindergarten mit Hort vom Verein Kinderkreis
Vierkirchen. Er ist Mieter in dem der Gemeinde gehörenden Haus. Die
Sanierungsarbeiten, ausgeführt von einheimischen Firmen, sollen bis Ende
April abgeschlossen sein.
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+++ Sächsische Zeitung,
Sonnabend, 5. März 2011 +++
Zwillinge aus Arnsdorf feiern zusammen 180
Jahre
Von Constanze Junghanß und Anja Hecking
Fast 70 Jahre ist es her, dass Frieda
Schicke und Hermann Schwital ihren Geburtstag zum letzten Mal gemeinsam
feierten. Dabei hätten sie dazu allen Grund. Die beiden sind Zwillinge. Am
Montag werden sie 90 Jahre alt (oder vielmehr 180). Nach Auskunft des
Deutschen Zwillingsclubs zählen sie wahrscheinlich bundesweit mit zu den
ältesten Zwillingspärchen. Jetzt hat es ihre Verwandtschaft geschafft,
eine gemeinsame Geburtstagsfeier in einem Gasthaus zu organisieren.
Überraschung der
Familie
Noch wissen sie nichts davon. „Das wird für den Vati und die Tante
hoffentlich eine große Überraschung“, sagt Ursula Kliem aus
Arnsdorf-Hilbersdorf. Ihr Vater wohnt hier nur wenige Häuser entfernt.
Frieda Schicke lebt seit über fünf Jahren im Altenpflegeheim Martinstift
in Reichenbach. Als ihr Mann vor sechs Jahren starb, fiel es ihr schon
schwer, sich zu erinnern und sich Dinge zu merken. Aber sie lebt nicht
völlig in ihrer eigenen Welt. Die meisten engen Verwandten erkennt sie gut
und dass ihr Bruder Hermann mit seiner Frau fast jeden Freitag nach dem
Einkaufen in Reichenbach zu Besuch kommt, das weiß sie auch ganz genau.
Frieda Schicke ist die ältere von beiden. Sie kam am 7. März 1921 eine
halbe Stunde vor ihrem Bruder Hermann zur Welt. Auch ohne Ultraschallgerät
musste der Arzt wohl eine Vorahnung gehabt haben. Zumindest kam ihm der
Bauchumfang der werdenden Mutter ziemlich groß vor. Bei der Geburt zu
Hause war er deshalb auch dabei. Das war damals nicht unbedingt üblich. So
wurden die Zwillinge daheim auf ganz natürlichem Wege geboren. Zwillinge
waren schon damals etwas ganz Besonderes. Einen deutschlandweiten
Zwillingsclub, so wie heute gab es da aber noch nicht. „Überhaupt wurde
gar kein Aufsehen darum gemacht“, bestätigt Ursula Kliem. Für die
Geschwister war das ganz normal so. Sie gingen zusammen in eine Klasse in
der Dorfschule in Schlottau und halfen den Eltern in der Landwirtschaft.
Dann kam der Krieg. Hermann Schwital wurde verletzt. Er verlor sein
rechtes Bein. Die Familie musste aus Schlesien weg. In Arnsdorf fand sie
eine neue Heimat. Die Geschwister arbeiteten auch hier anfangs in der
Landwirtschaft. Frieda Schicke blieb dabei bis zum Rentenalter. „Rüben
hacken, das liebte sie besonders“, erinnert sich ihre Nichte Ursula Kliem.
Hermann Schwital wurde 1952 zum Bürgermeister von Arnsdorf gewählt. Was
eigentlich nur für ein Jahr und als Übergangslösung gedacht war, weitete
sich auf 33 Dienstjahre aus.
Großer
Bekanntenkreis
Auch wenn die beiden seit jeher nicht wie Pech und Schwefel
zusammenhingen, so gab es doch immer diese unsichtbaren Fäden zwischen
ihnen. Beide heirateten, bekamen selbst Kinder und blieben in
Arnsdorf-Hilbersdorf. Ihren Geburtstag feierten sie trotzdem nicht mehr
gemeinsam. Das lag einfach daran, dass sie sich mit ihren Familien jeder
selbst einen eigenen Bekanntenkreis aufgebaut hatten. Aus den Augen
verloren haben sie sich aber wie gesagt nie. „Wir wohnten ja nur 200 Meter
von Tante Frieda entfernt“, erzählt Ursula Kliem. Fast jeden Sonntag
besuchten sie sich. Da gab es Kaffee und Kuchen. Der Stoff zum Erzählen
ging in der Verwandtschaft nie aus, auch wenn sie in Sichtweite wohnten.
Hermann Schwital hat seine Kindheits- und Jugenderlebnisse später
aufgeschrieben. Noch heute, im hohen Alter, sehen sich die Geschwister
ähnlich. Die humorvolle Ader haben beide von ihrem Vater geerbt. Hermann
Schwital ist eher der gesetzere Typ, Frieda Schicke war schon immer die
Impulsivere von beiden. Jetzt blicken die Zwillinge auf ein erfülltes
Leben. Und die Verwandtschaft wünscht ihnen natürlich Gesundheit und noch
viele schöne Jahre. Ob es zur großen Feier am Montag auch Bockwurst mit
Kartoffelsalat gibt – das essen beide besonders gern – wird hier aber
nicht verraten.
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+++ Sächsische Zeitung,
Freitag, 4. März 2011 +++
Alte Linde an der Friedhofsmauer fällt
Von Bernhard Donke
Der Baum war krank und wurde entfernt,
obwohl das im März schon verboten ist.
Die fast 100 Jahre alte Linde an der
Buchholzer Friedhofsmauer war krank. Schon länger trieb keine Grün mehr an
mehreren Ästen aus. Die Wurzeln unterhalb der Baumkrone waren nicht mehr
auffindbar. Deshalb war die Fällung beschlossene Sache. Die beauftragte
Firma schaffte die Arbeit jedoch nicht mehr bis Ende Februar. Und vom 1.
März bis 30. September dürfen weder Hecken, Sträucher und Bäume
beschnitten noch umgesägt werden. Das schreibt das Sächsische
Naturschutzgesetz so vor.
Seit der Lockerung des Baumschutzes ist es in der verbotenen Zeit
schwieriger geworden, einen Antrag auf
Befreiung genehmigt zu bekommen. Umweltverbände müssen erst gehört werden,
die Gründe triftig sein und das alles kostet Geld. Bei der Fällaktion am
Mittwochmorgen in Buchholz war das einfacher, denn die Fällung an sich war
schon genehmigt worden. Jetzt ging es nur um den zeitlichen Aufschub um
zwei Tage nach der abgelaufenen Frist.
Das Umweltamt des Landkreises sah sich die Linde dennoch am Montag noch
einmal an, bevor die zwei Mitarbeiter des Bautzener Baumdienstes Knorre am
Mittwoch ihre Arbeit erledigten. „Wir haben uns schweren Herzens zu der
Fällung der Linde entschlossen“, sagt Ortsvorsteher Udo Gleisenberg. Er
vermutet, dass die Wurzeln der Linde bereits bei Erdarbeiten zur
Kabelverlegung vor etwa zehn Jahren im großen Umfang gekappt wurden. Das
Umweltamt hat erneut bestätigt, dass die Stand- und Bruchsicherheit des
Baumes nicht mehr gewährleistet sind und dadurch für Friedhofsbesucher
sowie das Kirchendach durchaus eine Gefahr besteht. (mit SZ/ah) |
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Aus dem Holzskelett ist ein
schönes Baumhaus geworden. Daniela, Pedro und Sohn Antonio
Rodriguez Pena freuen sich über ihr selbst geschaffenes
Haus. Fotos: SZ/Steffen Gerhardt, privat |
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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 3. März
2011 +++
Antonio hat sein eigenes Baumhaus
Von Steffen Gerhardt
Dass bei der Familie Rodriguez Pena
jetzt ein Baumhaus im Garten steht, haben sie ihrem Sohn und einem
Glücksumstand zu verdanken: „Nachdem Antonio beim Sandmännchen mal ein
Baumhaus gesehen hat, wollte er auch immer eins selbst besitzen. Damit hat
er uns gut zwei Jahre lang gelöchert“, erzählt Vater Pedro. Der
Glücksumstand hingegen stellte sich aber erst im vergangenen Jahr ein, als
die baumhausbegeisterte Familie an dem Wettbewerb der Kulturinsel
Einsiedel teilnahm und gewann.
Zunächst war ihre Vorstellung, ein Piratenschiff in die Bäume zu bauen.
„Denn Platz hatten wir genug und auch die Bäume dafür“, sagt Mutter
Daniela. Da ihr Ehemann nicht nur ein gebürtiger Kubaner ist, sondern auch
Schiffsbau studiert hat, war das Projekt schnell auf Papier gebracht und
bei den Insulanern eingereicht. „Dass wir als Preisträger unser Haus mit
Unterstützung der Kulturinsel bauen konnten, freute uns besonders. Unser
Piratenschiff mussten wir etwas modifizieren, nun ist es ein Baumhaus mit
Schiffscharakter“, erzählt der Bauherr.
Einen Tag hatte die Familie Unterstützung von einem Fachmann von der
Künstlerischen Holzgestaltung. Mit ihm wurde das Grundgerüst um die Lärche
erstellt, auf dem dann das Baumhaus aufzubauen war. Das war nun der
Hauptpart für Vater Pedro. Im August ging es mit den Bauarbeiten los, und
zwei Monate später stand das Haus. Dabei halfen ihm Freunde und die
Familie mit. „Mein Vorteil war, ich habe einen Monat an den
Baumhaus-Hotels auf der Kulturinsel mitgebaut und hatte so eine gewisse
Ahnung, auf was ich mich da einlasse“, sagt schmunzelnd der 37-Jährige.
Ganz fertig ist der heute als Schweißer arbeitende Familienvater aber
noch nicht mit dem Baumhaus. Ein paar Feinheiten fehlen noch, und auch der
Innenausbau ist noch nicht vollendet. „Ich will noch eine Koje einbauen,
so dass mein Sohn auch mal in seinem Haus schlafen kann“, nennt Pedro
Rodriguez Pena sein nächstes Ziel.
Sohn Antonio weiß aber, dass
„mein Papa jetzt noch Winterruhe hat und im Frühjahr weiter baut“.
Schließlich steht die Eröffnungsparty für das Baumhaus noch aus – und die
soll dieses Jahr erfolgen. „Antonios Kindergartenfreunde fragen schon
immer, wann sie mal ins Baumhaus spielen kommen können“, weiß Mutter
Daniela.
Das bedeutet weitere arbeitsreiche Tage für Vater Pedro, denn er will an
das Baumhaus noch eine Hängebrücke anbringen. So war es im ursprünglichen
und prämierten Projekt der Familie auch vorgesehen. Dennoch: „Es macht mir
großen Spaß, mit Holz zu arbeiten, eigene Ideen umzusetzen und aus ihnen
etwas Bleibendes zu schaffen“, sagt der Baumhausbauer. Denn es ist ein
echtes Baumhaus geworden, das in seinem Mittelpunkt einen ausgewachsenen
Baum stehen hat.
Gern würde sich Familie Rodriguez Pena wieder an so einem Wettbewerb
beteiligen, der auch in diesem Jahr von der Kulturinsel wieder initiiert
wird. Aber 2011 beschränkt sich der Aufruf auf die Einwohner der Gemeinde
Neißeaue und die Ortschaft Bielawa Dolna (Nieder Bielau). Dazu heißt es
von der Kulturinsel: „Der Wettbewerb wird gestartet, sobald sich pro
Ortsteil, einschließlich Bielawa Dolna, fünf Bewerber gemeldet haben und
wenn mindestens vier Orte sich beteiligen“, so Marika Vetter vom
Marketing.
Der Wettbewerb soll somit Neißeaue ein Stück näher zur Baumhausgemeinde
bringen. Wem die Erfahrungen für den Selbstbau fehlen, der kann dabei auch
bei der Arnsdorfer Familie nachfragen.
www.baumhausgemeinde.de |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 22. Februar 2011 +++
Junge Pfarrerin für Vierkirchen
Vierkirchen. Seit diesem Monat ist
Pfarrerin Christa Hanke im Evangelischen Kirchenkreis Niederschlesische
Oberlausitz tätig. Sie vertritt Pfarrer Andreas Fünfstück aus
Arnsdorf-Hilbersdorf während seiner Krankheit. Damit ist Christa Hanke
auch in Buchholz, Tetta und Melaune als Pfarrerin tätig.
Vierkirchen ist für die junge Theologin kein Neuland. Sie hat bereits
2009 in der Kirchengemeinde Arnsdorf ihr Vikariat absolviert. Christa
Hanke hat gerade ihre Ausbildung beendet. Sie wohnt mit ihrem Mann, der
auch als Pfarrer arbeitet, in Kreba-Neudorf, stammt selbst aus Freiburg
und ist unmittelbar nach der Wende das erste Mal in den Osten gekommen –
damals als 13-Jährige mit ihren Eltern nach Berlin.
1993 besuchte sie über einen Schüleraustausch mit dem Gymnasium Augustum
Görlitz. In Berlin hat sie Theologie studiert und lebt nun in der Lausitz.
(SZ/ah) |
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Uwe Groß, Geschäftsführer der
Firma Fördergurt-Service Groß in Buchholz, ist nicht nur
Fachmann für die schwarzen Fördergurte aus den Tagebauen.
Auch die, die in der Lebensmittelindustrie eingesetzt
werden (im Foto), kommen nach Buchholz zur Reparatur oder
werden durch das Unternehmen vor Ort erneuert. Foto:
SZ/Steffen Gerhardt |
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Gefragte Fördergurte aus Buchholz
Von Steffen Gerhardt
Was ein Fördergurt aus schwarzem Gummi
so alles aushalten beziehungsweise tragen muss, hat Uwe Groß über viele
Berufsjahre hinweg selbst miterlebt. Er arbeitete als Vulkaniseur im
Tagebau Hagenwerder. Da kam es auch hin und wieder vor, dass es in der
Bandanlage hakte, der Fördergurt schwächelte oder gar riss.
„Mein Vater war Seilermeister und hatte sich auf Fördergurte
spezialisiert. Zu DDR-Zeiten liefen sogar einige Patente bezüglich der
Gurte auf ihn“, erzählt der 52-Jährige. Friedbert Groß hatte zum Beispiel
zwei Stahlseile in die Gummimischung für seine Fördergurte eingezogen, was
ihre Festigkeit stark erhöhte. Diese Gurte wurden dann in Italien
gefertigt.
Seinen Ursprung hat das Familienunternehmen Groß aber in Weißenberg. Hier
stand die Seilerei, in der schon der Großvater von Uwe Groß arbeitete.
„Wir waren schon immer selbständige Handwerker“, sagt er. Acht Jahre und
ein Fernstudium lang ließ er den Gedanken reifen. 1989 entschloss er sich
zur Selbständigkeit als Vulkaniseur. In Weißenberg eröffnete er seine
Werkstatt und bot seine Dienste für Reifen und Fördergurte an.
Die Werkstatt platzte bald aus den Nähten. Uwe Groß musste für sich und
seine Mitarbeiter nach einem größeren Objekt Ausschau halten. Das fand er
ab 1995 im nahen Lauske. Dort zog die Firma in einen ehemaligen
LPG-Stützpunkt ein. Doch auch das war nicht von Dauer, bis Uwe Groß in
Buchholz auf eine Industriebrache aufmerksam wurde. Die machte aus
Groß’scher Sicht für eine langfristige Ansiedlung Sinn. 2005 ließ Uwe Groß
die alte Ziegelei zur Fördergurt-Service Groß & Sohn KG umbauen. Ein Jahr
später wurde Einweihung gefeiert. Gleichzeitig übernahm er das bereits
1998 gegründete Reifencenter mit.
Verstärkung bekam der Unternehmer aus der Familie. Sohn Andreas hatte
inzwischen den Meisterbrief als Vulkaniseur in der Tasche und sein
jüngerer Bruder Peter ist derzeit in der Meisterausbildung mit dem
gleichen Ziel. Damit setzen beide Söhne das ursprüngliche Seilergeschäft
der Familie Groß in vierter Generation fort.
In Buchholz ist der Fördergurt-Service zu einem mittelständischen
Unternehmen geworden. „Wir beschäftigen 25 Mitarbeiter, wobei drei
Monteure in unserer Niederlassung in München tätig sind. Diese wird seit
2003 von meinem Sohn Andreas geführt“, erzählt Uwe Groß. Seit 2000 ist das
Unternehmen auch im Münchener Raum vertreten und unternimmt von da aus die
Wartung und Reparatur von Fördergurten. „Insgesamt sind wir aber in ganz
Deutschland unterwegs und betreuen nicht nur Baustoffbetriebe und
Tagebaue, sondern auch die Lebensmittelindustrie. Wir sind überall dort im
Einsatz, wo Bandanlagen genutzt werden.“ Als Chef ist er dabei auch oft
selbst vor Ort – und sei es als Havariedienst. Wie wichtig Nachwuchs ist,
sieht Uwe Groß nicht nur an seiner Familie. Den Friseursalon seiner Frau
in Weißenberg hat inzwischen die Tochter übernommen. Nachwuchs ist auch in
der Firma gefragt. „Wir setzen auf eigene Fachkräfte und bilden daher
jedes Jahr ein oder zwei Lehrlinge aus, die auch in München zum Einsatz
kommen“, erklärt er. |
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Pilgergruppen wie diese kommen
auf ihrem Weg von Görlitz an Buchholz und der Alten Schule
vorbei. Ab Ostern stehen die Herbergen in Buchholz wieder
offen. Fotos: Sosnowski/Donke |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 16. Februar 2011 +++
Ein kleiner Verein bewegt die Menschen
Eine feste Größe im kulturellen Leben
in Vierkirchen ist der Christliche Kulturverein „Tenne“. In der Alten
Schule in Buchholz hat er seinen Sitz und hier finden auch die
Veranstaltungen statt. „Wir sind sehr froh, dass wir das Gebäude sanieren
und nun nutzen können und es damit vor einem Abriss bewahrt haben“, sagt
Katharina Tobias als stellvertretende Vereinsvorsitzende. Im April werden
es fünf Jahre, dass die Alte Schule ihr Vereinshaus ist.
Der Verein zählt zehn Mitglieder, die sich nicht nur um die Kultur im Ort
kümmern, sondern zugleich auch Herbergseltern sind. Denn der Verein
betreibt eine Pilgerherberge im Obergeschoss. „Mit der Eröffnung des
Jakobswegs 2005, der auch durch Buchholz führt, bot sich an, für die
Pilger ein Quartier einzurichten“, erzählt Sonja Leubner. Dazu übernahm
der Verein auch die Pilgerstätte der Kirchgemeinde im Pfarrhaus. Seitdem
sind „Leute aus ganz Deutschland und halb Europa“, wie es das
Vereinsmitglied einschätzt, in Buchholz zu Gast. „Die Betreuung der Pilger
ist für uns alle eine schöne Aufgabe, die zwar viel Zeit erfordert, aber
auch viele neue Eindrücke bringt“, ergänzt Katharina Tobias. Zusammen mit
dem Verein unternimmt sie einmal im Jahr einen Pilgertag.
Ab Ostern wird die Alte Schule wieder
mit Pilgerleben erfüllt sein. Bis zu 18 Personen können in Buchholz
nächtigen, was besonders gern von Gruppen angenommen wird. Die Betreuung
der Gäste übernimmt der Verein zusammen mit Anita Miertschink, der guten
Seele im Haus. Sie ist noch bis zum September über die
Arbeitsfördermaßnahme Kommunalkombi beim Verein beschäftigt.
Hervorgegangen ist der Tenne-Verein aus dem Freundeskreis von
Jugendlichen, die sich auch mit der Kirche kontrovers auseinandersetzten.
Er hat sich 1997 gegründet. Dazu bildete sich ein Förderkreis für diese
Jugendarbeit, aus dem einige Mitglieder heute den Verein unter der
Vorsitzenden Dörte Seidel fortführen. Denn mit dem Wechsel aus der Tenne
in das ehemalige Schulgebäude hat sich auch ein Generationswechsel
vollzogen. Stefan Biele, seit 1999 im Verein, ist als Jugendlicher
dazugekommen. „Hier habe ich meine Wurzeln, was die Vereinsarbeit angeht.
Aber da immer weniger Jugendliche im Verein waren, machte sich ein
Neuorientieren notwendig“, sagt der Gebelziger.
Das ist dem Verein inzwischen gelungen. Wenn er zu seinen schöngeistigen
Veranstaltungen einlädt, kommen die Leute auch aus der Region. „Besonders
bei unserem Literarischen Café stoßen wir bei derzeit 50 Gästen schon an
unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt Katharina Tobias. Denn es ist auch der
besondere Charakter von Literatur, Musik, Genießen und Gespräche, der die
Leute nach Buchholz lockt. Das bestätigt Sonja Leubner: „Noch dazu, wenn
die Gäste ihren selbst gebackenen Kuchen mitbringen, wird es immer sehr
schön.“
Der Tenne-Verein will mit seinem Café, aber auch mit den Themenabenden
und der wöchentlichen Kreativzeit am Dienstag Bildung fördern und
anbieten, Begabungen unterstützen und Talenten ein Podium geben. „Unsere
Besucher aus dem Dorf und aus der Umgebung ermutigen wir, ihre
künstlerischen Begabungen zu vervollkommnen und sie auch zu zeigen“,
erklärt Katharina Tobias.
So wie zum Beispiel bei Vereinsmitglied Sabine Rißmann. Ihre Malkünste
zeigte sie in ihrer ersten Ausstellung in den Logenräumen der Kirche im
vergangenen Herbst. „Es ist das Schöne, dass sich jeder mit seinen
Fähigkeiten im Verein einbringen kann und jeder andere Begabungen
mitbringt. Dadurch ergänzen wir uns hervorragend“, sagt die Frau aus
Gebelzig, die seit 2008 im Tenne-Verein ist.
Kontakt zum Verein über Katharina Tobias in Buchholz, Telefon: 035876
40442, Alte Schule, Buchholz 78 in 02894 Vierkirchen
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 15. Februar 2011 +++
Nachrichten
Arnsdorf. In Arnsdorf entwendeten
Unbekannte in der Nacht vom Sonntag zum Montag einen schwarzen Audi A4
(Baujahr 2005) mit dem amtlichen Kennzeichen „GR-HM 87“.
Polnische Gäste sehen sich morgen
Vereinsheime an
Vierkirchen. Morgen hat Vierkirchen um
die 20 Bürger aus dem polnischen Jezów Sudecki zu Gast. Sie nehmen zurzeit
an einem Deutschkurs in ihrer Heimatgemeinde teil.
Bürgermeister Horst Brückner (parteilos) wird die Gäste aus der
Partnerkommune den Tag über in Vierkirchen begleiten. Sie wollen sich
mehrere Vereinsheime mit Sport- und Freizeitanlagen, Feuerwehrhäuser, das
Landkino und den Kindergarten des Kinderkreises Vierkirchen in
Arnsdorf-Hilbersdorf ansehen. Dabei sollen sich die polnischen Teilnehmer
des Sprachkurses selbständig mit den anwesenden Vierkirchner Bürgern
unterhalten. (bd) |
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Sven Weigel |
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Wechsel an der Führungsspitze
Von Steffen Gerhardt
Nach 20 Jahren übergibt Reinhold Kosan die
Leitung der Wehr an seinen Stellvertreter Sven Weigel.
Einen Wechsel an der Führungsspitze
vollzog die Feuerwehr von Arnsdorf-Hilbersdorf am Freitag. Nach 20 Jahren
gab Wehrleiter Reinhold Kosan die Führung in jüngere Hände. „Es war mein
eigener Wunsch, dieses Jahr nicht mehr als Wehrleiter anzutreten“, sagte
der 63-Jährige. Aber der Wehr bleibt er treu, und das in einer wichtigen
Position: er ist für die nächsten fünf Jahre der Stellvertreter. „Wir
haben die Funktionen nur getauscht: Sven Weigel als mein Stellvertreter
leitet nun die Wehr und ich übernehme seinen Posten“, bringt es der
bisherige Wehrleiter auf den Punkt. Die Kameraden folgten dem
Positionswechsel und stimmten alle dafür.
Sven Weigel wohnt wie Reinhold Kosan in Arnsdorf und der 33-Jährige ist
seit 1997 in der Ortsfeuerwehr aktiv. Beide haben in der Wehrleitung zwei
Frauen an ihrer Seite: Jaqueline Senejko und Annett Weilandt. Zudem
vervollständigt Volker Bergel als Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung
die Leitung. Er gehört seit 30 Jahren der Feuerwehr an und wurde dafür am
Freitag geehrt.
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+++ Sächsische
Zeitung, Sonnabend, 5. Februar 2011 +++
Nachrichten
Straßensperrung nach Unfall mit Lkw
Vierkirchen. Auf der S 111 in
Rotkretscham ist Freitag früh ein Laster in den Straßengraben gefahren und
beschädigte eine Telekommunikationsanlage. Der Fahrer verletzte sich
dabei. Für die Bergungsarbeiten musste die Straße fast vier Stunden voll
gesperrt werden. Der Schaden beträgt etwa 16000 Euro. (SZ) |
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+++ Sächsische
Zeitung, Freitag, 4. Februar 2011 +++
Schöpsbrücke wird gesperrt
Döbschütz . Ab Montag ist in Döbschütz
die Abfahrt der Staatsstraße 124 (Schöpsbrücke) in Richtung Reichenbach
wegen Straßenbauarbeiten bis zum 31. März voll gesperrt. Wie die
Landkreisverwaltung informierte, soll die Umleitung über Melaune – also
die Staatsstraße 122, die S111 (Reißaus) und dann zur Bundesstraße 6
(Schöps /Reichenbach) eingerichtet werden. Lediglich die Zufahrt zum
Steinbruch über die S124 aus Richtung Reichenbach ist nicht
beeinträchtigt. (SZ) |
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Beliebt: Die Winterwanderung
mit Revierförster Ingo Weber. Foto: Verein |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 3. Februar 2011 +++
Revierförster wandert durch Winterwald
Dazu lädt der Verein für Dorfgeschichte
Sonnabend ein. Es gibt viel zu erfahren.
Zu seiner traditionellen
Winterwanderung lädt der Arnsdorfer Dorfgeschichtsverein an diesem
Sonnabend ein. Um 13 Uhr geht es los. Start- und Zielort ist der
Arnsdorfer Pfarrhof. Nach einer kurzen Einführung durch Revierleiter und
Vereinsmitglied Ingo Weber führt die knapp zweistündige Strecke durch den
Arnsdorfer Kirchwald. Rund um das Thema der diesjährigen Wanderung „Das
hölzerne Zeitalter“ wird es wieder viel Wissenswertes zu hören und zu
sehen geben. Wer möchte, kann auch gern ein Stück Holz aus dem Busch
tragen – für das Lagerfeuer beim anschließenden gemütlichen Abschluss auf
dem Pfarrhof. Dann wird auch wieder für das leibliche Wohl bestens gesorgt
sein. Der Dorfgeschichtsverein lädt dazu herzlich ein. Er freut sich über
viele Gäste, die er, wie das Foto zeigt, auch schon in den vergangenen
Jahren mit seiner Idee zur Winterszeit anstecken konnte. (SZ)
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Was der Nicht-Buchholzer nicht
weiß: Den Eingang zum Friedhof hatten bisher zwei
stattliche, 100 Jahre alte Ahornbäume gesäumt. Die Bäume
wurden aus Sicherheitsgründen gefällt. Foto: B. Donke |
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+++ Sächsische
Zeitung, Mittwoch, 2. Februar 2011 +++
Kirchgemeinde fällt morsche Ahornbäume
Von Bernhard Donke
Die Bäume drohten zu einer Gefahr zu
werden. Es gibt bald jungen Ersatz.
Wer in diesen Tagen den Buchholzer
Friedhof über den Haupteingang betritt, dem wird es als Ortskundiger
auffallen: Hier stimmt etwas nicht. Die beiden 100-jährigen Ahornbäume,
die rechts und links vom Eingangstor standen, sind verschwunden. Der neue
Anblick verwundert so manchen Passanten. Geblieben sind nur zwei
Baum-stümpfe von den einst stattlichen Schattenspendern. „Es ist sehr
schade um diese beiden alten Bäume, doch die Sicherheit der
Friedhofsbesucher geht nun einmal vor“, erklärt Ortsvorsteher Udo
Gleisenberg. Herunterfallende tote Äste und so mächtige Wurzeln, dass
schon die Friedhofsmauer in Gefahr war, brachten die Entscheidung. „Die
Sicherheit war uns wichtiger, und so gaben auch wir als Ortschaftsrat das
Einverständnis zum Fällen der Bäume.“
Vorher hatten Fachleute die Bäume und ihre Standfestigkeit gründlich
untersucht. Eine Sanierung und Sicherung der Bäume wäre demnach nur von
kurzem Erfolg gewesen, sagt Ortsvorsteher Udo Gleisenberg. So beauftragte
die Kirchgemeinde als Eigentümerin der beiden Bäume eine Bautzner Firma.
Bis auf die beiden Baum-stümpfe, die noch auf dem Friedhof stehen und auch
heruntergeraspelt werden sollen, erinnert nichts mehr an die Ahornbäume.
„Im Frühjahr werden an ihre Stelle zwei junge Bäume gepflanzt, die dann
wieder in Ruhe wachsen können“, tröstet der Ortsvorsteher.
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+++ Sächsische
Zeitung, Mittwoch, 2. Februar 2011 +++
Haushalt liegt aus
Vierkirchen. Die Gemeinde legt zurzeit
ihren Entwurf für den Haushaltsplan öffentlich aus. Bis zum nächsten
Mittwoch können Bürger in die Unterlagen Einsicht nehmen. Das ist entweder
in der Gemeindeverwaltung in Melaune oder im Reichenbacher Rathaus
möglich. (SZ) |
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+++ Sächsische
Zeitung, Dienstag, 1. Februar 2011 +++
Gemeinde will weitere Straßen sanieren
Vierkirchen. Die Gemeinde Vierkirchen
will auch 2011 Geld für die Sanierung von Straßen ausgeben. So sind im
Haushaltsplan für 2011 vier Ortsstraßen in Arnsdorf-Hilbersdorf mit
aufgenommen, auf denen der Belag erneuert werden soll.
Der Gemeinderat unterzog den Finanzetat jetzt einer ersten Lesung. Da das
Zahlenwerk aber erst am Sitzungstag auf den Tisch kam, wird sich der Rat
zu einer zusätzlichen Sitzung am 7.Februar treffen. Dann will er über
einzelne Positionen diskutieren. Auf der nächsten regulären Sitzung am
21.Februar soll das Haushaltsdokument beschlossen werden. (SZ/sg) |
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+++ Sächsische
Zeitung, Freitag, 28. Januar 2011 +++
Nachrichten
Arnsdorfer wollen noch eine dritte Sirene
haben
Vierkirchen. Ohne viel Aufwand wollen die Arnsdorfer in ihrem Ort noch
eine dritte Sirene für Alarmierungen installieren. Diesen Vorschlag
unterbreiteten die Gemeinderäte der Wählervereinigung Arnsdorf-Hilbersdorf
im jüngsten Gemeinderat. Das würde auch ohne große Kosten gehen, denn
sowohl Sirene als auch der Mast sind vorhanden und die Feuerwehrleute
würden das Ganze aufstellen. Bürgermeister Horst Brückner war gegen den
Vorschlag: Arnsdorf-Hilbersdorf hat schon zwei Sirenen und da es sich um
eine mechanische handelt, sind auch die Betriebskosten höher. (SZ/sg)
Hundehaufen ärgern Bürger in Vierkirchen
Melaune. Der weggetaute Schnee bringt
einiges zu Tage, darunter auch Hundehaufen. Dass diese kein schöner
Anblick und keine Zierde für den Ort sind, darauf machte Ilona Richter als
Gemeinderätin in der jüngsten Ratssitzung aufmerksam. Die
Geschäftsinhaberin appellierte an die säumigen Hundehalter, doch dafür
Sorge zu tragen, dass ihre Vierbeiner keine bleibenden Haufen im Ort
hinterlassen. (SZ/sg) |
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+++ Sächsische
Zeitung, Mittwoch, 26. Januar 2011 +++
Verein bringt Kultur aufs Dorf
Von Bernhard Donke
Seine Angebote will der Tenne-Verein
halten und auch Neues ausprobieren.
Ein Kinderprojekt will der christliche
Kulturverein Tenne in diesem Jahr starten, und auch der im vergangenen
Jahr begonnene Hörbuchverleih soll sich weiter etablieren. Das sagt
Vereinsvorsitzende Katharina Tobias auf SZ-Nachfrage. Ansonsten möchte der
Verein an seinen Angeboten für die Dorfbewohner und über die Ortsgrenzen
hinaus festhalten. Im März gibt es einen Abend mit Pastorin Christa Hanke
zum Thema „Jahr der Taufe“. Drei Ausstellungen in den Logenräumen der
Buchholzer Kirche sind geplant, und der 15. Mai ist im Kalender für den
Tenne-Pilgertag fest eingetragen. Die Kreativgruppe hat jetzt noch eine
Menge zu tun. Wenn es draußen wieder länger hell ist, rücken die
Handarbeiten etwas in den Hintergrund.
Am Besucherdienst der Kirchgemeinde will sich der Tenne-Verein ebenfalls
weiter beteiligen. Die „Kulturzeit“, die eben zum vierten Mal
stattgefunden hat, ist nach Einschätzung des Vereins zum festen
Bestandteil im Dorfleben geworden. Die ursprüngliche Idee dahinter, in der
Winterzeit, wo es meistens etwas ruhiger zugeht, ein besonderes
kulturelles Erlebnis für die Bürger im Ort zu schaffen, funktioniert.
Filmabend, Vortrag, Buchlesung und ein Musikabend sind Bestandteil des
mehrtägigen Programms zu Jahresbeginn. Das wird von den Bürgern aus dem
Ort und umliegenden Dörfern auch gern angenommen und geschätzt, zumal die
Veranstaltungen alle ehrenamtlich von den Vereinsmitstreitern organisiert
werden. |
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50 Prozent Überlebenschance:
Wuschel mit Verband Foto: Steffen Scholz |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 20. Januar 2011 +++
Kleiner Wuschel überlebt Angriff von
Rottweiler
Von Matthias Klaus
Die Attacke passierte beim Spaziergang
von Melaune. Ob der Hund durchkommt, ist offen.
Den Sonntagnachmittag wird Familie S. aus
Löbau wohl nicht so schnell vergessen. Gemeinsam mit dem kleinen Hund
Wuschel, ein Bichon, spazierten Frau S. und ihre Eltern über die „Hu-Brücke“
von Melaune nach Döbschütz. „Ein Babywagen, ein paar Kinder und der
Rottweiler der Nachbarin– all das machte einen friedlichen Eindruck“,
erinnert sich Frau S. an die Szene am Ortseingang Döbschütz. Trotzdem
gingen die Löbauer zügig vorbei.
Frauchen wird
umgerissen
Da aber passierte es. „Schon nach ein paar Metern riss der Rottweiler
sein Frauchen um, stürmte auf Wuschel zu, biss ihn und ließ nicht mehr von
ihm ab“, erinnert sich Frau S. Ein Anblick des Grauens sei es gewesen,
sagt sie, als der kleine Hund nach minutenlangem Martyrium auf dem
schlammigen Boden lag–zerbissen, das Blut strömte.
Dorfbewohner halfen jedoch, der Tettaer Tierarzt Frank Ender operierte
Wuschel sofort. Ob der kleine Hund durchkommt, ist offen. Frau S.
appelliert derweil an die Besitzer großer (Kampf-)Hunde: „Bitte legen Sie
Ihren Lieblingen in der Öffentlichkeit einen Maulkorb an.“
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Trotz Wassertemperaturen von
ein bis zwei Grad Celsius im Hilbersdorfer Steinbruch
nahmen die Saunafreunde ihr erstes Bad. Foto: B. Donke |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 13. Januar 2011 +++
Eisbader gönnen sich erste Erfrischung
Von B. Donke
Waldsaunafreunde Melaune nehmen ihr
erstes Bad im Hilbersdorfer Steinbruch.
13 hartgesottene Männer der
Waldsaunafreunde Melaune haben im Hilbersdorfer Steinbruch jetzt ihre
Saison mit einem Eis-Bad und anschließender wärmender Waldsauna eröffnet.
Sie kommen aus dem brandenburgischen Beeskow, Rothenburg, Lodenau und aus
und um Vierkirchen, um gemeinsam ihrem Hobby zu frönen.
In einem eigens gemieteten Autoanhänger haben sie sich eine Sauna
eingerichtet, wo sie sich nach dem Baden durchwärmen und ins schwitzen
kommen. Doch ehe man sich dem Badevergnügen hingeben konnte, musste ein
Loch in die gut sieben Zentimeter dicke Eisdecke geschlagen werden. |
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Es wird wieder bunter in den
Gewächshäusern der Gärtnerei Fuchs in Döbschütz.
Gärtnerei-Chefin Margit Pohl (rechts) und Mitarbeiterin
Kathrin Gebauer zeigen die ersten Primeln, die es zu
kaufen gibt. In den nächsten Tagen kommen die eigenen
Tulpen und Narzissen dazu. Foto: SZ/Steffen Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Mittwoch, 12. Januar 2011 +++
In Döbschütz blühen die ersten Primeln
Von Constanze Junghanß
Nicht alle Gärtnereien legen im Winter
eine Zwangspause ein. Schon gar nicht in diesem Winter, der so zeitig
begann und jede Menge zusätzliche Belastungen für die eher kleinen
Unternehmen mit sich brachte.
Döbschütz: Viele
Mäuse und weniger Kunden
„Wir hatten zum Beispiel sehr mit den Mäusen zu kämpfen“, erzählt Norbert
Pohl. Der Inhaber der Gärtnerei Fuchs in Döbschütz weiß auch warum: Die
frechen Nager fühlten sich unter dem Schnee sehr wohl. Bekamen die Mäuse
kalte Füße, krochen sie in die beheizten Gewächshäuser. Rund 30 Prozent
der Freesienzwiebeln futterten sie einfach weg. Als die Nager endlich
gebannt waren, kamen noch ganz andere Probleme dazu. „Durch die Witterung
und die schlechten Straßenverhältnisse kamen weniger Kunden als in der
Vergangenheit“, sagt Norbert Pohl.
Die Gärtnerei blieb auf Weihnachtssternen und Gestecken sitzen. Der
Umsatz sank. Da die Firma in den letzten zehn Jahren viel in neue Anlagen
investierte, blieben zum Glück größere Schäden an den Gewächshäusern durch
Schneebruch aus. „Unsere Gewächshäuser sind jetzt durch neue
Thermoverglasung energieeffizienter geworden“, berichtet Norbert Pohl. Er
und sein Team blicken jetzt in die Zukunft: Salat und Kohlrabi werden
eingesät, Primeln zum Blühen gebracht und die Tulpen, Narzissen und
Hyazinthen angetrieben. Tulpen gibt es allein in Döbschütz etwa 13000
Stück.
Hilbersdorf:
Rosenkohl vor dem Erfrieren gerettet
Bei der Gärtnerei Jung in Hilbersdorf ist dieser Winter ebenfalls nicht
spurlos vorbeigegangen. „Jeden Tag haben wir von den Gewächshäusern Schnee
geschippt, damit nichts zusammenbricht“, sagt Stefan Jung. Durch den
strengen Frost blieb ein Teil des Wurzelgemüses im Boden. Um den Rosenkohl
vor dem Erfrieren zu retten, wurde dieser per Hand geerntet und musste –
statt auf dem Feld verarbeitet – in Lager gebracht werden. „Für die Ernte
der verschiedenen Gemüsesorten war der Zeitaufwand dreimal höher als
sonst“, so der Hilbersdorfer. Die Aussaaten von Gurken, Tomaten, Salat und
so weiter verzögerten sich durch das Wetter um zwei Wochen. Jetzt beginnt
die Anzucht mit Hochtouren.
Reichenbach:
Zulieferer kommen schwer durch
„Am schwierigsten für uns war, dass die Kundschaft ausblieb“, sagt Bernd
Zimmermann von der gleichnamigen Reichenbacher Gärtnerei. Auch die
Zulieferer hätten es durch den Wintereinbruch schwer gehabt, und es gab
zeitliche Verzögerungen. „Doch unsere Gewächshäuser sind ganz geblieben.
Damit die Alpenveilchen, Stiefmütterchen und Primeln nicht erfrieren,
mussten wir jede Menge heizen“, erzählt er. Die Pflanzen haben überlebt,
und Bernd Zimmermann beginnt noch in diesem Monat mit der Aussaat der
Gemüsepflanzen.
Pfaffendorf:
Gewächshäuser vom Schnee freihalten
Mit Schneemassen kämpften Roland Heyde von der Gärtnerei in Pfaffendorf
und das Gartenforum in Reißaus. „Schippen, schippen und nochmals schippen
war angesagt, um die Gewächshäuser zu sichern“, berichtet Roland Heyde.
Das Gartenforum hat noch bis zum März Winterpause. Bei Roland Heyde
beginnt die Pflanzenproduktion ab Februar. Jetzt sind die Gewächshäuser
noch leer. |
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Der Schwarze Schöps (vorn) hat
sich in Schöps in sein Bett zurückgezogen. Einige Wiesen
bleiben vom Schmelzwasser aber überflutet. Foto: SZ/St.
Gerhardt |
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+++ Sächsische Zeitung,
Dienstag, 11. Januar 2011 +++
Das Bangen am Schwarzen Schöps war nicht
von Dauer
Von Steffen Gerhardt
Das Hochwasser an dem Fluss ging
gestern wieder zurück – ohne Schaden angerichtet zu haben.
Rasch wie er gestiegen war, so zog sich der
Schwarze Schöps gestern auch wieder in sein Bett zurück. Lag der Pegel am
Mittag in Krobnitz noch bei 1,80 Meter, so betrug die Wasserhöhe am Abend
nur noch 1,60 Meter. Gegen Mittag konnte bereits die niedrigste Alarmstufe
aufgehoben werden. Damit hat sich die Hochwassersituation zwischen Sohland
und Nieder Seifersdorf wieder entspannt.
Stunden zuvor lag das Augenmerk der Sicherheitsbehörden noch voll und
ganz auf dem Schwarzen Schöps. Denn hier war der Pegel am Wochenende am
schnellsten und höchsten gestiegen, sogar Alarmstufe drei wurde
ausgerufen, zur vier fehlte nicht mehr viel. In Krobnitz erreichte er mit
2,47 Metern seine Höchstmarke, 13 Zentimeter unter der Alarmstufe 4. „Als
die Stufe 3 ausgerufen wurde, bin ich schon etwas unruhig geworden“, sagt
Klaus Schönfelder, dessen Haus in Meuselwitz am Schwarzen Schöps steht.
„Es wusste ja keiner, wie viel Wasser noch kommt.“ Auch die Stadt
Reichenbach reagierte: „Wir hatten am Nachmittag alle vier Ortswehren
alarmiert und vorsorglich Sandsäcke füllen lassen“, sagt Hauptamtsleiter
Karl-Heinz Vogel. Die Sandsäcke kamen aber nicht zum Einsatz, da der
Schöps nicht weiter anstieg und keine Hochwasserschäden in den Ortschaften
verursachte. „Unser Glücksumstand war, dass es nicht mehr regnete und der
Wind für etwas Trocknung sorgte“, ergänzt er. Somit blieb auch Vierkirchen
vom Hochwasser verschont. Wachsam zeigten sich dennoch die Feuerwehrleute
von Melaune und Döbschütz. Sie gingen ohne Alarmierung selbst in
Bereitschaft und kontrollierten am Sonnabend und Sonntag früh den Schöps.
Bürgermeister Horst Brückner war Sonnabendnachmittag ebenfalls vor Ort.
Aber da der Pegel in Krobnitz nicht weiter anstieg, drohte keine Gefahr
mehr in Vierkirchen.. |
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Bürgermeister Horst Brückner |
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+++ Sächsische Zeitung,
Donnerstag, 6. Januar 2011 +++
Straßenbau bleibt auch 2011 Schwerpunkt
Gespräch: Steffen Gerhardt
In der Gemeinde fließt dieses Jahr das meiste
Geld in die Infrastruktur, sagt Bürgermeister Horst Brückner im
SZ-Gespräch.
Herr Brückner, Sie sitzen mit der Kämmerei
über dem Haushaltsetat für 2011. Welche Schwerpunkte werden gesetzt?
Priorität haben die Investitionen, die wir als Gemeinschaftsaufgabe mit
dem Landkreis und mit dem Straßenbauamt Bautzen 2010 begonnen haben. Das
ist der Straßenbau in Arnsdorf und Melaune. Dieser soll bis Sommer
abgeschlossen sein. Dazu gehören auch der Durchlass zwischen Döbschütz und
Melaune und die Fertigstellung der S122 mit dem Radweg bis zur Autobahn.
Wir als Gemeinde waren in Melaune für den Geh- und Radweg sowie die
Beleuchtung zuständig.
Damit ist noch nicht der Schlussstrich unter dem Straßenbau gezogen?
Der Bedarf an der Sanierung kommunaler Straßen ist da. Was wir davon
umsetzen können, hängt vom Haushalt ab. Da kann ich noch keine Zusagen
geben. Was aber mit im Plan aufgenommen wird, ist die Erneuerung der
Kirchstraße in Arnsdorf. Ein Vorhaben, das schon seit zwei Jahren auf
seine Umsetzung wartet. Die Kirchstraße wird aber erst werden, wenn wir
mit der Kreisstraße in Arnsdorf fertig sind.
Ein weiteres Vorhaben, das schon Jahre in der Schublade liegt, ist der
Ausbau der S124 in Döbschütz. Wann wird es damit losgehen?
Das Thema wird dieses Jahr wieder aktuell. Zusammen mit dem Straßenbauamt
Bautzen wollen wir die Ortsdurchfahrt erneuern. Eine Vereinbarung mit dem
Amt liegt vor und auch die Planung, die aber noch auf den aktuellen Stand
zu bringen ist. Wir sind für den Gehweg und die Regenentwässerung der
Grundstücke verantwortlich.
Bleibt bei den vielen Vorhaben im Straßenbau auch noch Geld für andere
Dinge übrig?
Aufgeschoben hatten wir bisher die energetische Sanierung der
Kindereinrichtung Melaune und die Erneuerung der Sanitäranlagen. Beides
soll nun im ersten Halbjahr erfolgen, da das noch ein Projekt aus dem
Konjunkturpaket II ist.
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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 5. Januar
2011 +++
Firmen geben Geld für neue Maschinen aus
Von Steffen Gerhardt
Von Investitionsmüdigkeit kann bei den
mittelständischen Betrieben im Görlitzer Umland nicht die Rede sein. Denn
neben den Investitionen in die laufende Produktion wird diese auch
erweitert oder dafür Neues angeschafft. Wir fragten in einigen Unternehmen
nach.
...
Beispiel 3: Neuer Lagerplatz für Ton im
CRH-Klinkerwerk
Kontinuierlich wird auch in das Klinkerwerk Buchholz, das als
CRH-Oberlausitz GmbH jetzt firmiert, investiert. „Im vergangenen Jahr
haben wir den Trockner für die Klinkerproduktion umgebaut und am Tagebau
einen neuen Tonlagerplatz errichtet. Beides kostete fast 100000 Euro“,
zählt Werkleiter Michael Gerbert auf. So wie für den Trockner wird Geld
jedes Jahr vorwiegend für die Produktion ausgegeben. Fast 200000 Euro
kostete die Umstellung der Steuerungstechnik von Siemens auf eine neuere
Variante. Mit ihr wird der ganze Produktionsprozess gesteuert. Das war mit
die größte Investition in den vergangenen Jahren..
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